Blog

Finde deine Lebensvision mit Solveig Werf

Was passiert, wenn du produktiv wirst, und keine Lebensmission formuliert hast? Du könntest es bereuen. Denn wenn du nicht weißt, warum du etwas tust, dann kannst du nie genug davon tun.

Wenn du immer nur noch effizienter werden willst, dann besteht die Gefahr in eine Spirale eingesaugt zu werden, in der du nur noch versuchst, am nächsten Tag noch mehr Aufgaben zu erledigen. Weg von der Informationsarbeit, hin zur Taktarbeit. Lass uns das vermeiden!
Der beste Weg dazu ist es, deine Lebensmission zu erarbeiten. Das klingt nach einer Mammutaufgabe. Bezogen auf ihre Wirkmacht ist es auch eine gewaltige Aufgabe. Zum Glück gibt es Menschen wie Solveig Werf, die dir genau dabei helfen können.


In der heutigen Podcast-Folge erklärt uns Solveig Werf wie man dabei am besten vorgeht und was es zu beachten gilt. Wenn du diese Folge noch im April 2020 kannst du vergünstigt an ihrem neuen Online-Kurs teilnehmen:

Direkter Link zu ihrem neuen Kurs: 
https://www.hellovisionworld.com/vision-planning-for-life
Solveigs Homepage: https://www.solveigwerf.com

Transkript

Sascha: Das Ziel von aller Produktivität sollte für dich sein, dass du deine Ziele erreichst, dass du deine Lebensmission erreichst und das ganze entspannt und ohne Stress. Und es geht ja nicht darum, noch mehr in noch weniger Zeit zu erledigen. Ja, was ist aber, wenn du deine Lebensmission noch gar nicht kennst? Dann gibt es zum Glück Menschen wie Solveig Werf, die dich dabei unterstützen genau diese Mission/Vision für dich herauszufinden und damit willkommen. Liebe soll weg.

Solveig: Hallo, ich freue mich auch sehr, dass ich da bin.

Sascha: Wir wollen heute also über Missionen sprechen. Wie man findet und welchen Mehrwert Sie haben. In welchem Alter sollte ich denn meine Lebensvision gefunden haben? Kann man das sagen?

Solveig: Ich glaube, das ist immer möglich. Ich habe schon als ich Kind war damit angefangen, mir auszumalen, wie mein Leben so später mal sein wird. Und ich glaube, das machen ja die meisten Kinder. Da ist es dann eben noch der Astronaut oder der der Fußballstar oder so. Irgendwann auf dem Weg zum Erwachsensein verlieren wir das oft wieder. Und vielleicht ist es auch so ein bisschen ein Appell an die Eltern, den Kindern nicht zu sagen: “Ja, ja, also Fußballstar, bleib mal auf dem Teppich, das wird eh nix!” Sondern sie einfach wirklich weiter zu ermutigen, da dranzubleiben.

Sascha: Was war denn dein erster Berufswunsch als Kind? Weißt du das noch?

Solveig: Ich wollte unbedingt Hebamme werden.

Sascha: Jetzt hast du dich aber entschieden, dass du Menschen nicht bei der Geburt helfen willst, sondern in höherem Alter die Lebensvision zu finden. Wann war denn für dich klar, dass du genau das machen willst?

Solveig: Das ist noch gar nicht so lange her. Das weiß ich jetzt ungefähr seit drei Jahren und habe das einfach dann auch Schritt für Schritt in meinem Freundes- und Bekanntenkreis ausprobiert. Und das kam daher, dass ich einfach selbst in eine ganz falsche Richtung gelaufen bin, und dachte, ich mache Karriere. Da habe ich einfach ganz viel rein gesteckt und dann festgestellt, dass mir diese Richtung überhaupt nicht gut tut und ich letztendlich im Burnout gelandet bin. Also habe ich in meinem ganzen Leben nochmal alles hinterfragt. Was will ich wirklich? Und dann haben Freunde gesagt „Mensch, was machst du da und warum machst du jetzt auf einmal was ganz anderes? Ist ja total mutig und ich habe eigentlich auch keine Freude an meinem Beruf …“. So sind wir dann ins Sprechen darüber gekommen. Und ja, seit drei Jahren ist aus dem Hobby Ernst geworden.

Sascha: Du bist du da aus eigener Kraft aus dem Burnout und der Perspektivlosigkeit rausgekommen!?

Solveig: [00:03:31] Ja, also natürlich habe ich mir auch einen Therapeuten gesucht und ich war auch ziemlich lange krankgeschrieben. Ich habe echt ein Dreivierteljahr auf meinem Sofa gelegen und Löcher in die Decke gestarrt. Da ging es mir echt überhaupt gar nicht gut. Aber auch diese Zeit, die darf mal sein und die braucht es vielleicht auch. Und natürlich hatte ich schon auch jemanden, mit dem ich darüber gesprochen habe. Letztendlich habe ich aber gemerkt, der Therapeut kann mir gar nicht so viel geben, sondern ich muss für mich einfach herausfinden, was mir gut tut und wie ich damit in Verbindung kommen kann.

Sascha: Ich habe jetzt mehrfach gewechselt zwischen Vision und Mission. Ich nehme mal an, dass man das einigermaßen synonym gebrauchen kann!?

Solveig: Also. Ja, also wenn wir jetzt darüber sprechen, dann sehr gerne. Ansonsten ist es schon noch mal, finde ich, da ein großer Unterschied. Denn eine Vision ist ja wirklich ein großes Bild, welches alle Lebensbereiche umfasst. Wie ich leben möchte und was ich bewegen möchte in der Welt. 

Eine Mission zielt ja sehr stark auf den beruflichen Aspekt ab. Ich will Menschen helfen, irgendwas zu erreichen oder ich will die Welt irgendwie verändern und zum Guten bewegen. Das hat jetzt nicht mehr so viel zu tun mit meinem Familienleben, meinem Freundeskreis, meiner meiner privaten Gesundheit.

Die Visionsarbeit, die ich lehre, deckt sozusagen diesen ganzen Kreis ab, das ganze Lebensspektrum. Damit eben das nicht passiert, dass die Leute in so eine Schieflage geraten, wie mir das passiert ist und sich nur noch auf ihren Beruf und ihre Berufung und Mission fokussieren. Daraus kann man auch viel Energie ziehen, aber wenn man so die ganzen anderen Lebensbereiche total vergisst. Dann wird es irgendwann schwer mit der Energie. Und dann wird es ja auch viel schwieriger, auf seiner Mission zu bleiben und seine Mission weiter zu erreichen und fortzusetzen.

Sascha: Okay, ich verstehe den Unterschied. Das bedeutet auch, dass so eine Vision jetzt nicht einfach nur ein griffiger Satz ist, weil sie verschiedene Lebensbereiche umfassen muss. Das ist dann wahrscheinlich eher ein Dokument!?

Solveig: Absolut. Du hast gar nicht so unrecht mit einem Dokument, weil das braucht es auch. Also was bei mir entsteht, wenn man mit mir arbeitet, ist sowas wie ein Projekt-Buch. Also es kommt ein ganzes Buch dabei raus mit den verschiedenen Lebensbereichen und wir gehen in die Tiefe und schauen, was will ich überhaupt? Was ich mir vorstellen kann, so kühn, wie ich nur sein kann, ohne dass ich mal irgendeine Verbindung zu meinem jetzigen Leben herstelle und zu was ich denke, was möglich ist. Und dann geht man eben noch weiter in die Tiefe und schaut: Warum will ich das überhaupt? Ist es überhaupt meins? Manchmal kommen wir da ja auch auf die Idee, Dinge aufzuschreiben, von denen wir nur denken, dass wir sie wollen. Ich sage mal klischeehaft: Heiraten, Kinder kriegen, ein Haus bauen, Karriere machen. Das sind so Sachen, die sind halt in unserer Gesellschaft sehr hoch anerkannt. Aber ist es jetzt auch wirklich das, was der Einzelne will? Und so gehen wir dann immer tiefer und dann entsteht natürlich wirklich schon ein großes Werk; ein Buch eben.

Sascha: Und dieses Buch, oder diese Projekt-Liste, die arbeite ich dann anschließend ab und komme dieser Vision immer näher. Ist das ein Prozess, der ein Ende haben kann?

Solveig: Nein, der sollte kein Ende haben. Denn wenn ich da drangehe und ein Ende haben möchte, dann. Dann fange ich an, in diesem Wenn-dann-Denken zu sein. Dann denke ich, wenn ich meine Vision erreicht habe, wenn ich – keine Ahnung –  meine Berufung gefunden habe, wenn ich erst in meinem Familienleben irgendwie das spüre und das erlebe, was ich gerne erleben möchte, erst dann kann ich glücklich sein. Und das ist ein blöder Ansatz. So eine Vision, die verändert sich ja auch. In der Regel ist es so, je näher wir der Vision kommen, desto größer wird sie. Wir wollen dann noch mehr erreichen und wir wollen uns ja weiterentwickeln. Wir wollen in der Regel nicht irgendwann stehen bleiben und sagen „So, und das war’s jetzt und das will ich jetzt für den Rest meines Lebens“. Sondern wir wollen eigentlich immer mehr oder wir stellen auch auf dem Weg manchmal fest, das ändert sich und wir machen einen Richtungswechsel. Wir merken „Oh, das war ja doch nicht so, also irgendwie macht es mir doch nicht so einen Spaß, wie ich es dachte“. Und dann ist es wirklich blöd zu sagen „Also erst wenn ich das erreicht habe, dann gehe ich in die Vollen, dann bin ich zufrieden, dann bin ich glücklich“. Das ist etwas, auf das ich ganz viel Wert lege, also dass wir während dessen, also auf dem Weg dorthin auch zu sehen: Was habe ich alles schon? Worauf kann ich aufbauen? Was sind meine kleinen Erfolge? Dahin also, wirklich ein Auge dafür zu entwickeln, wie der Weg ist.

Sascha: Also, was du sagst, ergibt Sinn, dass ich, wenn die Vision erreichbar wäre, dann habe ich immer so einen Gedanken: Die eine Sache fehlt mir noch und wenn ich die habe, dann bin ich glücklich. Aber solange ich diese Sache nicht habe, bin ich nicht glücklich. Ich vermute aber, ich vermute aber, wenn die Vision größer wird, dass man dann sie nicht materiell größer werden lassen darf. Es darf dann nicht um das noch dickere Auto gehen, oder?

Solveig: Also es geht sowieso hauptsächlich um das Sein und um das Erleben. Es geht nicht so sehr um materielle Dinge. Genau. Denn wenn meine Vision hauptsächlich materielle Dinge enthält, also auch von Beginn an, dann kann ich ja erst glücklich sein, wenn ich das Auto habe. Also wenn ich den Ferrari will, ich habe aber den kleinen, wackligen Polo. Was dann? Dann finde ich das jedes Mal ätzend, wenn ich diesen Polo fahre. Eine Vision mit materiellen Dingen funktioniert das nicht so gut.

Sascha: Was sind denn so die typischen Kundinnen und Kunden, die zu dir kommen? Haben die eine Gemeinsamkeit?

Solveig: Es gibt mehrere Gruppen. In der Regel haben sie aber gemeinsam, dass sie auf der Suche sind nach mehr Erfüllung, nach mehr Sinn. Da muss es doch irgendwie noch mehr geben. Also Suchende, würde ich sagen. Und ganz oft sind diese Menschen eben auch in solchen in so Umbruchsituation. Entweder ja, haben sie irgendwie zum Beispiel einen Burnout erlebt oder sie haben sich gerade scheiden lassen oder sie. Also in der Regel sind das ja solche Ereignisse, die einen wirklich noch mal auch zum Nachdenken bringen und zum Hinterfragen, was man bisher so in seinem Leben geschafft und gemacht hat und ob das jetzt so der richtige Weg war. Also Menschen, die vor einem Neuanfang stehen und die aber auch gleichzeitig. Suchende sind.

Sascha: Man sagt ja immer so ein bisschen klischeehaft, wenn man sich trennt, dann verpasst man sich eine neue Frisur. Aber das ist natürlich nur Oberflächliches. Aber hier geht es dann um eine tiefgreifende Neuausrichtung. 

Ich kannte als Werkzeuge, um so eine Lebensweise schon hinzuschreiben, Grabrede, die im Buch von Stephen Covey benutzt wird. Und viele Leute sagen immer “Na ja, aber so eine Grabrede zu schreiben, die ist ein bisschen morbid”. Schreiben die Menschen bei dir im Coaching eine Grabrede über sich selbst? 

Solveig: Ich bin sehr zwiegespalten, was diese Methode betrifft, aber was daran definitiv sehr vorteilhaft ist, ist echt mal zu überlegen: Was hinterlasse ich im Sinne von Andenken anderer Leute? Meine Familie, meine Eltern, meinen Partner, meine Kinder? Was denkt meine Freunde? Was? Was fällt denen ein, wenn die an mich denken? Und habe ich den Eindruck hinterlassen, den ich gerne hinterlassen möchte? Unter diesem Gesichtspunkt finde ich das schon sehr, sehr spannend, darüber mal nachzudenken.

Sascha: So, jetzt hast du uns ziemlich am Anfang verraten, dass du auf einem Karriereweg unterwegs warst, bevor du dich neu orientiert hast. Lass uns ganz kurz darüber sprechen, über das Thema Karriere. Wenn ich es jetzt richtig verstanden habe, ist jetzt der Anteil des beruflichen, der Karriere in deiner eigenen Vision stark geschrumpft.

Solveig: Ja, das kann man so sagen. Genau.

Sascha: Und hast du, kann man deiner Meinung nach eine glückliche Lebensbasis oder eine, eine sinnstiftende was auch immer Lebensfunktionen entwickeln, wo die Karriere im Mittelpunkt steht? Hältst du das für vereinbar?

Solveig: Hm, nee, halte ich nicht für vereinbar. Also das geht sicher über einen gewissen Zeitraum mal, aber das kann kein gesundes Leben hervorbringen, wenn ich, wenn ich immer nur meine Karriere im Mittelpunkt habe.

Sascha: Gleiches gilt wahrscheinlich für Finanzen.

Solveig: Also ich würde sagen, das gilt für jeden Lebensbereich. Es ist egal. Wir haben verschiedene Lebensbereiche. Es gibt ja verschiedene Definitionen, wie viele das nun sind. Letztendlich sind es immer so Schlagwörter wie Gesundheit, mein inneres Selbst, meine Beziehungen, meine Karriere und Finanzen und den Lifestyle, den ich so habe. Also das sind so die Schlagwörter, die ich benutze. Und meiner Erfahrung nach müssen diese Bereiche schon gleichwertig behandeln werden. Ich kann das immer ganz gut erklären, wenn man sich ein Behältnis vorstellt, dessen Wände die verschiedenen Lebensbereiche sind, und in diesem Behältnis ist in flüssiger Form deine Energie, dann kann deine Energie insgesamt nur so hoch sein wie die höchste Säule, wie die höchste Wand deines Behältnisses. Ansonsten fließt deine Energie halt irgendwo raus. Deswegen müssen wir sicherstellen, dass wir das insgesamt auf einem guten, ausgewogenen Level halten.

Sascha: Verstehe. Gibt es einen Erfahrungswert, welche Wand bei den meisten Menschen am niedrigsten ist und für den Flüssigkeiten Austritt sorgt?

Solveig: Ja, also in der Regel ist es das innere Selbst. Also, wie gehen wir mit uns selbst um? Wie denn? Das kennen wir alle. Der innere Kritiker. Wie reden wir mit uns selbst? Wie? Wie wertschätzend sind wir einfach? Es ist unterschiedlich ausgeprägt, aber in der Regel ist das der Bereich der. Ähm, ja. Am niedrigsten ist.

Sascha: Also, dass man mit sich selbst zu hart und zu kritisch ins Gericht geht.

Solveig: Ja, genau.

Sascha: Okay. Wie lernt man, dass das nicht mehr zu tun?

Solveig: Es ist natürlich ein Prozess, also nicht von heute auf morgen. Und der erste Schritt ist ja wie immer, das überhaupt erst mal wahrzunehmen. Denn ganz oft passiert ja so was echt im Autopilot und wir merken das noch nicht mal! Also gleich von vornherein schon aufgeben und nicht daran glauben, dass man überhaupt was erreichen kann. Entweder gehe ich zu hart mit mir ins Gericht oder ich traue mir das schon von vornherein gar nicht zu. Und indem ich das erst mal wahrnehme und mir dann aber gezielt überlege: wie hätte ich es denn stattdessen lieber gerne und was kann ich machen? Das erarbeiten wir. Was kann ich machen damit? Damit ich das erreiche? Und natürlich ist das nicht von heute auf morgen, sondern dauert halt seine Zeit.

Sascha: Wie lang arbeitest du so typischerweise mit deinen Schützlingen zusammen? Kann man das sagen?

Solveig: Das ist sehr unterschiedlich. Worauf ich mich jetzt sehr spezialisiert habe, ist der Auftakt. Also erst mal sich dessen bewusst zu werden, was man erreichen will und warum und wie man es dann eben auch erreicht. Und ich gebe da auch ganz viel Struktur an die Hand, wie man auch am Ball bleiben kann. Weil darauf kommt es ja dann an, letztendlich am Ball bleiben muss jeder selber, das kann ja niemand für einen anderen tun. Und ich habe dann schon mal regelmäßig nach einem Jahr oder so noch mal Kontakt, aber das muss derjenige ja dann auch selbst wollen. Also im Prinzip ist erst mal die Hauptarbeit überhaupt diese, also dieser Auftakt, sich dessen bewusst zu werden und so einen Fahrplan mitzugeben.

Sascha: Und wenn jetzt jemand in so einer ganz akuten Phase ist, Burnout, Depression oder sonst irgendetwas, was ist dann der richtige Punkt, um mit dir in Kontakt zu treten, begleitend zu einer Therapie oder im Anschluss an eine Therapie? Kann man das sagen?

Solveig: Auch das ist sehr unterschiedlich. Wenn man jetzt wirklich auf dem im tiefsten Tal seines Burnouts steckt oder einer Depression, dann ist das vielleicht schwierig, einfach da so ein zusätzliches Paket aufzunehmen, weil das erfordert schon viel Konzentration und auch viel Visionsarbeit. Ja, ich blicke in die Zukunft und ich sehe da etwas Tolles, was ich erreichen möchte und bin da sehr kreativ und lasse mich eben nicht runterziehen von Grenzen, die ich mir selbst auferlege. Und auf der einen Seite ist es auch sehr Typ-abhängig und kann Leuten total viel Kraft und Motivation. Mich holt das dann aus dem tiefsten Loch wieder raus. Natürlich nicht sofort, sondern im Prozess. Aber es gibt auch Leute, denen ist das einfach gerade viel zu viel und die brauchen einfach noch mehr Erholungszeit. 

Sascha: Das gefällt mir. Du bist jetzt also kein purer Mindset-Coach, sondern die Leute müssen auch anpacken. Die müssen auch was tun, dass diese Bereiche besser werden. Das diese Wände höher werden von diesem Behälter. ch hätte noch ein Schlagwort, zu dem ich gern deine Meinung hören würde. Und das ist YOLO. You only live once. Fluch oder Segen?

Solveig: Es ist sehr witzig, dass du das sagst, weil ich lese gerade ein Buch. Das Leben ist zu kurz für später. Und es könnte ja sein, dass du demnächst stirbst. Da habe ich immer gedacht, da denkt man ja gar nicht mehr in die Zukunft, sondern lebt nur noch im Moment und nur noch am Feiern und am Genießen. Das gefällt mir nicht so sehr. Natürlich ist das mal okay, aber nicht als grundsätzliche Lebenseinstellung. Und auch da muss halt immer die Mischung sein. Es muss die Mischung sein zwischen Ich koste den Moment aus und plane aber auch für die Zukunft.

Sascha: Genau. Also das war auch immer mein Gedanke. Wenn man es dann zu sehr auf die aktuellen Jahre bezieht, muss man auch im Blick haben, man ist ja aber auch dann nur einmal erwachsen und nur einmal im Ruhestand. Und wenn man dann die Altersvorsorge vergessen hat, ist auch blöd.

Solveig: Genau. Ja, ja, total hast du recht.

Sascha: Das Ganze ist aber wirklich, wie du gesagt hast, ein sehr individuelles Thema. Es kommt da ganz feinfühlig auf die Balance an, dass man also eben nicht ab heute nur noch Yoga am Strand macht, aber auch nicht nur noch für die Unternehmensberatung schuftet, aber auch nicht nur noch verwilderte Kaninchen streichelt für den Naturschutz. Wenn wir jetzt mit dir in Kontakt treten wollen, dann habe ich auf deiner Webseite gesehen, du arbeitest gerade an einem Onlinekurs bzw. an der ersten Version eines Onlinekurses. Erzähl uns doch dazu etwas.

Solveig: Ja, also das Ganze. Das heißt Vision Planning for Life. Und das ist das, was ich jetzt über die letzten Jahre im eins zu eins Coaching gemacht habe. Dieser Auftakt, von dem ich vorhin gesprochen habe, den arbeite ich jetzt gerade als Onlinekurs aus. Und da geht es darum, eben eine ganzheitliche Lebensvision zu entwickeln, damit genau das, was du da gesagt hast, nur noch Yoga am Strand und so, dass das nicht passiert, sondern dass ich mir wirklich alle Lebensbereiche angucke und schaue, was ich da erleben will. Also nicht, was ich haben will, sondern was ich erleben will, warum ich das will und was ich heute schon habe, also worauf ich aufbauen kann und wie ich das umsetzen kann. Ich gebe da ganz, ganz viel Struktur mit an die Hand. Ich habe ein System erarbeitet, mit dem das wunderbar funktioniert. Letztendlich gebe ich immer nur den Rahmen vor. Den Inhalt muss natürlich jeder selbst erarbeiten, weil das für jeden Menschen ganz komplett unterschiedlich aussieht. Und in dieser ersten Version wird es sozusagen als Coaching stattfinden. Ich muss noch genau prüfen, wie ich das mit einer ganzen Gruppe mache. Das ist ja doch noch ein bisschen anders, als wenn ich immer nur eine Person da habe. Deswegen gibt es jetzt gerade die einzigartige Möglichkeit, an diesem Programm sehr vergünstigt teilzunehmen. Das wird später mal rund 400 € kosten. Und jetzt gerade? Kann man für 97 € mitmachen und kann sich auch noch einbringen und hat mich auch live dabei. Es soll am Ende ein automatisierter Onlinekurs dabei herauskommen. 

Sascha: Verstehe. Gibt es da irgendwelche Limitierungen? Also muss man sich bis zu einem gewissen Datum angemeldet haben, oder ist die Anzahl der Plätze limitiert?

Solveig: Genau. Ich habe ein Limit von 50 Teilnehmern gesetzt. Ich will ja auch gewährleisten, dass die Leute alle zufrieden sind und alle das erreichen, was sie, was sie erreichen möchten. Und der Anmeldeschluss ist spätestens am 23. April. Start ist dann der 25. April.

Sascha: Das bedeutet also, wenn man die Folge jetzt hört, kann ich sagen „Leute, wenn ihr dabei sein wollt, beeilt euch!“ Und ich weiß auch aus eigener Erfahrung: Es lohnt sich, so was zu machen, in so was zu investieren und nicht immer nur in die Karriere oder nicht immer nur in die Gesundheit zu investieren. Vielleicht erinnert euch noch an mein Dschungel-Bild: Ab und zu mal auf die Palme zu klettern und die ganze Umgebung im Blick zu behalten. Oder in deinem Bild die Wände dieses Energiegefäßes in Balance zu halten. 

Solveig, vielen Dank, dass du uns diese Einblicke gewährt hast, dass du ein bisschen darüber geredet hast. Das hat da auch noch mal für mich ganz viele interessante Bilder und Gedanken dabei, die ich mitnehme. Freue mich, dass du das mit uns geteilt hast. Deine Kontaktadresse bzw. die die Anmeldemöglichkeiten zu deinem Onlinekurs packen wir natürlich in die Shownotes. Also wer jetzt nicht mitgeschrieben hat, einfach in den Shownotes klicken und dann kommt man zu dir. Und dann würde ich sagen, wünschen wir allen, die zugehört haben, ein paar schöne Tage bis dahin. Und macht’s gut.

Solveig: Tschüss. Macht’s gut. Vielen lieben Dank, dass ich da sein durfte, Sascha. Ciao!

Personalisierte Nahrungsergänzung mit Loewi

Auf Basis eines Bluttests stellt Loewi individualisierte Nahrungsergänzug her. Ich teste das Granulat.

In meinem bisher blutigsten Video habe ich zu Hause einen Bluttest von Loewi (https://loewi.com/) gemacht, um herauszufinden, welche Nährstoffe mir fehlen könnten. Dabei war ich eigentlich sicher, dass mir nichts fehlen würde

Den Beitrag bei YouTube ansehen

Nährstoffmangel?

Ich war mir deshalb so sicher, weil ich hochwertige Präparate nehme, die mich optimal Vitaminen und Mineralien versorgen sollten. Und tatsächlich war ich auch überdurchschnittlich gut versorgt. Speziell bei den Vitaminen, Eisen und Kupfer war auch alles optimal.

Nicht so gut lief es aber bei Selen, Cholesterin, den Triglyceriden und meinem Omega-3-Index. Und das Problem kann fast einen Punkt gebracht werden: Ich esse zu wenig Fleisch und/oder zu wenig Fisch, dafür zu viele Kohlenhydrate.

Mein Loewi-Score

Das ist teilweise Absicht, weil ich mich oft freiwillig vegetarisch ernähre. Natürlich könnte ich meinen Loewi-Score nur durch die Ernährung an sich verbessern, ohne irgendwelche Nahrungsergänzungsmittel. Dennoch habe ich mir die Frage gestellt, geht es auch mit Nahrungsergänzung.

Individuelle Nahrungsergänzung

Auf Basis des Bluttests hat Loewi für mich individuell ein Granulat zusammengestellt, dass mich mit einem Löffel am Tag optimal versorgt. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mir zusätzlich ein Omega-3 besorgt. Viel hilft viel. So eine Packung hält drei Monate und kostet 75 € pro Monat. Das finde ich vergleichsweise günstig.

Jetzt nehme ich täglich einen Löffel des Loewi-Granulats und spüle das mit Wasser runter. Es ist ziemlich Geschmacksneutral und geht prinzipiell auch gut runter. Ein bisschen nachspülen muss man aber. Zum einen weil, das Granulat mit viel Flüssigkeit getrunken werden soll, zum anderen, weil immer noch ein Krümelchen irgendwo hängen bleibt.

Man kann das Granulat aber z.B. auch in den Joghurt mischen. Welche Farbe das Granulat hängt, ist individuell unterschiedlich. Je nachdem, welche Mängel bei eurem Bluttest herausgekommen sind und ob ihr angegeben habt, dass ihr bereits sonstige Nahrungsergänzung nehmt.

Ich nehme es jetzt bereits seit einer Woche, und das ist natürlich zu kurz für ein Fazit. Daher melde ich mich in drei Monaten nochmal, wenn der nächste Bluttest ansteht ⇨ den Newsletter empfangen, um das nicht zu verpassen

10 Geschenkideen für fitte Menschen

Auf der Suche nach einem Geschenk für einen fitten Menschen oder einem, der es werden will? Hier 10 Geschenkideen für fitte Menschen. Ich habe euch Vorschläge aus den Kategorien Ernährung, Trainingsequipment und Regeneration meine Lieblingsprodukte herausgesucht. So ist für jeden Fitnessbegeisterten etwas dabei.

Geschenkidee 1: Fitness-Box “Paleo” – 16€

Die Paleo-Ernährung ist ein anhaltender Trend in der Fitness-Welt. Für jeden, der mal reinschnuppern möchte, ohne sich gleich ein Tier jagen zu müssen gibt es von eat perfomance einen kleinen Paleo-Fresskorb:

Geschenkidee 2: Veganes Omega-3 – 32€

Geschenk-Tippp für fitte Menschen: Veganes Omega-3 von FitLine
Veganes Omega-3 von FitLine

Über die Wirkung von Omega-3 muss man vermutlich nicht mehr viel schreiben. Seine Vorteile sind ebenso legendär, wie es bei vielen Menschen zu knapp vorhanden ist. Wer das beheben möchte, muss jetzt nicht mehr zu Fischöl-Kapseln greifen. Ich selbst bevorzuge das vegane Omega-3 von FitLine.

Geschenkidee 3: Stoffwechselbooster Activize – 30€

Eine Dose Activize (wieder von FitLine) kann der ideale Energieschub sein, der einem hoch von der Couch und in die Trainingsklamotten treibt. Anders als die zusammen-gepunchten Booster, die man sonst nur unter der Ladentheke kaufen kann, könnt ihr hier dank natürlichem Niacin, B- und C-Vitaminen unbesorgt sein:

Geschenk-Tippp für fitte Menschen: FitLine Activize Oxyplus liefert exakt die Wirkstoffe, die unser Körper zur Erzeugung von Energie braucht.
FitLine Activize Oxyplus liefert exakt die Wirkstoffe, die unser Körper zur Erzeugung von Energie braucht.

Bonus-Tipp: Der Vier-Minuten-Fatburner – 1€

Hat der oder die beschenkte keine Zeit für Fitness? Kein Problem, zeige ihm/ihr, wieso vier Minuten reichen können:

Geschenkidee 4: Trinkflasche Camelbak – 20€

Eine gute Trinkflasche gehört zu den absoluten Basics. Ich habe unzählige billige Trinkflaschen verschlissen, bis ich endlich bei Camelbak gelandet bin:

Geschenkidee 5: Freeletics Abo – ca. 70€

Personal Training ohne Personal Trainer im eigenen Home Gym. Das geht. Mit Freeletics. Ich selbst bin dort zufällig vor zwei Jahren gelandet und der App treu geblieben. Egal ob zu Hause, auf Reisen, im Studio oder Draußen: Bei Freeletics kommen alle Leistungsstufen ins Schwitzen.

Geschenkidee 6: Eine Kettlebell – 40-100€

Eine Kettlebell ist DAS wichtigste Trainingsgerät überhaupt. Für den Anfang reicht eine einzige Kettlebell auch völlig aus.

Bonus-Tipp: Kettlebell-Training von Pavel

So genial eine einzige Kettlebell als Trainingsgerät auch ist, so wenig selbsterklärend ist sie. Dieses Buch von Pavel schafft Abhilfe:

Da ich so begeistert von dem Buch bin, habe ich darüber auch einen eigenen Beitrag geschrieben.

GeGeschenkidee 7: TRX – 100-200€

Wem eine Kettlebell zu archaisch ist, der ist beim TRX gut aufgehoben. Es lässt sich fast überall montieren: An Türen, Treppengeländern, Bäumen, Schaukeln. …

Dabei ist es gleichzeitig kompakt und somit der ideale Begleiter auf Reisen. Mein Tipp ist das offizielle TRX, und nicht das billige Duplikat aus dem Discounter. Es ist hochwertig, sicher und hält bei mir schon über 10 Jahre:

Geschenkidee 8: Foam Roller – 20-40€

Kommen wir zum Thema Regeneration. Das ist für alle Fitnessbegeisterten fast genauso wichtig wie das Training selbst. Foam Roller haben eine steile Karriere hingelegt. Für viele das wichtigsten Werkzeug zu aktiven Regeneration. Egal ob im Studio oder zu Hause: Eine Runde Selbst-Message mit dem Foam Roller zaubert Entspannung in die Muskeln.

Geschenkidee 9: Akkupressurmatte – 20€

Mehrmals pro Woche werde ich Abends vorm Fernseher zum Fakir. Eine stachelige Akupressurmatte piekst einem in die sanfte Entspannung. Nie war ein leichter Schmerz angenehmer.

Geschenkidee 10: Massage-Pistole – ab 80€

Der nächste Star am Fitness-Himmel: Massage-Pistolen. Während sie zu Beginn wegen des hohen Preises (400€) nur von Physios oder professionellen Trainern gekauft wurden, gibt es mittlerweile viele erschwingliche und dennoch gute Modelle am Markt. Noch ein Geheimtipp für fitte Menschen!

Ich hoffe dir haben meine 10 Geschenktipps für fitte Menschen und du konntest jemandem damit eine Freude machen!

Möchtest du noch mehr Informationen für dein Training und deine Ernährung erhalten? Dann komm in meine kostenlose Community:

Black Friday bei Hello Fresh

Dieses Jahr bekommt ihr von mir nur einen einzigen Tipp für den Black Friday, und das ist Hello Fresh. Dort gibt es gerade für neue Kunden bis zu 80€ auf 4 HelloFresh Kochboxen, inklusiver kostenloser Lieferung der 1. Box.

Achtung: Das Angebot gilt nur bis zum 29. November! Benutzt den Code „HELLO80AFF“.

Wer sich nicht sicher ist, ob HelloFresh das richtige für ihn ist, kann sich hier meinen Testbericht durchlesen oder meine Pinwand bei Pinterest ansehen:

Meine Pinwand mit HelloFresh-Rezepten bei Pinterest

ClickUp und andere Raketenwissenschaften

Warum To-do-Listen mit vielen Features von Nachteil für deine Produktivität sind.

Dass die klassische Todo-Liste zu simpel ist, um im modernen, schnellen Alltag standhalten zu können, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Auf der anderen Seite des Spektrums steht exemplarisch die Todo-App ClickUp, die mich regelmäßig mit ihrer vielen Features, Buttons, Begriffen, usw. erschlägt.
Fühlt sich an wie eine Raketenwissenschaft! Damit kann man scheinbar alle Aspekte und Bedürfnisse an eine Todo-App abbilden. Kompromisse sind fast keine nötig. Warum das aus meiner Sicht dennoch der falsche Weg ist, der Komplexität des Alltags zu begegnen, und wieso Landkarten nicht den Maßstab 1:1 haben, hört ihr in dieser Folge.

Jetzt im Podcast anhören:

Keine Zeit für Fitness – auch auf Pinterest

Neben dem Blog hier an dieser Stelle und meinem YouTube-Kanal bin ich auch auf Pinterest unterwegs: www.pinterest.de/ptsascha/

Sascha Feth auf Pinterest
Keine Zeit für Fitness auf Pinterest

Freut euch dort auf regelmäßige Pins mit Anregungen für euer Training und gesunde Ernährung. Speziell für Menschen mit wenig Zeit.

Unser Training stinkt

Unser Training stinkt und unsere Ernährung stinkt. Statt uns aber sinnbildlich zu waschen, sprühen wir Deo drauf. Ist das nicht verrückt?

Dieser Beitrag ist am 04.10.2021 in meinem Newsletter erschienen.

Im Geschichtsunterricht hat uns der Lehrer mal erzählt, dass die Adligen früher eigentlich stark gestunken haben. Doch anstatt sich zu waschen, haben sie einfach mehr Parfüm verwendet. Sie konnten es sich leisten und es war eine bequeme Alternative. Die ganze Klasse war von dieser Schilderung angewiedert. Ist das nicht verrückt? Wie kann man auf die Idee kommen ein Gestank-Problem mit Deo zu lösen? Uns allen ist klar dass ich so etwas in der modernen Gesellschaft unerwünscht ist. Außer in Notfällen käme keiner von uns auf die Idee das zu tun oder auch noch stolz darauf zu sein.

Wirklich? Tatsächlich tun wir das aber an mindestens zwei anderen Stellen und sind sogar stolz darauf: Fitnes und Ernährung. Ist das nicht verrückt?

Diese Post kannst du auch im Podcast anhören:

oder auf YouTube ansehen:

Warum unser Training stinkt

… und das hat nichts mit Schweiß zu tun. Der Deo-Vergleich erinnert mich leider an unsere aktuellen Trainings- und Ernährungsgewohnheiten. Beginnen wir also mit der Frage, was heutzutage in unserem Training schief läuft.

Wir müssen nicht weit in der Zeit zurück gehen, maximal bis zu unseren Großeltern, um in einer Phase zu landen, in der die Menschen im Durchschnitt körperlich sehr viel aktiver warn. Unzählige kleine und große Helfer unseres modernen Lebens fehlen. Küchengeräte, Baumaschinen oder ein Auto können sich nur wenige leisten. Über zu wenig körperliche Betätigung beklagt sich fast niemand. Auf die Idee, sich jetzt noch zusätzlich in einem Fitnessstudio abzumühen käme niemandem. Schon gar nicht, wenn man es bezahlen muss.

Heute genießen wir einen Komfort, der uns in die körperliche Inaktivität treibt. Bevor wir auf ihn verzichten, nehmen wir lieber zusätzliche Mühen in Form von Geld Zeit und Schweiß auf uns, um einen Ausgleich zu schaffen.

Manche Menschen sind zu faul für Fitness. Aber auch alle, die Fitness betreiben, sind zu faul für ein körperlich anstrengendes Leben. Mich selbst eingeschlossen. Nutze diesen Gedanken, um ein paar Stellen in deinem Leben zu finden, wo du dir bewusst etwas Komfort sparen kannst.

Unsere Ernährung stinkt leider auch

In unserer modernen Ernährung ist es leider nicht anders. Der einzige Grund, warum wir uns überhaupt mit dem Thema herumschlagen müssen ist, weil unsere Ernährung komfortabel geworden ist. Mal abgesehen von ein paar möglichen Allergien und Unverträglichkeit müssen wir auf nichts verzichten. Wir müssen nicht warten oder gar lange hungern. Der nächste Döner oder Burger ist selten mehr als zehn Minuten von uns entfernt. Es muss sich auch niemand mit Lebensmitteln begnügen, die nicht schmecken. Abgesehen von Kindern.

Kurz: Wir müssen nichts mehr aushalten. Ständige Verfügbarkeit stellt das sicher.

Wer langfristig etwas ändern will, muss die Absurdität darin erkennen. Und dann ist die Lösung einfach: Sorge bewusst für Unverfügbarkeit. Gestehe es deinen Mahlzeiten zu, dass sie nicht immer ruckzuck zubereitet werden können. Das dein Lieblingsessen mal nicht in wenigen Minuten auf deinem Keller liegen kann. Das dich nicht jedes Getränk mit feinem Geschmack verwöhnen muss. Das im Schrank neben dem Fernseher eben nicht ein breites Sortiment aus Chips und Schokolade auf dich wartet.

Keine Sorge, wir müssen nicht direkt damit anfangen unser Essen wieder selbst zu jagen. Für den Anfang reicht es aber schon, dem verwöhnten, reichen Kind, das doch irgendwie in uns allen schlummert, nicht immer nachzugeben.

Habe einen tollen Start in die Woche!
Dein Coach Sascha

September ist der neue Januar

Ich will dir heute einen Gedanken mitgeben: September ist der neue Januar. Was das für dich und dein Training bedeutet erfährst du in diesem Video.

Hattest du letztes Neujahr den Vorsatz, endlich wieder öfter ins Fitnessstudio zu gehen? Vermutlich nein, denn die Studios waren wegen des Lockdowns geschlossen. Mit steigenden Temperaturen öffneten die Studios wieder. Für gewöhnlich strömen dann die Massen aus den Studios um sich draußen zu bewegen. Doch jetzt ist der Sommer vorbei, und September ist der neue neue Januar für deine Fitnessmotivation:

Keine Zeit für Fitness!? Noch mehr Fitness-Motivation gibt es auf meinem YouTube-Kanal und in meinem Newsletter.

Du liest diesen Beitrag in einem anderen Monat als September? Kein Problem, denn einen Neustart kannst du jederzeit hinlegen. Den insbesondere Neujahrsvorsätze, die wirklich ernst gemeint sind, sollten nicht bis zum 1. Januar warten.

Unboxing Bluttest von Loewi

Bist du optimal mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt? Wenn du das sicher willst, und kein Problem mit Blut hast, habe ich einen Vorschlag für dich: Den Bluttest von Loewi, um personalisierte Nahrungsergänzung zu erhalten.

Diesen Beitrag kannst du dir auch auf YouTube anschauen:

Nicht immer merkt man, ob einem ein Mikronährstoff – und vor allem welcher – fehlt. Vitamin D, Vitamin B, Eisen oder Magnesium? Um sicher zu gehen kann man mit der Gießkanne die komplette Bandbreite zuführen. Das war und ist auch meine Strategie (ich trinke seit über einem Jahr täglich den Power Cocktail & Restorate). Damit habe ich mich immer optimal versorgt gefühlt.

Dann wurde ich via LinkedIn auf die neu gegründete Firma Loewi hingewiesen. “Personalisierte Nahrungsergänzung” soll die Gießkanne ersetzen und mir täglich genau die notwendige Dosis an Mikronährstoffen liefern, die ich brauche. Dazu muss Loewi natürlich vorher wissen, was genau mir fehlt und woran ich einen gesteigerten Bedarf habe. Und da kommt mein Blut ins Spiel.

Unboxing Bluttest von Loewi

Loewie (https://loewi.com/) ist eine Ausgründung der TU München, die sich um personalisierte Gesundheitsförderung kümmert. Für 199€ kann man sich einen Bluttest, zur genauen Bedarfsanalyse, nach Hause bestellen. Auf dieser Grundlage wird dann ein Pulver bzw. Granulat für die individuellen Bedürfnisse abgefüllt.

Wenige Tage nach meiner Bestellung war das Test-Kit in meinem Briefkasten. Darin enthalten war ein kleines Röhrchen, das bis zu einer Markierung mit Blut gefüllt werden soll. Zusätzlich muss etwas Blut auf eine Trockenblutkarte. Dazu liegen drei Lanzetten, also kleine Piekser, bei. Mit ihnen soll Blut aus dem Ringfinger gewonnen werden. Desinfektionstücher und Pflaster liegen ebenso wie eine ausführliche Anleitung und ein Rücksendeumschlag bei.

Prinzipiell kann man ein Blutbild auch beim Hausarzt machen lassen. Um aber – wie bei Loewi – ausführlich auf 28 Biomarker (das sind spezielle Werte bzw. Konzentrationen von wichtigen Stoffen) zu prüfen, reicht das übliche durch Ärzte erstellte Blutbild nicht aus, sondern es ist ein spezielles größeres Blutbild notwendig. Das muss dann ebenfalls selbst gezahlt werden. Rein monetär spielt es also kaum eine Rolle, ob du das Blut zu Hause oder in der Praxis fließen lässt. Loewi selbst sagt dabei auch, dass ihr Test keinen Termin beim Arzt ersetzt.

So läuft der Bluttest zu Hause ab

Dank ausführlicher Anleitung von Loewi sollte eigentlich nichts schief gehen. Man soll den Test am besten morgens, auf nüchternen Magen, machen. Zur Vorbereitung legt man den Arm ein paar Minuten in warmes Wasser und regt mit streichenden Bewegungen die Durchblutung an. Um auf Nummer sicher zu gehen, mache ich noch ein paar Hampelmänner. Dann Finger desinfizieren, Lanzette ansetzen und STICH! Natürlich kostet es kurz Überwindung sich selbst in den Finger zu stechen. Wirklich weh tut es nicht. Ich sehe rot.

Der erste Tropfen soll, wegen möglicher Verunreinigungen, nicht verwendet werden. Der zweite Tropfen kommt schon zögerlicher raus und will einfach nicht abtropfen. Also streiche ich ihn am Rand des kleinen Röhrchens ab. Etwas Blut gelangt ins Innere, der Rest ist über meine Fingerkuppe verschmiert. Es wird schwerer die Einstichstelle zu erkennen. Ich drücke und streiche weiter fleißig Blut Richtung Ringfinger, verliere aber den Glauben daran, das Röhrchen füllen zu können. Zumindest nicht, bevor ich blass werde und eine Pause machen muss. Ich lege mich flach hin und warte bis die Lebensgeister meinen Kreislauf wieder aus seinem Tief holen. Der zweite Anlauf, mit noch noch wärmerem Wasser und noch mehr Hampelmännern ändert das ebenfalls nicht wirklich. Frustriert beende ich die Aufnahme für YouTube.

Erst mit Unterstützung meiner Frau (und noch mehr Bewegung um den Kreislauf anzuregen) wird es besser. Jetzt ist zuerst die Blutkarte dran, dann wieder das Röhrchen. Die Füllmarkierung ist leider noch immer nicht erreicht. Zwangsweise hören wir auf, weil alle Lanzetten aufgebraucht sind. Ich schalte YouTube wieder an, gebe mich entspannt und mache alles fertig für den Versand. 

Warten auf das Laborergebnis

Mit ungutem Gefühl bringe ich mein Blut zur Post. Das dürfte auf keinen Fall reichen, um damit eine ordentliche Analyse zu machen. Ich hoffe darauf, dass ein*e virtuose*r Labormitarbeiter*in geschickt auch aus dieser kleinen Menge meinen Bedarf ermitteln kann. Andernfalls hätte ich 174€ in den Sand gesetzt – 199€ minus 25€ Rabatt wegen des Rabatt-Codes „LW-Sascha-Feth„. Meine erste Lektion ist also: Nächstes Mal gehe ich vorher Laufen oder lasse es bei meinem Kooperationsarzt machen (Loewi besteht nicht darauf, dass der Test bei ihnen bestellt wird).

7 Tage später erreicht mich eine E-Mail: Mein Laborergebnis ist da. Ein Klick auf den Link zeigt mir direkt die Information, dass ich an drei Stellen kritisch unterversorgt bin. Absurderweise bin ich damit überglücklich, denn das Labor konnte meine geringe Blutmenge auswerten.

Wie geht es nun weiter? Jetzt muss ich mir die drei Mängel genauer anschauen, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Schließlich wähnte ich mich doch optimal versorgt. Anschließend hilft mir Loewi mit meinem persönlich gemixten Granulat dabei, sie zu beseitigen. Die Details dazu gibt es in einem eigenen Post!

Wenn du das nicht verpassen willst, dann abonniere meinen YouTube-Kanal oder trage dich in den kostenlosen Newsletter ein:

Als Begrüßungsgeschenk erhälst du den Vier-Minuten-Fatburner gratis.

Muss man wirklich 10.000 Schritte am Tag gehen?

Muss man wirklich 10.000 Schritte am Tag gehen? Spoiler: Nein. Wie viel Bewegung ist dann notwendig für ein gesundes Leben?

Vor geschätzt 15 Jahren hatte McDonald’s einen Image-Wechsel-Anfall und hatte viele Salate in Programm genommen. Auf Grund des Geschmacks wäre mir das nicht im Gedächtnis geblieben, wohl aber auf Grund eines Gimmicks, dass es dazu gab: Einen Schrittzähler.
Zur damaligen Zeit noch eine Variante mit kleiner Kugel darin, die Erschütterungen gezählt hat. Ich habe ihn mir an den Hosenbund gesteckt und heimlich getragen. Eigentlich war es mir peinlich. Mit ihm kam die Anweisung, 10.000 Schritte am Tag zu gehen. Bereits am ersten Tag war ich ernüchtert, wie weit ich davon entfernt war. Also ging/joggte ich in meinem Schlafzimmer auf und ab, bis die Zahl vor war. Dabei fühlte ich mich – völlig ahnunglos von Trainingslehre – wie die sportliche Speerspitze des Landes. Schließlich ging ich 10.000 Schritte. Zehntausend!

Für eilige: Hier die Kurzzusammenfassung ansehen

Heute trägt gefühlt jeder zweite einen Fitness-Tracker, z.B. von FitBit. Die gute Nachricht für alle Fitness-Tracker besitzer: Ihr müsst keine 10.000 Schritte am Tag gehen. Das war ein Werbegag, der sich selbst überlebt hat (hier auf Stern.de nachzulesen). Damit stellt sich die Frage: Wie viel Schritte musst du denn jetzt am Tag gehen?

Lesetipp

Du musst nicht 10.000 Schritte am Tag gehen und dein Ausdauertraining muss auch nicht eine Stunde dauern.


Mehr erfahren: Der Vier-Minuten-Fatburner

Wie man zu solchen Empfehlungen gelangt

Während der Stern-Artikel dann versucht eine Ersatz-Zahl zu finden rate ich dir: Hör‘ auf Schritte zu zählen.
Zu solchen Empfehlungen gelangt man, indem man sich Testpersonen anschaut und erfasst wie häufig diese von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind. Außerdem fragt man von jedem Teilnehmer eine Reihe von Eigenschaften ab, wie z.B. ob sie Rauchen oder viel Sport sie machen. Gesucht ist dann ein Merkmal, dass die Erkrankungshäufigkeit stark beinflusst.
Finden kann man das z.B. in 150 Minuten forderndem Training. Der Anteil der Befragten, der weniger trainiert, hat dann deutlich häufiger mit den Erkrankungen zu kämpfen, als der Anteil der mehr trainiert. Also werden den Menschen 150 Minuten intensives Training verordnet, die es richten solle . 150 Minuten intensives Training pro Woche sind die damit die neuen 10.000 Schritte am Tag. Besser gessagt: Sie sollen es zumindest sein.

Machen wir zur Sicherheit den Test, ob wir der Swimmers Body Illusion auf den Leim gegangen sind. Sind die Leute gesund, weil sie viel trainieren, oder trainieren sie viel, weil sie gesund sind? Ich vermute, dass beide Effekte auftauchen. Sicherlich wird es aber auch Leute geben, die ohne Bewegung viel früher oder überhaupt erst erkrankt wären. Somit sollte man also der Empfehlung folgen, oder?

Folge der Empfehlung NICHT um dein Gewissen zu beruhigen

150 Minuten intensives Traning pro Woche ist zwar nicht wenig, aber nicht in jedem Fall genug. Wer sich zwei- bis dreimal pro Woche aufs Laufband oder den Crosstrainer zwingt, ansosnten aber einen passiven und ungesunden Lebensstil pflegt, der wiegt sich in einer trügerischen Sicherheit. Vielleicht schaffen es die 150 Minuten dann nur, Passivität, schlechtes Essen und vielleicht auch Alkohol und Tabak zu kompensieren. Darüber hinaus ist dann nichts gewonnen. Viel zu häufig trifft man auf eine Mentaliät der Form: „Jetzt ich habe meinen ‚Sport‘ gemacht, jetzt kann ich mir doch XYZ gönnen„. Leider meinen mir „gönnen“ zu oft etwas ungesundes. Dazu kommt, das hier Ausdauer- und Krafttraining in einen Topf geworfen werden.

Was solltest du also tun? Bewege dich täglich, trainiere mehrmals pro Woche deine Kraft und Beweglichkeit sowie deine Ausdauer. Pfeif auf die Anzahl der Schritte und höre auch nicht auf, nur weil eine Zahl auf deinem Fitness-Tracker erreicht ist. wenn du dich dann denn noch für ein erreichtes Ziel belohnen willst, dann tue das nicht mit ungesundem Essen sondern mit etwas wohltuenden wie einer Massage.

Möchtest du noch mehr Informationen für dein Training und deine Ernährung erhalten? Dann komm in meine kostenlose Community: