Bioniq verschenkt den Re-Test

Vielleicht kennst Du das: Du ahnst, dass Deine Nährstoffversorgung nicht optimal ist und möchtest das ändern. Die Menge an Präparaten, die man offline und vor allem online kaufen kann, ist schier unendlich. Aus der Freiheit der Wahl, wird die Qual, sich mit biochemischen Details beschäftigen zu müssen. Schließlich gilt es neben den Unterversorgungen auch die Überdosierung zu vermeiden. So ging es von Mitte 20 bis Ende 30. Erst Bioniq sollte damit endlich Schluss machen.

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Bis Ende Januar 2023 bekommst Du im Nährstoffabo den Re-Test im Wert von 99 € kostenlos. Er wird Dir automatisch nach ca. 2 Monaten zugesendet.

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Personalisierte Nahrungsergänzung beginnt blutig

Vor über einem Jahr habe ich zum ersten Mal von meinen Erfahrungen mit Bioniq (damals noch Loewi genannt) berichtet:

Eigentlich kann ich mein eigenes Blut nicht sehen. Entsprechend unbeholfen habe ich mich beim ersten Bluttest angestellt. Das kleine Röhrchen war nicht mal zur Hälfte gefüllt, und ich wollte schon mehrfach abbrechen. Gleichzeitig habe ich das Konzept geglaubt und wollte endlich auch davon profitieren. Also biss ich mich durch und bekam wenige Wochen später mein erstes Granulat zugesendet. Davon habe ich in diesem Video ausführlich berichtet:

Seitdem habe ich über ein Jahr lang jeden Morgen fleißig meinen Löffel Granulat zu mir genommen. Manchmal pur mit Wasser, manchmal ins Müsli gerührt.

Testen lohnt sich

Nach ein paar Monaten stand der nächste Test an. Bioniq hat mich per E-Mail daran erinnert. Der Re-Test ist freiwillig und so habe ich ihn erst mal vor mir her geschoben. Gleichzeitig war mir klar: Bioniq muss wissen, ob die neue Dosierung auch wirklich optimal für mich funktioniert. Mit leicht flauem Gefühl im Magen habe ich mir Anfang 2022 den zweiten Test bestellt. An einem Morgen der Folgewoche, an dem ich mich besonders mutig gefühlt habe, griff ich zur Lanzette (einer kleinen automatischen Nadel, die genau mit der richtigen Tiefe in den Finger pikst). Dieses Mal lief alles butterweich. Ruck Zuck war das Röhrchen gefüllt und mein Stolz hatte ebenfalls einen Höchststand erreicht.

Belohnt wurde ich als das Analyse-Ergebnis wenige Tage später eintraf: Die Mischung hatte fast alle Mängel behoben. Einzig zwei Nährstoffe wurden nochmals angepasst.

Zu Hause oder beim Hausarzt

Diesen Sommer (2022) stand nun der dritte Test an. Obwohl ich mich als Bluttest-Profi begreife, sollte es dieses Mal ein Blutbild beim Hausarzt werden. Preislich liegt das ein wenig höher, als der Re-Test von Bioniq, dafür sind die Ergebnisse deutlich hochwertiger und es können z.B. auch die Metalle besser interpretiert werden.

Das Laborergebnis wird einfach an Bioniq weitergeleitet und wird für die nächste Mischung berücksichtigt. Einzig das Cholesterin war jetzt noch zu hoch. Das ist direkt auf meine Essgewohnheiten rund um Milchprodukte zurückzuführen. Gleichzeitig bedeutet das, dass Bioniq sein Versprechen erfüllt hat. Jetzt nehme ich genau die Nährstoffe in genau der Dosierung zu mir, die ich brauche. Nicht zu viel und nicht zu wenig.

Natürlich kann sich diese Balance jederzeit ändern. Die dunkle Jahreszeit, Krankheiten, anderes Trainingspensum oder einfach der natürliche Alterungsprozess sorgen dafür, dass man den Bluttest regelmäßig wiederholen sollte.

Wenn Du jetzt ebenfalls mit Bioniq starten möchtest, um ab sofort alle Vorteile einer personalisierten Nahrungsergänzung zu genießen, so kannst Du mit einem von zwei Rabatt-Codes starten:

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Wie Dir Umsetzung gelingt


Diesen Beitrag im Podcast anhören:

Tipp 1: Lasse die Idee reifen

Niemand ist kreativ auf Knopfdruck und die zündende Idee kommt selten genau in dem Moment, in dem sie gebraucht wird. Dabei mangelt es uns selten an der Anzahl der Ideen, sondern wirklich nur beim Timing. Die gute Nachricht lautet also, dass Du bereits viele gute Ideen hattest, bevor sie gebraucht wurden. Die schlechte Nachricht lautet leider: Bis zu ihrem Einsatz sind sie entweder vergessen oder noch nicht ausgereift.
Du musst also sicherstellen, dass Deine Ideen und Gedanken nicht verloren gehen und reifen können. Am besten nebenbei, sowie Käser:innen nicht permanent neben ihrem Käse stehen müssen. Ideen reifen am besten, wenn Du sie aufschreibst. Pflege dazu eine Ideen-Liste. Immer, wenn ein Anschlussgedanke aufflackert, ergänzt Du ihn direkt. In jedem Fall schaust Du mindestens einmal pro Monat über Deine Ideenliste. Sinnbildlich klopfst Du auf die einzelnen Ideen, um ihren Reifegrad zu prüfen. Wenn Du diese Geduld und Liebe aufbringst, wirst Du mit herrlich aromatischen Ideen belohnt. Griffbereit, wenn ihre Zeit gekommen ist. Ohne Löcher natürlich.

Tipp 2: Oft wenig ist besser als selten viel

Egal wie ausgereift Deine Ideen sind, ein Mindestmaß an Umsetzungsarbeit verbleibt immer noch. Am besten wäre es natürlich, wenn Du jetzt richtig viel Zeit investieren könntest, um tief, konzentriert und ablenkungsfrei in das Thema einzutauchen. Wann jedoch hattest Du zuletzt so richtig viel Zeit übrig, um nebenbei an einem neuen Projekt zu arbeiten?
Die Kunst ist also, in die Umsetzung zu kommen, ohne dafür fette Zeitscheiben zu benötigen. Während wir alle die Aussicht auf intensive Arbeitsblöcke überschätzen, unterschätzen wir die Macht von täglich 15 Minuten Arbeitseinsatz. Für ein Projekt, dass Dir wirklich am Herzen liegt, wirst Du auch jeden Tag diese 15 Minuten finden. Seine volle Wirkung entfaltet dieser Tipp gemeinsam mit dem nächsten.

Tipp 3: Next-Action-Denken

Welches Deiner Projekte stockt gerade und warum stockt es? Ich kenne Deine Antwort natürlich nicht, aber ich würde wieder eine Warum-Frage finden, um noch tiefer in die Ursachen einzusteigen. Noch ein bis zwei solcher Fragen und wir hätten glasklar vor unserem geistigen Auge, was zu tun ist, um das Projekt einen weiteren Schritt voranzubringen. Den nächsten Schritt, bzw. die Next Action also. Das Gespräch könnte etwa wie folgt ablaufen:

  • Warum stockt das Projekt? ⇨ Weil uns Informationen zum Bericht fehlen
  • Warum fehlen uns diese Informationen? ⇨ Weil die zuständige Person sie noch nicht geschickt hat?
  • Warum hat sie uns das noch nicht geschickt? ⇒ Vermutlich hat sie es vergessen
  • Warum rufen wir sie nicht einfach kurz an oder schreiben eine E-Mail? ⇨ NÄCHSTER SCHRITT

An dieser Stelle fordere ich Dich heraus: Wenn Du noch zweifelst, dass es Deinem Projekt so eine einfache Lösung gibt, dann schildere mir den Fall. Ich wette, wir finden gemeinsam eine Next Action!
Nächste Schritte bringen Deine Projekte spürbar voran, egal wie lange der vorherige Stillstand war. Mehr noch: Sie sind meistens kurz und passen in eine Viertelstunde. Nebenbei wirst Du mit neuer Motivation belohnt und die Ideen beginnen wieder zu sprießen.


Diesen Blogpost habe ich kurz gehalten. So kurz, dass Du jetzt sicherlich noch die Zeit hast, um entweder Deine Gedanken zu verschriftlichen oder über die Next Action in einem Deiner Projekte nachzudenken. Viel Erfolg dabei!

Weitere tolle Impulse wie diesen hier bekommst Du jede Woche kostenlos in Deinen Posteingang. Jetzt meinen Newsletter empfangen:

    Kann man To-do-Listen lieben?

    Viele Menschen hassen ihre To-do-Liste. Die Gründe dafür sind vielfältig, meistens aber hausgemacht und haben mit Überforderung zu tun. Es ist ein bisschen so, wie wenn man – aus Frust über die eigene Figur – den Spiegel dafür hasst. Stellen wir uns nun vor, eine gute Fee nimmt uns Stress im Alltag, lässt uns entspannt nach Hause kommen, ohne noch Gedanken an die Arbeit zu verschwenden. Das ganze Leben beginnt plötzlich, sich in die richtige Richtung zu entwickeln. Muss man diese gute Fee dann nicht für ihr Werk lieben? Eben darum, muss man Task-Manager lieben.

    Diesen Beitrag im Podcast anhören:

    Erste Begeisterung für ein Stück Papier

    To-do-Listen müssen natürlich nicht immer auf Papier stattfinden, aber der Reihe nach.

    Wer frisch ins Berufsleben eintritt, musste sich zuvor vermutlich nicht wirklich stark organisieren. In der Schule wurde alles für die jungen Menschen strukturiert und auch die Universitäten beginnen immer stärker ihre Studiengänge zu vereinheitlichen und damit letztlich auch den Ablauf zu vereinfachen.

    Mit einem Schlag ist das vorbei und als Arbeitnehmer:in muss man sich, seine Projekte, seinen Kalender, seine Aufgaben und sein Postfach organisieren. Andernfalls droht der Unmut der Kundschaft und von Kolleginnen und Kollegen. Als Universalwaffe der neu zu errichtenden Produktivität gab es doch diese To-do-Listen!? So habe ich selbst oft erlebt, wie mir junge Menschen mit funkelnden Augen davon berichten, dass sie jetzt sogar eine To-do-Liste haben. Sie scheinen endlich angekommen in der Welt des Big Business.

    Spoiler: Diese Liste ist handwerklich noch schlecht umgesetzt, denn ja: Der Umgang mit To-do-Listen bewegt sich zwischen Kunst und Handwerk. Es ist ein bisschen so, als würde man einem jungen Menschen einem jungen Menschen einen Herd samt Topf schenken und sich dann wundert, dass nur Dosenravioli aufgewärmt werden

    Wenn Begeisterung in Hass umschlägt

    Die lebensverändernde Wirkung der To-do-Liste tritt auch ein. Leider anders als geplant. Man hat plötzlich nicht nur das Werkzeug der Titanen, sondern auch deren Stress. Was ist hier Ursache und was ist Wirkung? Natürlich ist das moderne Berufsleben nun mal wie es ist. Einzelne, die sich ohne Selbstmanagement dagegenstemmen, geraten zwischen die Zahnräder. Während die To-do-Liste genau das verhindern sollte, kann sie es sogar noch beschleunigen.

    Es dauert nicht lange, bis die ersten Einträge in der To-do-Liste überfällig sind oder sich selbst überleben. Weil die Welt sich weiterdreht, wächst die Liste. Weil die Liste zu stark wächst, beginnt man sich unwohl damit zu fühlen. Weil man sich damit unwohl fühlt, trägt man ab sofort weniger Dinger ein. Weil man weniger Dinge einträgt, wird die Liste unvollständig. Weil die Liste unvollständig wird, verliert man das Vertrauen in Sie. Weil man das Vertrauen in die Liste verloren hat, und dieses Dokument scheinbar die eigene Überforderung widerspiegelt (in Form von überfälligen Einträgen) beginnt man an sich selbst und der eigenen Leistungsfähigkeit zu zweifeln. Man schwebt nicht souverän über den Dingen und das neu entstandene Misserfolgstagebuch kann das beweisen.

    Somit ist es einfach, To-do-Listen zu hassen.

    Wenn Sie eine hassen, werden Sie viele lieben

    Aber ist die To-do-Liste an sich wirklich verantwortlich für die Misere? Ist der Spiegel aus dem Eingangsbeispiel für die Figur oder das Gewicht verantwortlich? In beiden Fällen lautet die Antwort nein. Und genauso wenig, wie der Spiegel an sich beim Abnehmen hilft, kann eine einfache Liste, was alles zu tun sein könnte, beim Erledigen von all diesem helfen. Jedoch können wir sie als guten Ausgangspunkt nutzen. Vorausgesetzt natürlich, wir lassen uns wieder für Selbstmanagement begeistern.

    Zeit für Präzision in der Wortwahl. Die To-do-Liste ist ein Stück Papier.  Aus Papier kann sie schon sein, das entscheidest Du. Im Moment sind die Vor- und Nachteile von handschriftlichen oder digitalen Systemen zweitrangig. Entscheidend ist, dass es nicht die Liste ist, sondern die Listen. Du brauchst also ein System von mehreren Listen. Dann spricht man nicht mehr von der To-do-Liste sondern von Task- oder List-Managern.

    Jetzt hier auszuführen, wie es mit diesen vielen Listen zu hantieren gilt, würde den Rahmen sprengen. Dazu gibt es hier im Blog unzählige Beiträge oder kompakt in meinem Audiokurs. Für den Moment nur so viel: Ähnlich wie man seine Wäsche nicht eine einzige Schublade quetscht, sondern in verschiedene Schubladen sortiert, sollte man auch bei seinen To-dos vorgehen. Was wird am Computer erledigt, was am Telefon? Was kann ich alleine vorantreiben, wo fehlt mir der Input von anderen? Was bringt jetzt meine Projekte voran, was sind Ideen für irgendwann mal?

    Geplante Schmetterlinge im Bauch

    Wir haben bisher festgestellt, dass man auf To-do-Listen sehr wohl starke Gefühle projizieren kann. Leider eben viel zu oft negative Gefühle. Dabei gab es anfangs sehr wohl Schmetterlinge im Bauch. Die Kunst ist es eben nun, die Liste und unser Vertrauen in sie nicht verrotten zu lassen. Dazu müssen wir für Vollständigkeit sorgen, die Listen aufräumen und regelmäßig durchsehen.

    Stell Dir also vor, dass Dein Kopf permanent frei ist, weil alle Müsste/Könnte/Sollte-Gedanken systematisch erfasst sind. Sorgen, dass Dir etwas entgegen könnte, gibt es nicht. Der Wartungsaufwand, das alles aktuell zu halten, ist überraschend gering. Dein Tag ist spürbar stressärmer geworden und Deine Aktivitäten zahlen auf Deine Ziele ein. Du weißt genau, was Du tun musst und ebenso genau, wofür Du Dich entschieden hast, es gerade nicht zu tun.

    Wohlgemerkt, das ist zu 80 Prozent der Task-Manager, und nur zu 20 % alles Übrige wie eat that frog, time blocking oder alle anderen Prinzipien.

    Wenn Dir diese Leichtigkeit momentan in Deinem Leben fehlt, lade ich Dich ein, meinen Tipps hier im Blog, Podcast oder meinem kostenlosen Newsletter zu folgen:

    Was Du aus dem Scheitern lernen kannst

    Scheitern und die zugehörigen Niederlagen haben einen rasanten Image-Wandel hinter sich gebracht. Hat man sich früher dafür geschämt, und hätte die entsprechenden Stellen am liebsten aus dem Lebenslauf getilgt, bekommt man heute viel Applaus auf Social Media, wenn man die eigenen Fehlschläge als wertvolle Lektionen präsentiert.

    Parallel zur Gesellschaft habe ich auch bei mir ein Umdenken erkannt, was das Scheitern angeht. Mal abgesehen davon, dass es in der ersten Phase nach einem Fehlschlag noch schwer ist, überhaupt etwas Positives aus daraus zu ziehen, bleibt auch heute noch bei mir die Sorge, dass wir es mit der Begeisterung für Niederlagen etwas übertrieben haben könnten.

    Speziell wenn es darum geht, welche Lektion man aus dem Scheitern ziehen sollte, habe ich einen interessanten Vorschlag gefunden. Denn nicht immer ist Aufgeben ein Zeichen von Schwäche. Aber der Reihe nach.

    Diesen Beitrag im Podcast anhören:

    Einmal mehr Aufstehen als Hinfallen

    In der Bildsprache des Hinfallens ist es natürlich völlig absurd, irgendwas zu tun, außer eben direkt wieder aufzustehen. Und niemals wäre dieses Bild vollständig ohne den Hinweis, dass andernfalls noch nie ein Kind das Laufen gelernt hätte.

    Bleiben wir noch einen Moment bei den Kindern. Wie lernen sie, dass der Ofen heiß ist und Toben auf der Treppe gefährlich? Sie könnten es lernen, weil sie sich die Finger verbrennen und die Knochen brechen. Sie sollten es aber eher auf die sanfte Art lernen, indem sie vom Erfahrungsvorsprung der Eltern lernen. Spricht man heute davon, dass man Lehrgeld für etwas gezahlt hat, so hat man etwas eben nicht auf die sanfte Art gelernt. In der direkten Bedeutung könnte man aber auch Lehrgeld zahlen, damit eine Lehrerin oder Lehrer einem die Lektion erteilt, ohne dass man den Schaden hat.

    Somit ist „einmal mehr Aufstehen als Hinfallen“ zwar ein guter Rat, jedoch ist damit nicht gesagt, dass symbolisches Fallen immer die beste Art ist, etwas zu lernen und es sollte schon gar keine Einladung zum Sturz sein. So wird jemand, dessen erstes Geschäft den Bach herunterging, beim zweiten Versuch mit höherer Wahrscheinlichkeit Erfolg haben. Gleichzeitig hätte es Fehlschlag vermutlich nicht gebraucht, um diese Lektion zu lernen. Sondern nur Lehrgeld im sanften Sinne.

    Die Schönheit des Scheiterns

    Im Buch „Die Schönheit des Scheiterns“ von Charles Pepin wird nun das Hinfallen und Aufstehen gefeiert. Anfangs liest sich das ermüdend, denn man kennt die Geschichten zur Genüge von Kalenderblattweißheiten und tiefgangsfreiem Motivationsgeplapper in den sozialen Medien. Ich weiß nicht mehr, warum das Hörbuch da nicht einfach beendet habe. Den Kaufpreis habe ich gedanklich schon abgeschrieben und mir eine schlechte Entscheidung bei der Auswahl dieses Titels zugestanden. Eine kleine Niederlage sozusagen.

    Doch ich hörte es weiter. Das machte die gedankliche Niederlage nur schlimmer, denn in der Podcast-Folge „Ist Netflix wirklich Zeitverschwendung?“ habe ich genau zum Gegenteil aufgerufen: Wenn eine Serie oder ein Buch Mist ist, höre auf damit. Unerwarteterweise wurde das Buch dann plötzlich leider richtig gut, weil es mir einen höchst-interessanten Gedanken offenbart hat. Leider für mein Ego, glücklicherweise für meine Erkenntnis.

    So erklärt Charles Pepin, dass es zwei, fundamental gegenläufige, Lektionen gibt, die man aus Niederlagen ziehen kann.

    Scheitern als Ausdruck des Werdens

    „If you can dream it, you can do it“, sagte Walt Disney. Die unzähligen Teilnehmer:innen von Casting-Sendungen sind sicherlich in der Lage zu träumen, nur eben nicht zu singen. Sollten sie alle immer und immer wieder aufstehen? Wird das noch was?

    Das Stichwort „Werden“ bringt uns zu Jean-Paul Satre und dem philosophischen Existenzialismus. Als Nicht-Philosoph versuche ich mich an einer Erklärung. Denken wir zunächst eine Gitarre. Bevor die einzelne Gitarre gebaut wird, existiert sie noch nicht. Wohl aber ihre Essenz, also die Idee dessen, was sie sein soll, welchem Zweck sie dienen soll. Die Essenz geht hier der Existenz voraus.

    Wie ist das bei Dir? Hatten Deine Eltern bei Deiner Zeugung bereits Deine Berufung im Sinn? Vermutlich nicht. Es begann mit Deiner Existenz und die Essenz musste sich anschließend herauskristallisieren, wenn sie das überhaupt jemals vollständig tut. Denn so lange Du atmest, hast Du unzählige Möglichkeiten, was Du werden könntest. Möglicherweise glaubst Du, Deine Berufung bereits gefunden zu haben. Ob es wirklich Deine Essenz war, zeigt sich erst nach Deinem letzten Atemzug.

    Wer also scheitert, der ist auf Zickzack-Kursen auf dem Weg, seine Essenz zu finden. Jede Niederlage zeigt Dir somit, was Deine Essenz nicht war. Genauer gesagt, nicht wurde, denn möglicherweise hätte es auf anderem Weg klappen können. Die Kunst ist es nun, lange genug bei einer Sache zu bleiben, um nicht kurz vorm Ziel zusammenzubrechen, aber auch andererseits, mit dem Wissen um die all die anderen Möglichkeiten nicht an einer unerfüllbaren Essenzvorstellung festzuhalten. Wir scheitern uns durchs Leben, um zu werden.

    Scheitern als Ausdruck des Seins

    Aus der Psychoanalyse können wir uns einen anderen Blickwinkel aufs Scheitern borgen: Scheitern, als Ausdruck des Seins. In der SMART-Formel lernen wir, dass Ziele unter anderem A wie attraktiv sein sollen. Dass wir das Ziel besser auch wirklich wollen, sollten. So offensichtlich das klingt, so wenig selbstverständlich ist das. Oft folgen wir einem Weg oder Zielen, die uns andere vorgeben, oder von denen wir glauben, dass andere Menschen das so von uns erwarten. Dann sind wir insgeheim sogar dankbar, wenn das Vorhaben scheitert.

    Wer ignoriert, wer er oder sie ist, wird scheitern. Wer nicht sicher ist, wer er oder sie ist, braucht diese Fehlschläge als Rückmeldung. So hat der Dialog mit mir selbst gereicht, um zu erkennen, dass ich kein Vertriebsmensch bin. Dazu musste ich einmal scheitern. In dieser Interpretation wäre es schwachsinnig, jetzt nochmal aufzustehen und weitere Anläufe im Vertrieb zu nehmen. Im Kampf gegen mein Sein könnte ich nur Pyrrhussiege erringen. Scheitern ist hier also probates Mittel zu Erkenntnis. Vorausgesetzt, man akzeptiert die zugehörige Lektion, wer man ist.

    Sollte was nicht ist noch werden?

    Zeit für ein Zwischenfazit:

    • Manche Dinge, wie z.B. Laufen lernt man durch Hinfallen und Aufstehen
    • Andere Dinge, kann und sollte man besser ohne teure Lehrgelder lernen
    • Auf der Suche nach unserer Essenz scheitern wir uns durch unzählige Möglichkeiten, was wir alles werden könnten
    • Wer gegen sein Sein handelt, provoziert die Niederlage und sollte diese Lektion akzeptieren

    Was machen wir jetzt mit all diesen Erkenntnissen? Die richtige Graustufe finden! Die alte Vorstellung, dass Scheitern immer etwas Schlechtes ist, haben wir überwunden. Jetzt dürfen wir nicht in einen Freudentaumel der ständigen Stürze verfallen. Scheitern kann vermieden werden und Scheitern ist oft die ineffizienteste Art etwas zu lernen. Aber es ist erlaubt. Vor allem dann, wenn Du herausfinden willst, wer Du bist oder wer Du werden könntest.

    Diese Angst ruiniert deine Tagesplanung

    Der Tag bräuchte mehr als 25 Stunden. Darüber herrscht unter Arbeitnehmer:innen große Einigkeit. Die schlechte Nachricht: Das wird nie passieren. Die gute Nachricht: Macht nichts. Aber der Reihe nach.

    Diesen Beitrag im Podcast anhören:

    Murphys Gesetz und die 60-Prozent-Lösung

    Vielleicht kennst du die folgende Situation nur zu gut: Liebevoll planst du deinen nächsten Arbeitstag. Alle wichtigen Termine sind – mit Puffern für An- und Abfahrten – eingeplant, die wichtigen Aufgaben ohne festen Uhrzeit füllen die Lücken wunderbar aus und es sieht sogar nach einer entspannten Mittagspause und einem pünktlichen Feierabend aus. Doch dann schlägt Murphys Gesetz zu, und der Plan übersteht nicht mal die ersten beiden Arbeitsstunden.

    Kein Wunder, würde es jetzt aus der Selbstmanagementcommunity ertönen: Du hast zu viel Zeit fest verplant. Es hätten nur 60 Prozent sein sollen. Wieso ausgerechnet 60? Das fällt erst mal vom Himmel, in jedem Fall sollte aber ein großer Teil des Kalenders leer bleiben. Oft hätte bereits nur die feste Terminlandschaft diese 60 Prozent bereits für sich in Anspruch genommen. Somit hätten die Lücken, in welche du die Aufgaben ohne feste Uhrzeiten gelegt hast, leer bleiben müssen. Zunächst ist das kein Problem, denn diese (an sich) terminfreien Aufgaben hätten auch an jedem anderen Tag erledigt werden können.

    Wenn aber die anderen Tage der Woche von einer ähnlichen Terminlandschaft gezeichnet sind, gibt es auch sonst in der Woche nicht genügend Lücken, in denen man alle terminfreien Aufgaben schieben kann. Sonst wären ja wieder mehr als 60 Prozent der Zeit verplant. Diese Aussicht macht viele Menschen nervös. Warum eigentlich?

    Die Angst, etwas nicht zu erledigen

    Es liegt an FOMO. FOMO steht ganz allgemein für „fear of missing out“, also die Angst etwas zu verpassen. In unserem Fall: Die Angst, eine Aufgabe nicht zu erledigen. Natürlich nimmt sich man sich auch aus Selbstüberschätzung zu viel vor, aber bleiben wir für heute bei der Angst.

    So werden Aufgaben, die an sich keine echte Deadline besitzen, willkürlich terminiert, aus der Sorge heraus, man würde sie sonst nicht erledigen. Das könnte natürlich auch passieren. Viele Menschen brauchen Zeitdruck, um sich um angenehme Aufgaben zu kümmern. Das funktioniert für sie sogar dann, wenn sie wissen, dass die Deadline erfunden ist. Oft verbunden mit der stolzen Aussage: „Unter Zeitdruck funktioniere ich am besten“. 

    Wirklich? Sollte man der Angst, etwas zu verpassen, mit künstlichem Druck entgegnen und den Preis in Form von Stress und Hektik zahlen? Ich bin überzeugt, dass man sich mit dem diesem Preis von der Verantwortung freikaufen will, sich der Angst zu stellen. Zu diesen selbst auferlegten Stressoren kommt hinzu, dass die unter Zeitdruck erledigten Aufgaben oft zu Ergebnissen von schlechterer Qualität führen. Vor der Frage, wie man den sonst alles auf der To-do-Liste schaffen soll, muss die Frage stehen, ob man überhaupt alles erledigen muss.

    Du musst nicht alles erledigen

    Falls du dich nur deshalb mit Zeitmanagement und Produktivität beschäftigst, weil du doch noch hoffst, eines Tages alles erledigen zu können, dann vergiss das bitte möglichst schnell. Parkinsons Gesetz sagt, dass sich Arbeit immer auf Zeit ausdehnt, die wir zu ihrer Erledigung eingeplant haben. Das ist hartes Dilemma: Wer mit Puffern plant, damit sich nachfolgende Termine nicht verschieben, wird bald merken, dass der Puffer selbstverständlich von der Aufgabe oder dem Meeting verzehrt wird. Für alle Aufgaben wirst du niemals genug Zeit haben. Für alle wichtigen Aufgaben, hingegen schon.

    Falls du mir gerade innerlich widersprochen hast, müssen wir noch über den Begriff „wichtig“ sprechen. Viele Dinge betrachten wir nur deshalb als wichtig, weil wir die negativen, sozialen Konsequenzen fürchten. Wenn wir einem Gefallen oder eine Anfrage nicht nachkommen, könnten andere schlecht von uns denken oder uns sogar anschreien. Ja, das könnte passieren! In diesen Fällen ist es fast immer deutlich weniger dramatisch, als wir es uns vorgestellt haben und in ein paar Jahren kräht kein Hahn mehr danach.

    Es gibt hingegen immer Aufgaben, bei denen dich dein Zukunfts-Ich am liebsten dafür anschreiben würde, dass du sie nicht erledigt hast. Kann und tut es nicht, und deshalb stellst du dich selbst viel zu oft hinteren gegenwärtigen Schreier:innen an. Die Angst, etwas nicht zu erledigen, ist viel zu oft eine soziale. Und während du der Lautstärke der Anderen nachgibst, vernachlässigst du alles, was für dich, deine Gesundheit und deine Familie wichtig gewesen wäre. Lass dich hier nicht von er trügerischen Stille nicht trügen. Es bleibt leise, bis es zu spät ist, und dir deine Gesundheit und Partnerschaft um die Ohren fliegt.

    Die Lösung ist (nicht) einfach

    Was machen wir jetzt mit dieser Erkenntnis? Sacken lassen. Beobachte dich selbst, und deine Gefühle und Gedanken zu fremdbestimmten Aufgaben in den nächsten Wochen ganz genau. Jetzt wo sie zugesagt sind, würde es natürlich besonders schwerfallen, die Zusage wieder rückgängig zu machen. Respekt für alle Fälle, in denen dir das dennoch gelingt, und du deine Zusage wertschätzend und ehrlich zurücknimmst. Bitte lerne aber in jedem Fall daraus, wenn du das nächste Mal etwas zusagen willst. Einfach wird das nicht und es wird zu Rückfällen kommen. Bleibe sensitiv und ehrlich zu dir selbst und anderen gegenüber.

    Auf der organisatorischen Ebene gibt es aber eine einfache Lösung: Bereite deine Tage vor, statt sie zu planen. Wie das funktioniert, erfährst du in dieser Podcast-Folge: Warum dich Planung in den Irrtum führt (Folge 88)

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    Wird verarbeitet …
    Erledigt! Sie sind auf der Liste.

    Wenn Abhaken zur Sucht oder zum Zwang wird

    To-do-Listen und Ticketsysteme sind wertvolle Hilfsmittel, um Ordnung in die Aufgaben von Einzelnen oder von Teams zu bilden. Transparenz und Planbarkeit sind die nette Folge. Aber es gibt auch eine dunkle Seite, geprägt von Sucht, Zwang und Misstrauen.

    Diesen Beitrag im Podcast anhören:

    Ich war am Samstagvormittag mit Gartenarbeit beschäftigt, während meine Frau unterwegs war. Was in jedem Fall zu erledigen war, konnte in der Liste „Gartenarbeit“ in unserem gemeinsam genutzten Task-Manager sehen. Rasen mähen, Hecke zurückschneiden, usw. Ich erledigte die Aufgaben im Garten und hakte sie anschließend in der Liste ab. Nun war sie leer, ich hatte noch Zeit und der Garten bot auch noch Verbesserungspotential. Und da war mein Dilemma: Soll die Dinge einfach direkt erledigen, oder zuerst in die Liste eintragen und sie dann unmittelbar erledigen. So würde meine Frau auch aus der Ferne sehen, dass ich mehr gemacht haben (mobilen Benachrichtigungen sei Dank).

    Das ist ein absurder Gedanke. Denn weder besteht meine Frau auf diese Form der Transparenz, noch gibt es einen Dokumentationszwang. Wenn überhaupt, dann ist die Ursache hier in meiner Freude zu suchen, Dinge abhaken zu können. Viel mehr noch: Uns beiden sollte doch sowieso nur das Ergebnis, also wie der Garten am Ende aussieht, wichtig sein. Das ist ein oberflächliches, einfaches Beispiel. Gleichzeitig mein Auslöser, über die Sucht der/des Einzelnen und den Zwang in Teams zu schreiben.

    Die Sucht der/des Einzelnen

    Unternehmer:innen haben oft ein produktives, organisiertes Bild von sich. Zumindest versuchen sie, dieses Bild nach außen zu tragen. Wie könnte man sich vergewissern, dass dieses Bild Substanz hat? Anders gefragt: Woran erkennt man produktive Menschen?

    Über diese Frage habe ich laut bei YouTube nachgedacht:

    Die Auflösung gibt es hier: Daran erkennt man produktive Menschen. Wer diese Antwort nicht kennt, hält sich selbst gerne einen vollen Kalender und To-do-Liste unter Nase.

    Jedes Abhaken aktiviert unser Belohnungszentrum. Je öfter das passiert, desto wohliger natürlich das Gefühl.

    Die To-do-App meiner Wahl, Todoist, geht einen Schritt weiter: Es gibt Tages- und Wochenziele für Anzahl zu erledigender Aufgaben. Ein Zähler gibt an, wie viele Tage oder Wochen am Stück man seine Ziele erreicht hat. Don’t break the chain trifft Gamification. Was mich anfangs motiviert hat, hat mich später unschön diktiert. Am frühen Abend waren erst 7 von 8 Aufgaben erledigt? Sich jetzt zu entspannen oder auf die Familie einzulassen, würde die Serie zum Reißen bringen. Ein unerträglicher Gedanke. Also wurde auf Teufel komm raus eine Aufgabe gesucht, die man noch erledigen könnte. Egal wie oberflächlich diese dann erledigt wurde, Hauptsache der Zahlenmystik wurde Genüge getan. Das Abhaken der Aufgabe wurde wichtiger als der Inhalt der Aufgabe.

    Es hat mich viel Mühe gekostet, dieser Sucht zu entkommen. Mir war bewusst, dass ich das Reißen einmal provozieren musste. Das war ein schwieriger Tag. Bis spät Abends hat es mir in den Fingern gejuckt, die Serie doch noch zu retten. Am nächsten Tag fiel ich in ein tiefes Loch. Jetzt war ja eh alles egal. Die Zahl in meiner To-do-App war der Beweis, dass ich unproduktiv bin. Obwohl ich im Vorfeld wusste, dass diese Gedanken unangebracht sind und kommen würden, haben sie mich heruntergezogen. Erst viele Tage später konnte ich mich wieder aufrappeln und mich selbst davon überzeugen, dass ich mehr bin, als die Zahl in meiner App.

    Der Zwang im Team

    Folgender Geschichte durfte ich beiwohnen:

    Der Hausmeister sitzt gelangweilt am Empfang, wo ihn die Empfangsmitarbeiterin auf eine kaputte Glühbirne hinweist. Notwendige Arbeitszeit: Keine 5 Minuten.
    
    Die Bitte, das schnell zu erledigen, wurde mit "Schreib ein Ticket" abgewiesen. Der Hinweis der Mitarbeiterin, dass das doch fast länger dauert, als die Aufgabe selbst, wurde mit "trotzdem" abgeräumt.
    
    Erst als das Ticket geschrieben war, stand er unmittelbar auf, um die Glühbirne zu wechseln. Geleistete Arbeitszeit: 10 Minuten von jetzt zwei genervten Personen.

    Vermutlich kennst du ähnliche Situationen von deiner IT, Dienstleistern oder Ämtern. Vermutlich hast du auch schon ungläubig den Kopf darüber geschüttelt. Sind diese Menschen eher faul oder verbohrt? Weder noch, denn es ist häufig das System, das diesen Zwang ausübt.

    Aus Produktivitätssicht ist das völlig absurd. Aufgaben, deren Erfassung länger dauert als die Aufgabe selbst werden direkt bearbeitet und überhaupt nicht erfasst. Das ist die heilige Zwei-Minuten-Regel von Getting Things Done.

    Wie kommt es zu einem solchen Verhalten? Über dem Hausmeister, über deiner IT und über jedem Amt steht jemand, der deren Arbeitsleistung beurteilen muss. Das ist ein komplexes Thema und bereitet der höheren Instanz Kopfzerbrechen. Bis sie plötzlich über das Ticket-System stolpert, mit dem sich die Personen unter ihr organisieren. Eine Zahl wie z.B. „Tickets pro Tag“ fällt hier auf Knopfdruck ab. Herrlich! Damit lässt sich jeder Hausmeister in jeder Filiale mit jedem Hausmeister in jeder anderen Filiale vergleichen. Fleißige Hausmeister erledigen viele Tickets pro Tag, faule Hausmeister nicht.

    Das Ticket-System, das innerhalb der Abteilung eigentlich für Transparenz und Planbarkeit sorgen sollte, reduziert jetzt ganze Abteilung für Darüberstehende auf eine einzige Zahl. Wann immer wir aber komplexe Sachverhalte auf eine einzige Zahl reduzieren, treten unschöne Nebeneffekte auf. Gegenseitiges Misstrauen ist nur einer davon.

    Alle innerhalb der kontrollierten Abteilung wissen, dass sie auf eine Zahl reduziert werden. Ihr oberster Auftrag ist jetzt nicht mehr das Wohl des Kunden, sondern eine schöne Zahl. Wieso sollte der Hausmeister in meinem Beispiel jetzt auf unkomplizierte Weise die Glühbirne wechseln, wenn er auf die umständliche Art mit Ticket noch oben beweisen kann, dass er gebraucht wird. Würde den eigentlich einen guten Hausmeister nicht daran erkennen, dass er proaktiv ist, und viele Defekte behoben sind, bevor sie jemandem auffallen, also bevor es zu einem Ticket kommt. Die nächsthöhere Instanz kann das natürlich nicht von einem faulen Hausmeister unterscheiden. Im Zweifel gegen den Angeklagten.

    Nieder mit den Ticket-Systemen!

    Nein, das kann natürlich nicht die Lösung sein. Ticket-Systeme und To-do-Listen abzuschaffen, weil sie zu Sucht und Zwang führen können, würde das Kind mit dem Bade ausschütten. Wir benötigen die Transparenz und Planbarkeit dieser Hilfsmittel.

    Aber benötigen wir jemanden, der darübersteht und daraus eindimensionale Zahlen ableitet? (Achtung, das sind wir manchmal selbst)

    Wir müssen uns immer daran erinnern: Was zählt, ist das Ergebnis. Der Erfolg des Projekts, zufriedene Kundinnen und Kunden oder eine florierende Firma. Wie kann man das beurteilen? Nicht über den Kontostand oder die Anzahl an Bestellungen, sondern über die Stimmung. Die Stimmung im Team, die Stimmung im Umgang mit Kunden und bei Individuen die Entspannung der/des Einzelnen.

    Zurück zu meinem Garten: Ich habe die Aufgaben nicht eingetragen, sondern die Aufgaben nicht erledigt. Dabei habe ich Zeit gespart und mich meiner Sucht gestellt. Meine Frau hat das Resultat dann am Garten selbst beurteilt, und nicht an der Anzahl To-dos auf unserer Liste.

    Wöchentliche Inspirationen, Gedankengänge und Tipps bekommst du in meinem Podcast oder Newsletter:

    Nahrungsergänzung: Produktivitätsbooster oder Geldmacherei

    Wer einmal anfängt, sich mit Nahrungsergänzung zu beschäftigen, wird nicht mehr fertig. Das Angebot am Markt ist riesig, die Unsicherheit, was man davon braucht sogar noch größer. Einige schwören darauf, sei es im Sport oder als Produktivitätsbooster, einige verteufeln es als unnötige Geldmacherei.

    Darüber hinaus ist auch die Biologie dahinter für Laien kaum zu durchdringen. Allein den aktuellen Wissensstand zu erfassen ist eine Lebensaufgabe, geschweige denn am Ball zu bleiben. Und dann gibt es aber auch Loewi – powered by Bioniq. Loewi verspricht, dass man Basis von wenigen Tropfen Blut eine individuelle Mischung zusammenstellt, die dann auch wirklich wirkt. Individuell auf die eigene Lebenssituation, Allergien usw. angepasst. Zeitlicher Invest: 15 Minuten.

    Robin Sorg von Loewi/Bioniq ist zu Gast, um über all diese Aspekte zu sprechen.

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    Interview mit Robin Sorg.mp4: Audio automatically transcribed by Sonix

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    Sascha:
    Gibt es eigentlich so etwas wie Produktivitätsskorbut? Es geht heute um Nahrungsergänzung und darüber, ob man das als nicht Profisportler überhaupt braucht. Und dafür habe ich mir extrem kompetente Unterstützung geholt. Willkommen Robin Sorg von Loewi powered by Bioniq.

    Robin:
    Hallo Sascha, ich freue mich, dass ich da sein darf.

    Sascha:
    Ja, sehr gerne. Ich freue mich, dass du da bist, dass du der Einladung gefolgt bist, denn das kann ich verraten: Ich bin jetzt ja seit einem halben Jahr glücklicher Kunde und habe ja sogar meinen Bluttest damals für YouTube gefilmt. Möchte aber für heute mal alles vergessen, was ich über Nahrungsergänzung weiß, denn du hast den viel stärkeren Hintergrund und ich möchte dir ganz unbedarft Fragen stellen. Also erzähl uns doch mal, was ist denn dein Hintergrund im ganzen Thema Ernährung und co.

    Robin:
    Sehr, sehr gerne. Ja lange Reise schon die ich da durchlaufen bin. Ich bin selber ein Stück weit nach der Schule privat auf das Thema Ernährung gestoßen, habe mich dann wie viele glaube ich erst mal nur so ein bisschen damit beschäftigt, das ein oder andere YouTubeVideo gesehen, aber auch Bücher gelesen und mich dann relativ schnell entschieden. Ich wusste schon immer Gesundheit ist was für mich dann in die Richtung sogar zu studieren und habe dann ein duales Studium absolviert, habe Vollzeit als Personal Trainer gearbeitet also, und Ernährungsberatung muss man dazu sagen, also im Alltag 40 Stunden den Kontakt zum Kunden gehabt und auch die Beratung, die Erfahrungen gesammelt und gleichzeitig aber im dualen System Ernährungsberatung studiert. Heißt da dann die wissenschaftliche Komponente bekommen. Das alles hat so ein Stück weit den Ursprung, dass ich mich jetzt schon seit über sieben Jahren vegan ernähre und dann, und da kommt vor allem auch die Tiefe dann her, die Verantwortung gesehen habe. Hey, wenn ich das aus welchem Grund auch immer machen möchte, dann muss ich auch darauf achten, dass mein Körper dabei auch so gut wie möglich alles funktioniert. Und hatte mich dann von oberflächlichen Ernährungs Büchern immer tiefer reingelesen bis hin zur molekularen Medizin und Biochemie, was dann auch mal ganz schöne Wälzer sein können. Aber das gehört auch dazu, weil das Thema Gesundheit ist mit das Wichtigste, deswegen sprechen wir ja auch heute.

    Sascha:
    Okay, also du bist genau die richtige Person, die dafür heute bei mir zu Gast ist. Jetzt sag mir aber doch vorweg: Lass uns über den Elefanten im Raum sprechen. Ist Nahrungsergänzung denn nicht einfach nur ein bisschen Geldmacherei?

    Robin:
    Die große Industrie. Ganz klare Antwort Nein. Aber wie überall gibt es ja Unternehmen. Personen, die wissenschaftlich fundiert kommunizieren und auch Produkte anbieten, die sehr sinnvoll sind und Leute, die das nicht machen. Und gerade da leiden wir persönlich auch sehr darunter. Gab es in der Vergangenheit in der Nahrungsergänzung viele Firmen, die viel versprochen haben, mit schönen Slogans und vielleicht komischen Vertriebssystem und beeindruckenden Körpern, aber wenig dahinter. Deswegen, die Sinnhaftigkeit von Nahrungsergänzung ist definitiv gegeben. Gerade da kommt ich auch gleich noch zu sprechen, wenn man auch weiß, was benötigt wird und nicht einfach blind drauf los suplementiert. Aber man muss sich wie immer, wenn es um die Gesundheit geht, ein Stückchen tiefer damit beschäftigen.

    Sascha:
    Jetzt lass uns heute mal den Blick auf nicht Profisportler richten, also als irgendjemanden der den man als Wissensarbeiter-Arbeiter:in bezeichnen würde. Also ich habe jetzt einen Bürojob, der ist auch fordernd, der schlaucht mich auch manchmal ganz schön. Ich habe vielleicht auch eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio, wo ich ab und zu trainieren gehe. Brauche ich jetzt dann überhaupt Nahrungsergänzung, wenn ich keinen Extremsport betreibe?

    Robin:
    Auch hier die klare Antwort höchstwahrscheinlich überprüfen im ersten Schritt herauszufinden, wie die aktuelle Situation ist. Also da eben erst mal zu verstehen. Was macht mich persönlich aus und was macht mein Leben aus im Bezug auf meine Versorgung und mein Bedarf? Die Versorgung kann man sehr einfach bestimmen über eine Bluttestung wo man im Blut herausfinden kann, wie denn bestimmte Marker, die auch valide im Blut messbar sind, eben die Versorgungssituation von bestimmten Nährstoffen darstellen. Gleichzeitig on top. Dazu gibt es viele Nährstoffe, die man leider nicht direkt im Blut testen kann. Allerdings sehr schön über das Verständnis des Lebens im Sinne eines Anamnesebogens beispielsweise dann abfragen kann. Also wie sieht die Ernährungsform aus? Ernähre ich mich michköstlich oder habe ich eine eher einseitige Ernährung im Sinne von rein pflanzlich, vegetarisch, vegan, oder bin ich auf der Gegenseite: Ernähre mich Paleo Keto und ich habe eher weniger Kohlenhydrate Quellen? Habe ich Allergien, Intoleranz? Krankheiten, Medikation? Mache ich Leistungssport, wie du schon gesagt hast, gerade: Oder bin ich ambitionierter Sportler? Da gibt es sehr, sehr viele Einflussfaktoren. Und das Wichtige ist hier erst mal zu verstehen Welche Faktoren können welche Nahrungs- oder vor allem Nährstoffversorgung begünstigen? Oder wo ist es vielleicht ein bisschen wichtiger, bestimmte Nährstoffe im Blick zu behalten? Wenn man jetzt hat man gerade davon, sich jetzt beispielsweise rein vegan ernährt, ist das Thema Vitamin B12 ein ganz offensichtliches. Wobei sicherlich nachher auch noch mal ein bisschen darüber zu sprechen kommen, aber auch bei anderen Ernährungsform, so dass die klare generalistische Aussage nicht möglich ist. Deswegen ist das Thema Individualität auch bei der Gesundheit so wichtig, den Einzelfall zu betrachten, für sich selber herauszufinden, wie die Versorgung und wie der Bedarf ist und aufgrund dessen dann zu entscheiden, wo man sinnvoll ansetzen kann in der Suplementierung, um die klare Antwort im Sinne von Leistungssport zu geben. Leistungssportler sind natürlich anfälliger dafür, weil sie durch den höheren Verbrauch, durch die körperliche Belastung und auch den mentalen Stress, den man beim Leistungssport nicht vergessen darf, einen höheren Verbrauch an Nährstoffen haben. Nichtsdestotrotz trifft es auch den Großteil der Gesellschaft zu, dass da ein erhöhter Bedarf besteht.

    Sascha:
    Okay, jetzt also ich bin überzeugt davon, dass das so ist, dass man bei einem Großteil der Menschen diesen erhöhten Bedarf spürt. Und du hast ja auch schon angedeutet, dass es ganz viele Einflussfaktoren dafür geben kann oder dafür gibt, warum man diesen erhöhten Bedarf hat. Aber wenn ich jetzt mit Nahrungsergänzung anfange, mache ich das dann, nur um hypothetisch irgendwelchen Krankheiten vorzubeugen, die ich vielleicht in 20 Jahren haben könnte? Oder wird auch irgendwas akut besser? Also noch mal: der Mensch, der im Büro arbeitet, schläft der dann besser oder ist er dann konzentrierter? Oder was wird für den besser, wenn er bestimmte Defizite stopft, die er vielleicht hat?

    Robin:
    Ja super spannend, weil das ist auch das, was viele so ein Stück weit abschreckt sich tiefer mit ihrer präventiven Gesundheit zu beschäftigen. Wenn man sich ja denkt „Mir geht es eigentlich ganz gut“. Und ja, klar wäre es wichtig, dass ich genügend Vitamin D und Kalzium bekomme, um in 20 Jahren noch eine schöne Knochendichte zu haben. Das ist aber nicht ganz so sexy und nicht ganz so attraktiv ist, weswegen es dann umso wichtiger ist, auch zu betonen, dass Nahrungsergänzung oder sagen wir mal die optimale Versorgung von Nährstoffen – das kann er sowohl aus der Ernährung oder sollte zum Großteil aus Ernährung und dann eben ergänzen, – deswegen heißt das Ganze auch Nahrungsergänzung, überprüft werden, ob über die Ernährung genügend Nährstoffe versorgt werden, die eben die Versorgungssituation und den Bedarf der Einzelperson ausmachen. Und wenn es nicht der Fall ist, dann und das ist das sehr spannende, kann Nahrungsergänzung eine sehr einfache und sehr effektive Möglichkeit sein, seinen Alltag deutlich zu verbessern. Nehmen wir beispielsweise Vitamin D zu sich. Es ist für uns in Mitteleuropa eigentlich in jedem Winter aufs Neue ein schönes Thema. Wir liegen hier von der geographischen Lage, so dass wir von, so sagt die Literatur aktuell, Oktober bis April die Gefahr haben, weniger Vitamin D über die Sonne aufzunehmen. Wieso ist das so? Die Tage sind kürzer, die Sonne scheint nicht mehr ganz lange und vor allem auch der Einstrahlung. Es verändert sich so ein Stück weit, weswegen die Gefahr besteht das Vitamin D zu wenig aufgenommen wird. Wieso betone ich das? Mit der Gefahr besteht, was sich so ein Stück weit entwickelt hat. Daraus ist ein Mantra, dass man per se nicht genug Vitamin D bekommt im Winter, was nicht stimmt.

    Robin:
    Da gibt es auch hier wieder gesellschaftliche Unterschiede, Aufnahmefähigkeitsunterschiede. Was dann nämlich wieder dazu führen kann. Und da wird leider nicht so viel gesprochen. Deswegen find ich es umso schöner, dass wir da drauf kommen können. Nahrungsergänzung wird meistens im Kontext von einem Defizit an Nährstoffen in Verbindung gebracht. Wenig wird darüber gesprochen, dass man auch darauf schauen muss, dass man nicht zu viel bekommt. Bei einigen Nährstoffen ist das problemlos. Wenn ich zu viel Vitamin B12 aufnehme, hat der Körper gar kein Problem damit, das einfach ganz normal auszuscheiden, ohne irgendwelche Gefahren. Wenn ich zu viel Magnesium zu mir nehme, was viele Sportler auch per se nehmen, einfach nur, wenn man Sport macht, dann gleich 300 Milligramm Magnesium zu nehmen, da meldet sich der Körper dann sehr schön. Das führt er dann mit sehr, sehr viel Flüssigkeit durch, wenn ich das so sagen darf. Und dann und das ist aber auch das Wichtige eben zu betonen Bei Nährstoffen wie beispielsweise Vitamin D kann der Überversorgung eine sogenannte Hyper-, also über Vitaminnose auch gefährlich sein, weil Vitamin D dann die Aufnahme von Kalzium blockiert, wo ja eigentlich die Verantwortung für die Funktion von Vitamin D ist, in der richtigen Dosierung Kalzium einzulagern. Heißt ja Nahrungsergänzung kann hier unglaublich hilfreich sein. Wenn wir zu wenig haben. Einen optimalen Status zu bekommen, um Vitamin D Muskelfunktionen optimal zu unterstützen. Die Stimmung und das Immunsystem auch da ist Vitamin D unfassbar einflussreich, aber auch die Gegenseite zu präsentieren, dass ein Zuviel auch sehr gefährlich ist. Jetzt bin ich so ein bisschen um die Frage herum getanzt.

    Sascha:
    Dann versuche ich Ja, also es waren viele Informationen drin. Ich versuche halt noch mal so, so einen leichten Bogen zurück zu machen. Du hast vorhin gesagt, dass man nicht alles am Blut merkt oder dass man nicht von jedem Nährstoff, Mikronährstoffe es am Blut, im Blut, in der Blutanalyse merken kann, bb der fehlt. Merk ich es denn selbst, dass mir was fehlt? Also kann ich selbst sagen Hey, ich hab Konzentrationsprobleme oder ich schlafe schlecht oder oder oder und deswegen könnte mir der folgende Nährstoff fehlen.

    Robin:
    Genau. Ein wie meistens in der Ernährung ein Jein. Ja, ich kann offensichtlich für mich merken Heute ist ein Tag, da kann ich mich nicht konzentrieren, oder? Wow, jetzt haben wir irgendwie Dezember und ich bin schon das dritte Mal mit dem Infekt krank. Da liegt schon mal nahe, okay mein Immunsystem ist geschwächt und dann kann man natürlich so ein Stück weit herleiten. Ja, vielleicht weil ich weniger Vitamin D jetzt zu mir nehme und das ist noch nicht supplementiere, weil die Sonne ja jetzt hier nicht mehr scheint, kann es gut sein. Wo ich und wir da sehr, sehr vorsichtig sind, ist, dass das auch dann gefährlicher Weise zu eigenen Diagnosen führen kann, die dann eben fatal sein können. Wenn man dann aus einer eigenen Diagnose, die gerade mit dem Vitamin-B-Beispiel dann sagt Hey, jetzt nehme ich einfach so viel, dass ich auf jeden Fall sicher bin, was dann wieder gefährlich in Richtung über Vitamin Nose gehen kann. Die sichere Variante ist hier eben, wenn der wenn der Verdacht besteht ja, ich nehme hier vielleicht ein, zwei Mikronährstoffe zu wenig auf, weil ich mich rein pflanzlich ernähre, weil ich eine Intoleranz bezüglich bestimmter Lebensmittelgruppen habe oder sogar eine Allergie zu Lebensmittelgruppen habe, wo dann die ganzen Gruppen wegfallen und dadurch wieder die Gefahr erhöht ist. Dann ist es sehr sehr sinnvoll hier sicher zur Sicherung zur Absicherung in die Diagnostik zu gehen, bevor man eben auf eigene Diagnose sagt. Ja, ich fühle mich heute ein bisschen müde, weil auch da Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Abgeschlagenheit, Immunanfälligkeit das sind alles Themen, die definitiv von Ernährung und Nährstoffen beeinflusst werden, die aber auch beeinflusst werden durch meine Schlafqualität und meine Schlafhygiene, durch meine sportliche Routine, durch mentalen Stress und autogenes Training, sodass das ist das Spannende für mich auch persönlich am Bereich präventive Gesundheit.

    Robin:
    Es gibt so viele Bereiche, die man im Blick behalten muss, wo man aber überall immer selber die Kontrolle drüber hat. Das Wichtige ist nur, da auch wirklich immer alles im Blick zu behalten, um zu sagen Hey, habe ich meine Ernährung, mein Schlaf im Blick? Wie sieht es bei mir mit dem Sport aus, meiner Sport-Routine? Wie geht es mir mental gerade? Wie ist die Ernährungs- und Nährstoffseite? Und diese multifaktorelle Einflussnahme hat dann eben auch zur Folge, dass es sehr schwierig ist, mit dem Finger drauf zu zeigen, zu sagen Hey, du bist heute müde, weil Vitamin D zu wenig. Kann sein. Kann aber eben genauso gut sein, dass es nur ein kleiner Faktor ist, der mit reinspielt. Und da setzt eben genau dann die Bluttestung an. Vermuten kann man viel wissenschaftlich fundiert mit einer Bluttestung schwarz auf weiß haben, ob es so ist oder nicht. Und dann wenn es so ist. Und da kann ich bei Vitamin B auf jeden Fall auch durchblicken lassen, wir haben jetzt zum Zeitpunkt der Aufnahme Anfang Juni, ich habe also jetzt gerade auch noch mal Blutbild gesehen, die quasi in den letzten drei Monaten sich von einem sehr, sehr schlechten Start im März über drei Monate super entwickelt haben. Und da sind wir in Deutschland auf jeden Fall noch ein Stück weit hinten dran, auch in die Handlung zu gehen, weil beispielsweise jetzt Vitamin D eben, das ist für viele bekannt, aber dann herrscht vielleicht auch eine Unsicherheit, die wie kann ich jetzt nehmen, wo dann der Test die logische oder sichere Variante ist, um wirklich fundiert dann auch die Dosierungen einzusetzen?

    Sascha:
    Okay, bevor wir jetzt aber an den Punkt kommen, wo wir uns genauer anschauen, was ihr da eigentlich macht und anbietet Eine kleine Anekdote Ich war irgendwann mal vor vielen, vielen, vielen Jahren bei einem Masseur, habe mit ihm drüber geredet, dass sich damals durchs viele Laufen, dass ich da mögliche gelenk probleme angedeutet haben. Und da meinte er „das ist doch gar kein Problem, es einfach mehr Gummibärchen und dann hast du die Nährstoffe, die deine Gelenke brauchen, um sich zu erholen“. Ich weiß heute, dass speziell das Quatsch ist, aber machen wir die Frage mal eins größer. Wenn ich jetzt also fundiert weiß, dass ich einen Mangel habe, wieso greife ich dann nicht einfach zu mehr Äpfeln oder sowas? Oder mehr Gummibärchen vielleicht auch für die Gelenke?

    Robin:
    Genau. Und das ist ganz wichtig, dass wir das auch betonen. Wir als Loewy, als Bioniq seit Anfang des Jahres versuchen nicht, gesunde Ernährung zu ersetzen, sondern ganz, ganz wichtig eben nach einer fundierten Bluttests, um die Möglichkeit zu bieten, dass man einzelne Nährstoffe, die vielleicht dann nicht ausreichend zugeführt werden oder die durch den erhöhten Bedarf schwer sind, über die Ernährung zu decken, dann rein zu bekommen. Das Idealbild jetzt mal gesprochen als Ernährungsberater, dass man über die Ernährung alles an Nährstoffen bekommt, was man braucht, würde ich direkt unterschreiben, würde ich direkt mitnehmen und dann die Nachricht nach außen tragen, dass es problemlos, also dass es ohne Probleme geht, das alles hinzubekommen. Sobald aber dann so ein bisschen man sich den Bereich genauer anschaut, merkt man, dass es sehr, sehr schwierig ist. Ich sage nicht unmöglich, sehr, sehr ungerne, aber es ist sehr, sehr, sehr schwer. Nehmen wir Vitamin C. Haben wir gerade schon drüber gesprochen, dass es aufgrund der geografischen Lage einfach schwieriger über die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten von Oktober bis April genügend zu bekommen. Macht man jedes Jahr von Oktober bis April dann eine Reise irgendwo ins Warme, was ich auch, hätte ich persönlich nichts dagegen, dann hätte man dieses Thema zum Beispiel abgehakt. Das ist für viele aber jetzt nicht so praktikabel. Zunächst das Thema Selen und Jod, zwei unfassbar wichtige Spurenelemente, gerade in Bezug auf die Schilddrüse und Gesundheit und somit auch die Hormonproduktion. Wir hatten vor einigen JahrMillionen hier in Mitteleuropa eine schöne Eiszeit.

    Robin:
    Als die Eiszeit vorbei war und das Wasser abgetragen wurde, wurde sehr sehr viel an Seelen und Jod auf den Böden ausgetragen, sodass wir Seelen- und Jod-arme Böden in Deutschland haben. Das wissen oder das haben alle schon irgendwo mal gesehen unterbewusst. Das ist genau der Grund, warum wir jodiertes Speisesalz im Supermarkt kaufen können. Weil das bisher das einzige Mal war, wo sogar der Staat interveniert hat und gesagt „Hey, wir haben wirklich flächendeckend so einen Mangel an Jod, an so einem wichtigen Spurenelement, dass wir hier jetzt das Salz jodieren und dann auch sagen, das soll in Mensen, in Kantinen und auch beispielsweise in Bäckereien verwendet werden“. Wir Deutschen lieben unsere Getreideprodukte, um dann eben genug Jod zu bekommen. Also ja, in Amerika, in Kanada kann ich 100 Gramm Weizen Nudeln essen. Und weil der Weizen da das Jod und das Seelen zieht, habe ich mein Jod, und Seelen für den Tag gedeckt. Problemlos. Auch hier wieder geographische Unterschied. Kann man auch so ein bisschen auf Entscheidungen. Das waren jetzt zwei Sachen, wo wir jetzt gar keine große Einflussgröße haben. Wir leben einfach hier, zumindest alle, die auch in Deutschland oder Österreich Schweiz wohnen. Entscheidungen. Entscheide ich mich jetzt aus ethisch, moralisch biologischen Gründen, mich mehr in die Richtung zu ernähren, vegetarisch oder vegan beispielsweise? Dann ist aufgrund der eingeschränkten Lebensmittel Auswahl es sehr sehr schwierig, bis beispielsweise bei Vitamin B12 unmöglich, das eigentlich ausreichend über pflanzliche Lebensmittel zu mir zu führen.

    Robin:
    Auch hier jeder, der diesen Schritt macht: Klare Empfehlung. Beschäftigt euch sehr, sehr bewusst mit eurer Ernährung und schaut, dass sie ausreichend Nährstoffe über die Ernährung bekommt. Die Gefahr ist erhöht, weswegen dann die Testung sinnvoll ist. Und wenn der Test zurückkommt und sagt „Hey, es passt alles“, dann ist das ja ein absoluter Traum. Dann hat man sogar noch die Gewissheit, dass man mit seiner Ernährung alles richtig macht. Wenn der Test zurückkommt und man hat 1, 2, 3 Nährstoffe kritisch, auch superschön, dann hat man es herausgefunden und kann dann eben drauf reagieren. Und den letzten Punkt, der keine Entscheidung ist, aber der auch einen persönlich betrifft, sind dann noch individuelle Umstände wie beispielsweise Krankheiten. Und ich darf dann aufgrund von bestimmten Medikamenten bestimmte Lebensmittel nicht mehr essen oder muss auf Nährstoffe achten. Allergien, Intoleranzen wenn ich mit Fructose-Malabsorption habe, also eine sehr schlechte Verdauung, Übelkeit und eine sehr schlechte Verdauungs Eigenschaft von Fruchtzucker, dann kann ich weniger Früchte essen. Heißt, ich kann über die Früchte dann weniger Vitamine und Mineralien zu mir nehmen. Geht man da eine Stufe höher und ich habe eine Zöliakie, also wirklich eine Allergie gegen Gluten des Weizenprotein, dann fällt das natürlich auch weg. Und so muss man immer schauen, wie ist die individuelle Situation und wie. Und das ist dann der letzte Punkt, der eigentlich für mich persönlich auch der spannendste Punkt aktuell ist.

    Robin:
    Wie individuell ist dann noch meine Nährstoffaufnahmefähigkeit aus beispielsweise genetischer Sicht? Und das ist ein noch recht neues Feld. In der Wissenschaft der Ernährungswissenschaft wird schon ne Weile dran geforscht, aber da kommen erst jetzt wirklich spannende Ergebnisse heraus. Beispielsweise sagt man aktuelle Literatur, dass wir in der Gesellschaft von 100 % drei verschiedene Kohorten haben, von Vitamin D Aufnahmefähigkeit. Es gibt die mittleren 80 % von Prozentpunkt 10 bis 90, die nehmen Vitamin D ungefähr gleichauf. Also was meint man damit: Aufnahmefähigkeit? Die Enzyme, die Co-Faktoren, die Kaskaden die in dem Körper ablaufen, sind bei uns alle ähnlich. Es kann aber sein, dass der eine ein bisschen weniger von einem bestimmten Enzym hat und dass der Prozess dann nicht mehr ganz optimal läuft oder hier ein bestimmter Co-Faktor fehlt. Da wird es dann sehr komplex in der Biochemie, aber einfach gehalten. Bedeutet das nicht jeder nimmt die gleiche Menge an Nährstoffen gleich auf diese mittleren 80 % der große, die große Menge macht es bei Vitamin D. Es gibt aber diese unteren 10 %, die als Bad Absorber betitelt werden, die beispielsweise mit einer Dosierung, der der gesellschaftliche Schritt reichen würde, da nicht ausreichend versorgt werden würden. Und auf der Gegenseite auch. Aber die oberen 10 %, die Good Absorber, die dann eher noch darauf achten durch, dass sie nicht zu viel nehmen, weil hatten wir ja auch schon angesprochen. Auch die Gefahr der Hypervitaminose ist hier gegeben.

    Robin:
    Zu welcher Kohorte ich jetzt gehöre, ist erst mal nicht leicht rauszufinden. Da müsste man dann in die Gentest gehen. Wie man es aber herausfinden kann, ist, wenn man einen Startpunkt durch den Test hat, dann über einen bestimmten Zeitraum, der definiert ist, eine bestimmte Menge definiert supplementiert und danach wieder ein Retest macht und dann sieht. Hey nach dem drei Monaten wer bei der Durchschnitts Empfehlung eigentlich zu erwarten, dass ich jetzt optimal versorgt bin. Liege ich drunter, gehöre ich offenbar dann zu der Gruppe, die Vitamin D schlechter aufnimmt. Schließlich über die Ziele hinaus muss ich aufpassen, dass ich anscheinend Vitamin D zu gut aufnehme. Und ja, deswegen, um den ganzen Bereich noch mal abzuschließen Ich rede sehr, sehr gerne über das Thema, deswegen schreibe ich gerne aus. Der Wunsch ist auf jeden Fall da, dass man über die Ernährung alles abdecken könnte. Das wäre ideal, weil das fühlt sich so so richtig an, alles über natürliche Wege abzudecken. Dieser, dieser Traum nach Naturalismus ist aber sehr, sehr schwer, dann im Alltag wirklich umzusetzen. Wenn ich jetzt in Deutschland lebe, mich vegan ernähre, zwei Intoleranzen und eine Allergie habe und dann auch noch genetisch nicht gesegnet bin mit einer guten Aufnahmefähigkeit der Person. Dann ins Gesicht zu schauen und zu sagen Nö, nö, das geht alles über die Ernährung, finde ich nicht mehr korrekt, finde ich nicht mehr richtig. Deswegen ist es leider nicht ganz so einfach.

    Sascha:
    Okay, auf den Punkt komme ich nachher noch mal zurück, aber jetzt ist mehrfach Loewi gefallen. Wir haben jetzt dich als Robin von Loewi vorgestellt und haben auch immer gesagt Powered by Bioniq. Jetzt kannst du uns in jeweils einem Satz sagen Was was ist Loewi und warum ist Loewi powered by Bioniq?

    Robin:
    Ja, sehr gerne. Genau. Loewi ist eine Ausgründung der TU München, drei Jahre alt mittlerweile und hat sich die große Aufgabe gestellt, personalisierte Ernährung oder personalisierte Nährstoffe für jeden verfügbar zu machen durch einen Bluttest-Kit und gleichzeitig dann durch die Anpassung von der persönlichen Mischung, also wirklich auf die Information abgestimmte Mischung für das Individuum. Das war Loewi bis Ende letzten Jahres und dann kam es zur Übernahme von Bioniq. Bioniq ist eine Health Tech, also eine Gesundheits technologische Firma, gegründet in London, die sehr, sehr ähnlich vom Ansatz ist, wie wir es gemacht haben bis dato und aber auf anderen Märkten aktiv war, in Großbritannien, in Osteuropa und auch in den Emiraten. Und dann hat man sich letztes Jahr zusammengesetzt und gemerkt, dass es eigentlich sehr, sehr sinnvoll ist, dass wir da gemeinsam dann den Weg fortschreiten. Und genau das ist dann auch der Fall gewesen. Bioniq hat dann Loewi gekauft und das sehr Schöne für uns und für mich aktuell ist, dass wir jetzt nicht mehr so ein Stück weit alleine herausfinden müssen, wie die wie diese Branche funktioniert, wie Personalisierung funktioniert, sondern wie er jetzt eben aus gemeinsamen Ressourcen, aus gemeinsamer Erfahrung. Und das ist das sehr Schöne auch für den Kunden. Wie jetzt auch gemeinsam die Erkenntnisse der letzten drei Jahre zusammenführen können und weitergehen, wird unter der großen Marke Bioniq auftreten. Jetzt, zum Zeitpunkt der Aufnahme, sind wir genau in dieser Übergangsphase. Deswegen auch super, dass alles immer aufgehen kann.

    Sascha:
    Also das bedeutet, ihr seid genau den umgekehrten Weg gegangen. Es ist nicht so, dass ihr einen Nahrungsergänzungenhersteller wart, der sich jetzt hektisch ein Labor gesucht hat, das irgendwie das Ganze untermauert, sondern ihr kommt im Prinzip von der TU München aus der Wissenschaft heraus und habt euch jetzt überlegt, wie macht man denn den Vertrieb jetzt überhaupt richtig, dass das auch möglichst viele Menschen erreicht?

    Robin:
    Genau. Und da die Anekdote auch noch ganz gerne wie es zu Loewi kam das waren drei Gründer, die zu dem Zeitpunkt alle an der TU studiert hatten, die sich gefragt hatten Hey, hier herrscht so viel Intransparenz, ich will mich bestmöglich mit Nährstoffen versorgen. Der eine verspricht mir das, der andere sagt, ich soll soundso viel nehmen. Und am Ende weiß ich ja gar nicht, was passiert denn, wenn ich das dann einnehme. Ich kann es ja gar nicht überprüfen. Und aus diesem Ansatz heraus sind Sie dann an den vierten Gründer, den Professor Dr. Scherr, der zu dem Zeitpunkt eben doziert hat und in der Vergangenheit auch olympischer Sportarzt an verschiedenen Stiftungen war zusammengesetzt. Und der hatte genau für dieses Vorgehen für Athleten eben das Ganze aufgesetzt bedeutet. Der Professor hat höchstpersönlich das Blut abgenommen, hat eine Anamnese mit den Athleten durchgeführt und dann in einer Exceltabelle, wie man sich das vorstellt, links dann die Ergebnisse eingetragen und rechts dann die passende Dosierung. Eingetragen und dann das selber zusammengemixt. Super was er gemacht hat. Vom Kostenpunkt waren wir irgendwo bei 2000 2.500 € für drei Monate. Also nicht so einfach bezahlbar für die meisten Personen. Wo dann die Idee entstand, das sollte doch viel mehr Leuten zur Verfügung stehen. Und da, das macht uns dann eben auch aus. Die wissenschaftliche Nähe durch den Professor Dr. Scherr am Anfang in der Gründungsphase, als auch vor allem dann die technische Umsetzung, das Ganze zu automatisieren, Algorithmen die Arbeit übernehmen zu lassen, dass man so die manuelle Arbeit hinter bekommt und den Preis deutlich deutlich erschwinglicher machen kann als die 2.500 €.

    Sascha:
    Okay, dann lass uns noch mal ganz kurz skizzieren. Also wenn ich mich jetzt für Loewi bzw Loewi powered by Bioniq interessiere, dann mache ich was. Ich mache einen Bluttest. Ich weiß ja schon, wo ich den mache, weil ich den auf YouTube gemacht habe. Aber muss ich den zu Hause machen? Mache ich den beim Arzt? Kommt jemand von euch und macht den bei mir? Wie läuft zunächst mit der Bluttest ab?

    Robin:
    Wie läuft die Test ab? Sehr gerne. Wir bieten eine kapillare Testung an, was bedeutet, dass es reicht, dass wir und das ist noch relativ neu, aber die meisten kennen es vielleicht von der Blutzucker Testung. Nur so einen ganz kleinen Piepser an der Fingerkuppe machen und über den Weg ungefähr zehn Tropfen Blut abnehmen. Wieso funktioniert es? Wir arbeiten da mit einem Labor zusammen, wie es in den letzten zehn Jahren genau auf diese Testung spezialisiert hat, sodass wir eben kein venöses Blut ziehen müssen. Bedeutet, man ist nicht gezwungen zum Arzt zu gehen und sich zwei drei Kanülen Blut ziehen zu lassen und die dann zuzusenden, sondern man kann das, wenn man möchte, eben von zu Hause aus machen. Den Bluttest da ganz einfach mit diesem kleinen Piekser, der tut auch nicht weh, versprochen durchführen und sendet dann von da aus nicht eigentlich nicht bewusst was senden, sondern packt einfach die Blutprobe dann in einen Umschlag in den Umschlag rein und versendet das automatisch dann zu unserem Labor, wo das Ganze dann durchgeführt wird und getestet wird.

    Sascha:
    Also vor einem halben Jahr hätte ich dir widersprochen, dass das ganz einfach ist, denn ich habe mich bei meinem ersten Bluttest aus meiner Historie heraus sehr schlecht angestellt, weil ich eigentlich kein eigenes Blut sehen kann. Jetzt mittlerweile habe ich den Bluttest mehr als einmal gemacht und es geht mittlerweile wirklich wunderbar einfach auch ohne Hilfe. Also ich kriege ja das komplette Kit von euch Arm in warmes Wasser, diese Blutstropfen in dieses kleine Behältnis tropfen lassen, Deckel zu, ab zur Post. Okay, dann geht das zu eurem Labor. Und dann kriege ich von euch irgendwann Post, Benachrichtigung, was auch immer. Und dann heißt es Dein Ergebnis ist da. Was steht in dem Ergebnis drin und wie geht es dann weiter?

    Robin:
    Genau richtig. Genau so ist der Ablauf. Das Labor analysiert es dann. Ein akkreditiertes Labor also so wie es sich gehört, auch unter höchsten qualitativen Standards. Und die senden uns dann, sobald die Ergebnisse da sind, übermitteln sie uns die Daten. Hier will ich auch betonen: die Daten sind in dem Punkt auch verschlüsselt. Also das Labor kennt nicht mal den den Namen oder den den Ort oder das Geschlecht oder das Alter, sondern das läuft alles bei uns über einen Verschlüsselungs-Code, weil bei sensiblen Gesundheitsdaten uns auch immer sehr wichtig ist, dass der Datenschutz an oberster Stelle steht, während die Daten analysiert werden, kann man schon dazu sagen. Das hatte ich vorhin auch kurz angerissen. Das leider ist so ist, dass ich über eine Bluttests nicht alle relevanten Mikronährstoffe, die der menschliche Körper braucht, valide testen kann. Nehmen wir mal ein, zwei Beispiele, die sehr praktikabel machen: Kalzium. Eines der wichtigsten Mineralien, die wir kennen, befindet sich zu 99 % in unserem Körper, in Knochen und Zähnen. Die kann ich natürlich nicht übers Blut nehmen, das kann ich trotzdem den Kalzium wert im Blut abnehmen. Der Schwierigkeit hierbei ist aber, dass dieses 1 %, was sich im Blut befindet, noch mal in verschiedene Arten gebunden ist. Entweder als Kalzium-Ion, was gerne zum Puffern vom Säure-Basen-Haushalt verwendet wird. Einmal ein Protein gebunden und einmal dann auch noch als Säure als Laktat. Kennst die meisten, das bringt also relativ wenig.

    Robin:
    Ja, man könnte einen Kalziumwert im Blut nehmen. Die Aussagekraft des Wertes ist aber sehr, sehr gering. Was bedeutet das jetzt für uns? Wir müssen ja trotzdem irgendwie so ein Stück weit herausfinden, wie denn die Kalziumversorgung ist. Genau da setzt ein großer umfangreicher Fragebogen an, den wir dann, währenddessen die Blutprobe sich in der Testung befindet, freischalten, wo man dann eben einmal ganz schön durchgeführt angeben kann, was denn die Einzelperson, was dich oder mich oder wer auch immer den Test durchführt, dann ausmacht. Bedeutet die biometrischen Daten zu Beginn Größe, Alter, Gewicht, Geschlecht und dann kommen wir schon in den Lebensstil. Bedeutet habe ich irgendeine bestimmte Ernährungsform? Wir hatten zwar im besprochen mischt Kost vegetarisch, vegan, Paleo Keto gibt es super viel, mittlerweile aber habe ich bestimmte Intoleranz Allergien. Welche Lebensmittel Gruppen esse ich in welcher Menge? Also nur weil ich mich nicht festlich ernähre, heißt es ja nicht, dass ich genauso esse wie alle anderen, sondern die einen essen mehr Fisch, die anderen essen weniger Fleisch, die einen essen viel Gemüse, die anderen essen wenig Gemüse. Die sollten aber viel Gemüse essen. Ums gleich zu sagen Wie sieht mein Sportroutine aus? Wie sieht mein Sportpensum aus, wie sieht mein Schlaf aus? Alles super wichtige Daten, die das Leben ausmachen, dann auch betont: Was habe ich für persönliche Ziele? Was möchte ich denn? Wo möchte ich mich dann verbessern? Wo fühle ich mich noch nicht ganz so wohl? Also geht es in den Winter rein und ich sage jetzt im Winter ich weiß, ich bin infektanfällig, möchte ich meine immun mein Immunsystem stärken.

    Robin:
    Das wäre ein super schönes persönliches Ziel für viele. Oder beispielsweise möchte ich noch leistungsfähiger im Job sein und meine kognitiven Fähigkeiten verbessern, meine Konzentrationsstärke verbessern oder zumindest unterstützen. Aber da kann man auch das angeben. Und dann, und das betone ich, weil es so wichtig ist, haben wir jetzt viel über den Bereich Personalisierung im Sinne, was die Person einzeln ausmacht, besprochen. Ein ganz wichtiger Punkt ist auch noch das Thema Sicherheit. Und was meine ich mit dem Thema Sicherheit? Wenn ich jetzt als Person eine bestimmte Krankheit habe und aufgrund dieser Krankheit dann Medikamente einnehmen muss, dann ist es natürlich unfassbar wichtig, dass diese Medikamente keine negativen Interaktionen mit Nahrungsergänzung und Nährstoffen haben. Woher soll ich jetzt als Einzelperson wissen? Dann müsste ich bei jedem Medikament die Packungsbeilage durchlesen und alle Studien verstehen, die Interaktion beschreiben. Genau da setzt natürlich das bei uns auch an die Daten bei uns werden auch mit dem Datensatz von Medikamenten verglichen, wo man dann eben auf der sicheren Seite ist, dass die Dosierung angepasst sind an die Medikation, die vorherrscht, also nicht nur die bestmöglichste Mischung, sondern das wollen wir auch so ein bisschen vorantreiben. Die sicherste Mischung für dich als Einzelperson.

    Sascha:
    Okay, und die schickt er mir dann zu.

    Robin:
    Genau. Und dann bekommt man. Das passiert direkt bei Beginn der Bestellunge, einen Zugang zu unserem sogenannten Gesundheitsprofil. Das nennen wir den den Ort des Wissens, deines, deiner Gesundheitsdaten, wo wir dann alles an Informationen nochmal schön visuell aufarbeiten. Man kennt das vielleicht vom Hausarzt, wenn man dann einen Bluttest macht, dann kommt da so ein DIN-A4-Blatt zurück und da stehen ein paar komische Wörter, die man nicht kennt, Abkürzungen, dann irgendwo ein Balken und irgendwo auf dem Balken ist man dann da. Kann man vielleicht noch ablesen, ja, das sieht nicht so gut aus oder sieht gut aus. Aber ohne den Arzt kann man da natürlich jetzt nicht viel oder sollte man auch nicht viel interpretieren.

    Sascha:
    Das ist richtig. Man guckt da drauf und denkt: Ja und jetzt?

    Robin:
    Genau, was mache ich jetzt als nächstes? Und um gleich zu betonen, dass es aber so wie die Ärzte arbeiten, genau richtig so, weil die haben eh schon einen sehr, sehr stressigen Alltag. Wo wir uns aber dann die Aufgabe gestellt haben, war, diesen Bereich dann auch so ein bisschen zu visualisieren, verständlich zu machen, aufzuarbeiten. Und deswegen ist jedes Ergebnis im Profil dann auch noch mal zum einen farblich aufgearbeitet. Bedeutet Wenn man sich außerhalb der Grenzbereiche befindet, betiteln wir das als kritisch. Wenn man sich gerade so an der Grenze ist, dann grenzwertig und dementsprechend gibt es dann auch noch einen optimalen Wert. Im Ampelsystem gesagt: rot kritisch, gelb grenzwertig und grün optimal. Das Ziel ist natürlich, bei allem optimal zu sein. Hier ist auch immer ganz wichtig zu betonen, wir versuchen da keine Angst zu schüren und man lebt auch noch, man erlebt den nächsten Tag auch noch, wenn man jetzt ein oder zwei Nährstoffe kritisch versorgt hat. Das ist aber sehr schön, weil das genau der Moment ist, wo man verstanden hat oder verstehen kann. Okay, genau hier kann ich jetzt eben ansetzen. Genau hier bin ich in den meisten Fällen unterversorgt, wie gesagt betont. Es kann aber auch sein, überversorgt und muss eben irgendeine Änderung dann in meinem Lebensstil oder eben über Nahrungsergänzung dann vornehmen.

    Robin:
    Genau neben den aufgearbeiteten Daten dann noch gerne als Zusatz, wo man auch so ein Stück weit dann wir Verantwortung übernommen haben, weil eine Lösung gewesen bieten kann natürlich auch falsch aufgenommen werden kann verstanden werden als ach super, ich bekomme also alle meine Mikronährstoffe, die ich brauche. In einem Löffel muss ich ja gar nicht mehr nachdenken. Das ist ja mein Freifahrtschein für Cola, Pasta, Pizza, Bier und Wochenende. Da sagen wir natürlich Nein, da kommt mal ein klares wissenschaftliches Nein raus. Hier haben wir dann eben den die Wichtigkeit der Position von Nahrungsergänzung im Kontext zur Ernährung im Gesamtkontext der präventiven Gesundheit. Und wie gesagt, wir haben es vorhin ein Stückchen aufgearbeitet, warum es sehr, sehr sinnvoll ist zu testen und dann in vielen Fällen eben auch Nahrungsergänzung dann einzusetzen. Genauso wichtig ist aber zu betonen, dass eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielfalt an verschiedenfarbigen Gemüse, um die sekundären Pflanzenstoffe abzudecken, einer großen Auswahl an den gesunden Fetten, die eben dann beispielsweise die Hormonproduktion unterstützen, an der richtigen Menge an Eiweiß um Bausteine zu liefern. Nicht nur, wenn ich Muskelaufbau betreiben will, sondern auch, wenn ich und das macht der Körper von alleine, die Arbeitsstrukturen, die ich habe, immer wieder erneuern möchte.

    Robin:
    Und dann zu guter Letzt auch ein ganz, ganz wichtiger Punkt: Kohlenhydrate an sich sind nicht lebensnotwendig, aber meistens versteckt sich bei Kohlenhydratquellen dann vor allem die Ballaststoffe, die dann wieder für die Darm-Gesundheit verantwortlich sind. Und ausreichend Ballaststoffe bekommt man nicht über Loewi. Das ist die Eigenverantwortung in Ernährung. Ausreichend Eiweiß auch nicht. Wir sind keine Mahlzeiten-Ersatz. Wir versuchen nicht alles zu ersetzen, sondern komplementär zur Ernährung eben die Position zu haben aus dem Grund: Lange Rede, kurzer Sinn wie immer haben wir innerhalb des Gesundheitsprofils dann auf die Angaben abgestimmt, auf dich abgestimmt. Eine große Auswahl an verschiedenen Lebensmitteln, die dann eben sinnvoll an die Versorgungssituation, die wir festgestellt haben, dann ergänzend in den Speiseplan mit eingebaut werden kann. Und ich kenne es noch früher aus meiner Zeit als Ernährungsberater. Das bringt nichts, wenn ich nur Lebensmittel nenne, sondern die Frage ist ja auch Was mache ich denn damit, wenn ich die vom Einkaufen dann mit nach Hause bringe? Genau aus dem Grund haben wir dann auch noch zusätzlich Rezepte mit eingepackt. Dass man so ein Stück weit als Inspiration gedacht, hier ein bisschen tiefer reingehen kann und bestimmte Lebensmittel dann mit in den Speiseplan integrieren kann.

    Sascha:
    Jetzt. Sag es aber noch mal ganz kurz. Also, ich habe jetzt dieses Granulat. Das ist ein Löffel. Das Granulat ist ganz speziell auf mich, ganz individuell auf mich abgestimmt. Davon nehme ich einen Löffel am Tag von diesem Granulat, also zum Beispiel in Flüssigkeit oder mit Flüssigkeit oder über den Joghurt. Das mache ich dann über x Wochen und dann wiederhole ich den Bluttest und dann überlegt ihr, ob ihr das nächste Mal das Granulat anders für mich mischt.

    Robin:
    Genau richtig. Erst mal noch kurz: Jetzt haben wir über Granulat gesprochen. Das ist für viele wahrscheinlich auch noch neu. Warum ein Granulat? Warum kein Pulver? Warum keine Tablettenform, keine Kapseln? Die große Gefahr bei Multi-Nährstoff-Präparaten, also einem einem. Einer Mischung von mehreren Nährstoffen ist, dass sich diese Nährstoffe kurz vor der Zelle, also sie befinden sich schon im Blut und dann kurz vor der Zelle, aber gegenseitig wieder Enzyme klauen, Transportwege klauen Co-Faktoren klauen, so dass man eigentlich alles richtig gemacht hat und vielleicht sogar die richtige Menge an Nährstoffen richtig aufgenommen hat und aber die letzt der letzte Schritt, die Absorption in die Zelle dann nicht stattfindet, weil eben zu viel gerade in der Blutbahn los ist, weil zu viele Leute die gleiche Tür benutzen wollen. Und genau aus dem Grund sind bei uns die Nährstoffe in mit einem Ballaststoff verbunden, den sogenannten Guakernmehl. Ein super harmloser Ballaststoffe, der dann neben den Vorteilen die Ballaststoffe also bildet, Cholesterin bindet und auch super für die gesundheitsfördernden Darmbakterien als Nährstoffgrundlage da ist. Aber den ganz, ganz großen Vorteil hat, dass die Verbindung der Nährstoffe mit dem Granulat dazu sorgt, dass sich die Nährstoffe erst mal an die Darmwand absetzen, aufquellen, weil da in Verbindung mit den Ballaststoffen und dann nicht mehr. Zum Glück haben wir ja eine Videoaufnahme. Wir diesen hohen Peak haben an Nährstoffen im Blut, der dann wieder sehr sehr schnell runtergeht, weil die Nährstoffe dann teuer über den Urin wieder ausgeschieden werden, sondern wir über lange Zeit hinweg eine abgeflachte verlängerte Kurve einer Nährstoff Abgabe über mehrere Stunden haben, was dann dazu führt, dass Prozentual gesehen eben deutlich mehr Nährstoffe aufgenommen werden können. Wer sich da einlesen möchte, das ist der sogenannte Retard-Effekt, kennt man vielleicht unter reparieren. Kommt auch ursprünglich aus der Pharmazie, wo man sich darauf inspiriert hat. Okay. Genau. Ja.

    Sascha:
    Also gut. Den Weg kann man jetzt also. Verstanden. Wir lassen unser Blut testen, oder wir schicken euch eine Probe des Blutes. Kriegen die auch ganz einfach selbst abgezapft. Bekommen dann von euch Informationen hochwertig aufbereitet, sodass man es versteht. Kombiniert mit Tipps, wie man das auch aus natürlichen Lebensmitteln ziehen könnte, bekommt aber auch ein Präparat ein Granulat, das man einmal am Tag isst, um das Ganze dann nach drei Monaten zu wiederholen, um dann zu merken, ob die Hypothesen denn richtig waren. Und wenn ich das aus Kundenperspektive sagen kann Was mir da sehr gut gefallen hat, ist das Folgende: Ich habe ja am Anfang mit dem Bluttest lange gehadert, ob ich das wirklich, wirklich machen soll. Und wenn ich nicht persönlich mit euch in Kontakt gestanden hätte, hätte ich es nicht gemacht, sage ich ganz ehrlich. Und das wäre ein Fehler gewesen, wenn ich es nicht gemacht hätte. Wenn ich da aus der Sorge vor diesen paar Tropfen Blut das nicht gemacht hätte. Was ich sagen will: Es gibt ganz viele Firmen, die ganz tolle Nahrungsergänzung machen, made in Germany, die sich auch wirklich Mühe geben, die mit Labors zusammenarbeiten. Und so weiter, die aber am Ende des Tages dann doch immer zwei Probleme offen lassen. Also zum einen arbeiten sie halt immer so ein bisschen mit der Gießkanne, aber auch nicht zu viel, dass man nicht überdosiert. Und zum anderen ist es so, die haben immer einen eindrucksvollen Katalog an Produkten und. Von jeder noch so sympathischen Firma, wo ich bis jetzt so einen Katalog bekommen habe, habe ich dann immer gedacht Ah, okay, ihr habt also auch speziell ein Präparat für Schlag mich tot, Vitamin D, B12, was auch immer, brauch ich das? Und dann ging die Recherche los und dann in die Recherche kannst du ja beliebig viel Zeit stecken und dann liest du so was wie Ja, aber Achtung, nimm das nicht morgens, nimmt es, dann nimm es nicht kombiniert mit diesem und jenem.

    Sascha:
    Ach so, im Sommer ist es übrigens wiederum was anderes. Und schon und dann und das heißt, ich habe so viel… okay, ich habe auch was dabei gelernt, aber ich habe so viel Lebenszeit in diese Recherche damals investiert, schön gesagt. Und es ist ja noch viel schlimmer. Ich muss ja am Ball bleiben. Also deswegen erst mal sozusagen aus, aus. Ein Lob aus Perspektive eines Kunden, der einfach sagt Okay, ich bin jetzt an dem Punkt, ich akzeptiere, dass ich einen Mangel haben könnte. Ich akzeptiere, dass ich diesen Mangel durch Ernährung lösen könnte, aber jetzt auch nicht meinen kompletten Lebensstil umstellen will. Also natürlich, wenn ich jetzt mehr frisch koche, super. Ich werde jetzt aber vielleicht auch es nicht realistisch schaffen, drei Mal am Tag frisch zu kochen und alles abzudecken, was man abdecken muss. Dann will ich es möglichst einfach haben. Und jetzt komme wieder zurück zur Produktivität. Das leistet ihr also ich sage mal, es ist eigentlich ein no brainer.

    Robin:
    Total ja. Und auch spannend, dass das erst mal danke für das Kompliment und ich leite. Ich leite das immer sehr, sehr gerne ans Team auch weiter, weil es uns auch motiviert, wenn wir Feedback bekommen. Weil klar und du hast es gerade sehr, sehr schön gesagt mit dem no brainer. Als ich noch nicht für damals Loewi jetzt Bioniq gearbeitet habe und das erste Mal über einen Kongress in dem Sinne Ich liebe Grüße raus wäre sehr sehr tief in das Thema Personalisierung und personalisierte Ernährung gehen möchte. Er kann sich auch gerne weitergehend mit Professor Dr. Lutz von der DHBW Heilbronn beschäftigen, die in dem Bereich ja richtig forschen und richtig spannende Erkenntnisse schaffen. Aber von ihr hatte ich damals eben einen Vortrag gehört und sie hatte das erste Mal für mich, zumindest das erste Mal, als ich es gehört hatte, über das Thema Personalisierung gesprochen. Und man kennt es ja, man weiß es irgendwo ja nicht jeder ist gleich. Und ja, mich macht wahrscheinlich das eine oder andere dann wirklich aus. Aber der, der die Praxis oder die den Sprung in den Alltag hatte ich nie gesehen gehabt. Ich wusste halt ja, weil ich mich vegan ernähre, muss ich auf das alles achten und ah, stimmt ja, ich gehe noch sehr gerne viel laufen, wahrscheinlich noch Magnesium.

    Robin:
    Aber diesen Schritt weiter zu gehen, diesen tiefen Schritt zu gehen in die Diagnostik wirklich anhand von Daten zu verstehen. Hey, nicht nur deine Blutwerte sind einzigartig, sondern auch deine Lebenskonstellation. Wie gesagt, gerade so Themen wie Allergien, Intoleranz, Medikamente werden dann auf einmal sehr sehr greifbar und werden auch greifbar genutzt. Und als ich das erste Mal bin ich tatsächlich auch hierher gekommen von Loewi gehört habe, war für mich klar Da will ich auf jeden Fall hin, weil ich das so richtig finde, diesen Ansatz zu führen. Ohne jetzt schlechtreden zu wollen, wie die Branche davor gearbeitet hat, also quasi so, wie es viele hat heute noch machen. Das war lange Zeit eben der Status Quo und viele sind eben dann auch den Schritt tiefer gegangen und haben dann erkannt okay, ich brauche bei Vitamin D jetzt auch immer K2 mit dazu. Deswegen gibt es jetzt immer Vitamin-D3-K2-Präparate, aber das ist alles noch nicht personalisiert gewesen. Und ähnlich wie du, ich hatte diesen No-Brainer-Effekt im Moment auch, wo ich gedacht habe, ja, da muss ich hin und freue mich umso mehr, dass ich jetzt über ein Jahr später hier sitzen darf und so schön über das Thema reden darf.

    Sascha:
    Genau. Und also seitdem ist es für mich auch wirklich einfacher geworden. Ich kann es ganz klar sagen, ich habe jetzt nicht nur Loewi im Nahrungsergänzung Regal stehen, weil das ja gesagt, ihr bietet kein Eiweiß an zum Beispiel, das heißt das Eiweiß, das habe ich mir jetzt noch woanders gesucht, aber damit bin ich jetzt einfach fertig und bleibe fertig. Ich habe noch eine letzte Frage zu eurem Vorgehen. Du hast vorhin gesagt, dass ihr das ist mal begonnen hat mit so einer Exceltabelle und dass das mittlerweile automatisiert ist. Wenn man automatisiert hört, denkt man immer so ein bisschen Ah ja, okay, weil es dann Arbeit erspart. Meine Frage ist: Ist es nicht sogar notwendig, das zu automatisieren? Denn wenn ich sehe, was da in der Forschung alles passiert mit neuen Erkenntnissen, Wechselwirkungen und so weiter. Kann da langfristig ein Mensch überhaupt noch den Überblick behalten oder muss das irgendwann zwangsläufig die KI machen? Diese, die die Blut-Ergebnisse und den Fragebogen hernehmen und das mit der Datenbank von allen Studien, von allen Medikamenten abgleichen, um dann die Mischung zu bestimmen?

    Robin:
    Ja, wir es bei dem bei dem Volumen an Daten, die wir verarbeiten. Und du hast es auch sehr schön gesagt bei dem auch Volumen an neuen Erkenntnissen, weil die Ernährungswissenschaft ist schöner Weise noch nicht abgeschlossen, sondern ist ein sich stetig weiter entwickelndes Feld der Wissenschaft. Es ist unabdingbar, hier über künstliche Intelligenz und Algorithmen zu arbeiten, um eben überhaupt mit so vielen Daten umgehen zu können. Das sehr, sehr Schöne ist, dass durch diese technische Möglichkeit es für uns möglich ist, überhaupt das zu machen, was wir machen können. Was auch auf der anderen Seite sehr spannend ist, wo ich auch ein großer Verfechter bin von, dass man im Gesundheitsbereich. Jetzt kam es ja heute schon ein paar Mal durch, das ist sehr super, super komplex und ich bin mittlerweile der Meinung, dass man sich da, dass man auf jeden Fall das Verständnis für alle Bereiche haben muss. Aber gerade wenn man sich da in der Ernährungswissenschaft befindet, dann auf jeden Fall auch die Tiefe suchen muss. Und diesen personalisierten Ansatz, dass es quasi diese Tiefe, die wir gewählt haben, weil wir davon überzeugt sind, dass es der richtige Schritt ist, als nächstes den Bereich der Ernährung über Nahrungsergänzung zu unterstützen. Durch den personalisierten Ansatz genauso gut und deswegen noch mal betont, ist es eben, die Gesundheit immer im Gesamten im Blick zu behalten.

    Robin:
    Also wenn man sich jetzt beispielsweise entscheiden sollte, das klingt alles super und ich kaufe mir jetzt einen Bluttest und ich mache das alles nie zu vergessen: Hey, wie du jetzt auch das Eiweiß noch in egal zu haben oder das Eiweiß über die Ernährung abzudecken. Die Ballaststoffe, die Fette, das hat man vorhin angesprochen. Wenn ich die perfekte Ernährung und die super Nahrungsergänzung habe, dann muss ich immer noch Sport machen und ich muss immer noch einen täglichen Ausgleich suchen. Und ich kann den perfekten Sport, den Job, den ich liebe, keinen mentalen Stress und die beste Ernährung und der super Nahrungsergänzung haben. Wenn ich 2 bis 3 Stunden schlecht schlafe in Summe, dann kann es trotzdem nicht funktionieren, dass es mir super geht. Deswegen muss man immer alles im Blick behalten. Und das Wichtige ist eben deswegen auch so schön, dass Personen wie du dann auch gerne mal Blick zurück so viele Bereiche davon abdecken und auch die Möglichkeit haben, da Wissen über so viele verschiedene Bereiche zu bieten, dass man eben immer das Ganze als ganzheitlichen Ansatz sieht.

    Sascha:
    Dann lass mich kurz zusammenfassen. Also meine Eingangsfrage war ja, ob es so etwas wie Produktivität-Skorbut gibt. Und da ist die Antwort ja durchaus so was gibt es also nicht nur Profisportler sollten sich mit dem Thema auseinandersetzen. Wenn man sich mit dem Thema auseinandersetzt, dann stößt man ganz schnell an die Grenzen dessen, was man ohne Molekular-Chemie verstehen kann. Ihr arbeitet mit einem Bluttest, macht über zusätzliche Fragebögen eine ganz individuelle Abmischung für die einzelne Person, wiederholt den Test regelmäßig, um sicherzustellen, dass diese Hypothese, dass diese Kombination auch wirklich hilft, auch wirklich hilft. Das Ganze ist ein no brainer und entbindet aber natürlich nicht von der Verantwortung sich zu bewegen, ansonsten jetzt nicht zum Fastfood-Junkie zu werden. Okay, am. Nehmen wir mal an, wir sind jetzt überzeugt, oder? Ich bin ja sowieso schon überzeugt, wir wollen das jetzt ausprobieren. Dann findet man in den Shownotes einen Rabatt Code. Der ist „LW-Sascha-Feth“. Den muss man sich selber nicht merken oder aufschreiben, sondern der steht in den Shownotes. Wenn ich diesen Rabatt Code nutze, was bekomme ich dann? Was habe ich dann davon?

    Robin:
    Genau. Da bieten wir aktuell drei verschiedene Ansätze oder drei verschiedene Produkte, nenne ich es mal. Zum einen kann man grundsätzlich auch sagen, man möchte uns erst mal nur diagnostisch verwenden und dann eben bei Loewi erst mal die Nährstoff-Situation überprüfen, da dass man da so ein Bild für hat. Wenn man die einzelnen Marker, die man zusammensetzt, die wir testen, auch beispielsweise beim Hausarzt abfragen würde, landet man irgendwo zwischen 200 und 250 €, was natürlich sehr viel Geld ist. Aber so teuer sind natürlich die Labore und die die Diagnostik-Möglichkeiten, die da vorherrschen. Der Bluttest ist bei uns ein Stückchen günstiger liegt bei 199 €. Wenn man sich jetzt entscheidet, über den Code, den du genannt hast, gerade den Bluttest zu bestellen, dann bekommt man da noch mal 25 € Rabatt, also statt den 199 für nur noch 174 €. Wenn man den Schritt weitergeht und sagt Ja, ich möchte auf jeden Fall wissen, wie meine Blutwerte aussehen, aber auf jeden Fall dann auch im nächsten Schritt eben personalisierte Nährstoff-Mischung erhalten, die dann auch angepasst sind auf alles was wir genannt haben, in Analyse gucken und man sich eben nicht mehr selber dann auf den Weg machen muss. Du hast es gesagt. Man kann sich da sicherlich auch selber mit beschäftigen.

    Robin:
    Wenn man die Zeit dafür hat und das Interesse dafür hat, dann ist es eine spannende Reise. Aber das ist sehr, sehr viel Zeit, dass da auch gemacht werden muss. Aus dem Grund kann man sich dann eben auch entscheiden, den Bluttest gemeinsam mit den Nährstoffen direkt zu bestellen, wo wir dann per se schon mal das ist das Schöne bei dem Bluttest einen schönen Schritt entgegengehen können, weil die Nährstoffe dann die Kosten ein Stückchen mittragen. Sprich der Bluttest geht von 199 € auf nur noch 99 € runter und weitergehend der Code wenn er verwendet wird, vergünstigt dann sogar den Bluttest von den 99 auf nur noch 74 €. Man hat dann also für 74 € einen Bluttest und steigt dann quasi mit seiner ersten Nährstoff Mischung ein. Und die Nährstoffe liegen immer bei 75 € pro Monat und man hat da für die ersten drei Monate eine Ration, die damit gesendet wird. 50 € sind ein bisschen mehr als 2,50 € am Tag. Also ich vergleiche sie mal mit dem, dem schönen Kaffee am Morgen oder vielleicht dem alkoholfreien Feierabendbier am Abend, wo man dann dafür personalisiert, genau auf sich abgestimmt in Granulatform mit bestmöglichster Aufnahmefähigkeit seine Nährstoffe dann erhält.

    Sascha:
    Und da muss man mal ganz sicher zu sagen, ich könnte mit dem ich könnte sowohl mit dem Bluttest, den ich von euch bekomme noch mal zu meinem Hausarzt gehen und mit ihm oder ihr darüber sprechen. Ich kann aber auch umgekehrt mit dem Bluttest, den ich beim Hausarzt gemacht habe, zu euch kommen. Oder?

    Robin:
    Genau. Ja, sehr, sehr spannend. Genau richtig mit dem kleinen Apostroph, das man auf jeden Fall dranhängen muss, wo man so ein bisschen gleich unterscheiden muss. Weil, wie du es gesagt hast, das ist unsere dritte Möglichkeit, dass man eben mit eigenen Blutwerten zu uns kommt, die Blutwerte bei uns hochlädt. Wir verarbeiten die dann ganz normal und bereiten sie, wie vorhin auch angesprochen im Gesundheitsprofil dann selbstverständlich auch wieder auf. Der Kaviar ist hier, dass die Bluttests und beim Hausarzt selbst ein großes Blutbild nicht zu 100 % die gleichen Marke abnimmt, wie wir sie abnehmen und die wir auch benötigen. Bekannte Nährstoffe sind Vitamin D, was jetzt mittlerweile sehr, sehr oft mit dabei ist. Ein fertiger Wert, der die Eisenspeichersituation beschreibt oder ein Folsäurewert. Werte die leider nicht mit dabei sind oftmals Seelenwert einen Kupferwert den wir auch mit abnehmen und dann vor allem ganz wichtig in den fast schon Makro und der Stoff Bereich ein ganz ganz wichtiges Thema, was wir heute nur kurz angerissen hatten die Omega-Fettsäuren. Auch die werden bei uns in der Festung mit abgerufen. Die werden sehr selten bisher bei den Blutbildern von Hausärzten mit abgerufen. Deswegen da kann man sich dann gerne auch bei uns auf der Seite schlau machen, welche Parameter wir unbedingt benötigen und man die dann abfragt beim Hausarzt. So rum kann man es machen. Das geht vor allem auch vielleicht noch an die Person raus, die einen sehr, sehr guten Draht zu dem Heilpraktiker haben, irgendwo oder in einem Umfeld sind, wo ein Sportarzt zur Verfügung steht, vielleicht sogar Leistungssportler sind und Zentren vor Ort haben, wo man auch und das bieten wir die Möglichkeit, weil viele Leistungssportler mit uns oder Loewi nutzen, die dann eben noch mehr Parameter abnehmen und noch mehr Werte abnehmen. Das sind Blutbilder, die dann gerne mal 400, 500 € kosten. Das Schöne ist, dass wir das auf der technischen Seite trotzdem verarbeiten können, weswegen wir die Möglichkeit da bieten können, eben auch nur die Nährstoffe auf Grundlage des Blutbild, das man selber hat, bekommt.

    Sascha:
    Also ich hätte jetzt noch ganz viele Fragen, teilweise Fragen, auch aus Eigeninteresse. Aber ihr habt ja für eure Kundinnen und Kunden einen ganz tollen Support. Also ich nutze zum Beispiel ganz gerne den WhatsApp-Support, den ihr da habt und auch immer sehr schnell reagiert. Ich würde sagen, diese Fragen verlagere ich einfach auf den WhatsApp-Support und sage dir für den Moment vielen Dank, dass du dir die Zeit für uns genommen hast.

    Robin:
    Ich sage auch vielen Dank, dass ich da sein durfte. Das hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht. Möchte auf jeden Fall noch mal auch Danke an die Zuhörer sagen fürs Zuhören per se und. Noch mal betont, weil es ebenso wichtig ist. Zum Abschluss auch ein Stück weit von unserer Seite. Das Thema Nahrungsergänzung ist unfassbar wichtig, aber eben auch immer das Gesamtbild im Blick zu behalten und so tollen Coaches und Trainern wie dir eben ein offenes Ohr zu schenken, die über so viele Bereiche eben referieren. Nicht nur reine Nahrungsergänzung, auch wenn sie super wichtig ist.

    Sascha:
    Also dem Dank an die Zuhörerschaft schließe ich mich an und noch mal zur Erinnerung: den Shop, den Rabatt-Code und den Link findet ihr in der Videobeschreibung bzw den Shownotes. Damit bedanke auch ich mich fürs Zuschauen bzw Zuhören und freue mich, wenn wir uns in der nächsten Folge wieder sehen oder hören.

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    Zeige mir deinen Impfpass und ich sage dir, wie produktiv du bist

    Wir sind im Juni 2022 und in diesen Tagen war ich bei meinem Hausarzt für eine fällige Impfung. Auf genau diese Impfung hat mich mein Hausarzt 2017 hingewiesen. Damals lag das also 5 Jahre in der Zukunft. In solchen Situationen ist es sehr verlockend, den Impfpass erste Mal in die Ecke zu legen, und rein gedanklich den Vorsatz zu fassen, in 4-5 Jahren dann rechtzeitig daran zu denken. Das funktioniert leider viel zu selten und vor allem viel zu unkontrolliert. Das gilt für jeden Vorsorgetermin, egal ob es um dich, dein Auto, deine Heizung, eine deiner Versicherung, usw. geht. Es ist ja schließlich noch genug Zeit, um nochmal daran zu denken. Wie oft ist dir in so einer Situation dann doch mal etwas durchgerutscht? Hier sind zwei Tipps, wie du das künftig verhindern kannst. Dazu brauchen wir wichtige Dokumente griffbereit und müssen um richtigen Zeitpunkt gekitzelt werden.

    Diesen Beitrag im Podcast anhören:

    Tipp 1: Ziehe eine Entnahmelogik einer Ablagelogik vor

    Dein Impfpass ist ein Dokument, genau wie alle Schreiben von deinen Versicherungen, Banken oder von Behörden. Wo liegen alle diese Dokumente? An wie vielen Stellen könnten sie liegen? Könnte das überall im Haus sein, oder gibt es wenigstens einen Raum, oder sogar einen Schrank, auf den du die Suche einengen kannst?

    Bei realen Dokumenten kann das ganz schön knifflig werden. Mal angenommen, wir suchen die Nebenkostenabrechnung, und die ist bereits abgeheftet, und nicht mehr in einem Papierstapel zu suchen. Ist sie dann Ordner „Wohnung“, oder eher „Steuer“ oder vielleicht sogar „Ausgaben“ abgeheftet? Gewöhne dir am besten an, immer mit einer Entnahmelogik, statt einer Ablagelogik zu arbeiten. Am Beispiel einer Nebenkostenabrechnung bedeutet das weder N wie Nebenkosten noch W wie Wohnung, sondern S wie Steuer. Denn: Wann wirst du das Dokument das nächste Mal suchen? Vermutlich, wenn die Steuererklärung ansteht. Lege Dokumente so ab, dass die nächste Entnahme einfach wird.

    Für digitale Dokumente ist die Situation etwas einfacher. Hier kann man mit Shortcuts arbeiten, und die Datei so effektiv in mehreren Ordnern ablegen. Manche Apps, wie z.B. Evernote erlauben es zusätzlich noch, mit Labels zu arbeiten. Es verbleit noch der Stolperstein des Dateinamens. Nehmen wir ein Dokument deiner Krankenversicherung als Beispiel. Vielleicht bekommst du von deiner Versicherung die Dokumente dazu bereits elektronisch zur Verfügung gestellt. Ich möchte aber wetten, dass in diesem Fall der Dateiname nicht das Wort „Krankenversicherung“ enthält. Wenn der Dateiname nicht sogar komplett kryptisch ist, wird er häufig Kürzel enthalten wie etwa PKV (für private Krankenversicherung). Wird die Datei jetzt unter diesem ursprünglichen Namen abgelegt, aber beim Entnehmen eben nicht nach PKW, sondern nach Krankenversicherung gesucht, dauert die Suche deutlich länger.

    Zurück zum Impfpass: Hier gab es vor ein paar Jahren eine große Plakatkampagne „Deutschland sucht den Impfpass“. Wenn du ihn das nächste Mal gefunden hast, lege ihn dort ab, wo du ihn das nächste Mal suchen würdest. Vermutlich ist das dort, wo du heute zuerst gesucht hast.

    Tipp 2: Lass dich zur richtigen Zeit kitzeln

    2017 habe ich von meinem Hausarzt das To-do „Komm in 5 Jahren zur Impfung vorbei“ bekommen. Das ist eine seltene Kategorie von Aufgabe: Extrem kurz in der Ausführung, extrem lang in der Wartezeit bis zur Ausführung. 5 Jahre lang muss nichts getan werden, dann wird ein Termin vereinbart (5 Minuten) und der Termin wahrgenommen (20 Minuten plus ggf. Wartezeit). Die Erinnerung daran, diesen Termin zu vereinbaren, ist eine Wiedervorlage an einem selbst. In Büros und Ämtern gab es dazu Wiedervorlagemappen. Leider reichen die nie 5 Jahre in die Zukunft.

    Man könnte dieses To-do jetzt in den Kalender eintragen. Aber wann? Vielleicht irgendwann im Januar, damit man dann noch genug Flexibilität hat, auch wirklich einen Termin zu bekommen. Wer schon mal im August oder später versucht hat, noch im gleichen Jahr einen Termin zur professionellen Zahnreinigung zu bekommen, weiß, was ich meine. Der 1. Januar ist natürlich schlecht, weil da in der Praxis niemand ans Telefon gehen wird. Vielleicht also der erste Werktag im Januar. Okay, also Kalendereintrag auf den ersten Werktag im Januar, 9:00 Uhr „Impftermin vereinbaren“.

    Schon ist mein heiligstes Mantra gebrochen: Terminiere keine Aufgaben. Ich wäre ja gewillt, eine Ausnahme zu machen, weil diese Art To-dos selten genug vorkommt. Eine Mahnung möchte ich dazu auszusprechen. Das Problem bei Kalendereinträgen ist: Ist der Termin vorbei, so ist er aus den Augen aus dem Sinn. Wenn du an am ersten Januarwerktag um 9:00 Uhr nicht in der Praxis anrufst, wirst du spätestens am Folgetag nicht mehr daran denken. Termine stehen stur im Kalender, ob sie „erledigt“ wurden oder nicht. Wenn der Termin also am betreffenden Tag aufploppt, dann fühle dich von ihm gekitzelt. Sollte es gerade tatsächlich passen, dann rufe in der Praxis an. Sollte es aber vermutlich gerade nicht passen, so solltest du ein neues Kitzeln vereinbaren. Verschiebe den Termin auf einen günstigeren Zeitpunkt, oder noch besser: Lege die eine Aufgabe in deinem Task-Manager an.

    In Task-Managern läuft das grundlegend anders: Nicht erledigt heißt, dass sie dir als so lange als überfällig angezeigt werden, bis du sie erledigst. Hätten wir die Aufgabe daher vielleicht von Anfang an auf die To-do-Liste setzen sollen? Dann hätten wir den Teufel mit dem Beelzebub ausgetrieben: Die Gefahr des Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn ist gebannt, dafür wird uns die Aufgabe vermutlich 5 Jahre lang in der To-do-Liste nerven. Ich schlage dir eine der beiden folgenden Optionen vor:

    Option 1: Der Kalender kitzelt, die To-do-Liste nervt

    Trage zuerst einen Termin in den Kalender ein. Sobald er fällig ist, fühl dich gekitzelt und erledige es entweder direkt oder trage es dir in die To-do-Liste ein.

    Option 2: Die Irgendwann-Liste

    Das ist meine bevorzugte Variante: Eine separate Liste, mit allen Aufgaben, Ideen, Träumen usw., die ich irgendwann mal machen will. Diese Liste wird aktiv kultiviert und einmal pro Woche durchgesehen. Ganz am Ende stand bei mir der Eintrag: „2022: Impftermin vereinbaren“. Somit wurde ich bei jedem wöchentlichen Review leicht gekitzelt, bis der Tag in 2022 kam, an dem ich den Termin endgültig vereinbart hatte. Wie du am Datum des Beitrages siehst, habe ich das auch nicht direkt am ersten Werktag im Januar gemacht.

    Ich hoffe, diese beiden Tipps sorgen dafür, dass du künftig alle wichtige Dokumente immer schnell findest, und all wichtigen Vorsorgetermine wahrnimmst. Für noch mehr Tipps empfehle ich dir meinen Newsletter. Wenn du möchtest, erinnere ich uns alle im Januar an die nächste Runde Vorsorgetermine 🙂

    Wie du spontan Zeit fürs Freibad findest

    Wann warst du das letzte Mal, unter der Woche spontan im Freibad, einfach, weil das Wetter so gut war? Ach so… du hattest zu viel Arbeit und deshalb ging es nicht! Dann lass uns bitte nochmal nachdenken, ob das wirklich nicht möglich ist. 

    Diesen Beitrag auf YouTube ansehen:

    https://www.youtube.com/watch?v=bP25OOGfoVc

    oder im Podcast anhören:

    Vorab ein Disclaimer: Es gibt natürlich Berufe, in denen das nicht möglich ist. Wir alle sind dankbar, wenn medizinisches Personal eben nicht spontan ins Freibad verschwindet. Für die allermeisten Berufe, die ohne direkten Kundenkontakt stattfinden, ist es in der Regel möglich. Notfälle beweisen das. Somit sind wir bei der Frage der Prioritäten. Hinzu kommt: Bei Wissensarbeit oder kreativen Tätigkeiten ist das Ergebnis relevant. Der Weg zu diesem Ergebnis ist zweitrangig, bis hin zu belanglos. Nun ist das spontane Baden kein Notfall, und wir hätten ein schlechtes Gewissen, wenn wir uns spontan die Zeit dazu nehmen. Hier kommen 3 + 2 Tipps bzw. Denkanregungen, gegen dieses schlechte Gewissen.

    Tipp 1: Halte den Kalender sauber

    Natürlich könnte man Termine auch verschieben. Aber wo keine Termine sind, da muss auch nichts verschoben werden. Das ist eine Binsenweisheit, schon klar. Was aber weniger offensichtlich ist, sind die Pseudo-Termine, die du dir selbst auferlegt hast. Grob geschätzt sind 90 % aller To-dos in deiner Liste unnötig mit einem Termin versehen. Ich predige es hier im Blog und Podcast immer wieder, und wiederhole mich gerne nochmal: Terminiere keine Aufgaben. Die einzige Ausnahme sind Aufgaben, die entweder zu diesem Tag gemacht werden, oder gar nicht mehr. D.h. wenn fremdbestimmt Deadlines vorliegen. 

    Zu diesen Deadlines kommen wir im Bonus-Tipp nochmal zurück. Wenn alle deine Aufgaben einen könnten-heute-gemacht-werden-müssen-aber-nicht-Charakter hätten, wäre das mit dem spontanen freien Nachmittag viel leichter, oder? Dann nimm aus diesem Abschnitt die gute Nachricht mit: In der Regel sind deine Aufgaben von diesem Charakter, du musst es dir nur noch eingestehen.

    Tipp 2: Eat that Frog

    Hast du die unangenehmste Aufgabe des Tages schon früh am Vormittag erledigt? Prima! Dann hast du wahrscheinlich schon längst ein großartiges Gefühl. Du fühlst dich nicht nur produktiv, sondern bist in deinen Projekten auch wirklich einen großen Schritt vorangekommen. Was jetzt noch fehlt, ist im Vergleich dazu oft unwichtiger Kleinkram. Ein schlechtes Gefühl, das jetzt nicht mehr zu machen? Fehlanzeige!

    Über „eat that frog“ habe ich dir auch schon viel erzählt, z.B. in Podcast-Folge 17 „Lass dir den täglichen Frosch schmecken“. Es ist meines Erachtens nicht das wichtigste Produktivitätsprinzip, aber eben doch eines, das Spontanität am Nachmittag fördert. Wenn du unangenehmste Aufgabe möglichst früh am Tag erledigt hast, wirst du dafür mit einem guten Gefühl belohnt. Diese eine Aufgabe macht oft 80 % des Tageszieles aus. Mehr als das restliche Dutzend Aufgaben zusammen. 

    Stell dir vor, noch vor dem Mittagessen ist alles Wichtige erreicht, und der Rest ist nur noch Kür. Da stellt sich die Entspannung sogar ohne Freibad ein.

    Tipp 3: Wisse genau, was du nicht tust

    Das klingt erstmal widersprüchlich. Wer genau weiß, was er liegen lässt, der fährt doch mit einem schlechten Gewissen ins Vergnügen, oder? Eben nicht. Wenn du eine klare Liste hast, was alles getan werden könnte, und am Vormittag getan hast, was getan werden sollte, dann hast du die Dinge unter Kontrolle.

    Außerdem hast du deine Gedanken unter Kontrolle. Grübeln beim Sonnenbaden, ob du auch wirklich keine wichtige Aufgabe oder E-Mail verschwitzt hast? Keine Chance; dich lassen jetzt nur die Sonnenstrahlen schwitzen.

    Es kommt noch besser. Ein Teil deiner Aufgaben erfordern vermutlich Nachdenken von dir. Sobald auf der Wiese, den Blick in den Himmel gerichtet, die Gedanken frei fliegen dürfen, kommen dir auch Inspirationen für deine Projekte. Vor dem Schlafen oder Spaziergängen suche ich mir gerne genau solche Nachdenkaufgaben. Wenn die Bäume, Wolken oder Schäfchen an mir vorbeiziehen, reifen die Gedanken, ohne dass ich in ein Grübeln verfalle. So wird sogar das Sonnenbad nebenbei produktiv.

    Bonus-Tipp 1: Arbeit bemisst sich nicht an der Zeit

    Überall wo Wissen und Kreativität wichtiger sind als körperliche Arbeit oder purer Bereitschaftsdienst, ist auch automatisch der Wert von Arbeitszeit weniger wichtig als das Resultat. Das haben viele Büroarbeiter:innen unter Corona gespürt: Das Ergebnis zählt, egal zu welchen Tageszeiten es erarbeitet wurde, oder wie lange es tatsächlich gedauert hat. Ich wünsche mir, dass wir diese Erkenntnis beibehalten, auch wenn es nicht das Home-Schooling ist, dass uns zum Umplanen zwingt, sondern das tolle Wetter, dass uns zum Umplanen einlädt.

    Bonus-Tipp 2: Zeige Reaktivität

    Gibt es da noch diese eine wichtige E-Mail, die unbedingt heute noch beantwortet werden muss? Spürst du die fremde Deadline im Nacken, wo du doch lieber die Sonnencreme spüren würdest?

    Dann gehe gedanklich bitte einen Schritt zurück. Erwartet das Gegenüber wirklich heute eine Antwort, oder glaubst du das nur, weil die E-Mail schon fast seit 24 Stunden unbeantwortet ist? Selbst wenn deine Antwort „ja“ lautet, erwartet das Gegenüber dann nur eine Antwort, oder schon Resultate. Oft ist anderen eine schnelle Reaktion, ohne Endergebnis, wichtiger, als eine Antwort am Folgetag mit Endergebnis. In diesem Fall kann es ausreichen, die E-Mail zügig zu beantworten, und darin zu erklären, dass man sich dann und dann wieder mit der ausführlichen Antwort melden wird.

    Und machen wir uns nichts vor: Eine ausführliche Antwort, 30 Minuten vor Feierabend des Empfängers, wird am anderen Ende heute vermutlich sowieso nur noch zur Kenntnis genommen und der Inhalt bleibt bis morgen liegen.

    Ich hoffe, mit diesen Gedanken konnte ich dazu beitragen, dass du künftig öfter spontan etwas für dich tun kannst. OHNE schlechtes Gewissen. Weitere Tipps für entspannte Produktivität findest du in meinem Podcast oder exklusiv in meinem Newsletter:

    3 Tipps für deine nächste Dienstreise

    Dienstreisen sind seit Corona selten geworden und die Digitalisierung macht viele kleinere Dienstreisen sogar überflüssig. Umso wichtiger ist es, dass die wenigen verbleibenden Dienstreisen erfolgreich ablaufen. Dazu gehört eine Vorbereitung, wie auch eine Nachbereitung. Ein wichtiger Teil der Vorbereitung ist dabei eine Checkliste.

    Du kannst diesen Beitrag auch im Podcast anhören:

    Tipp 1: Checkliste für Dienstreise

    Ich habe in Dutzenden Dienstreise schon  so ziemlich alles vergessen, was man vergessen kann. Zu Hause wurde ab Vorabend hastig der Koffer gepackt und am nächsten Tag kam die unschöne Erkenntnis. Mal hatte ich einen Gürtel fürs Business-Outfit vergessen, mal die Visitenkarten, mal mir die Telefonnummer des Ansprechpartners vor Ort zu notieren. Das alles hat zu unschönen Situationen geführt, die mich vom Dienstgeschäft selbst abgelenkt haben. Der Tiefpunkt war für mich erreicht, als ich vergessen hatte den Schlüssel für den Dienstwagen abzuholen und früh morgens mit meinem Privat-PKW fahren musste.

    Dabei ist die Lösung so einfach: Eine Checkliste. Nimm dir einen leeren Notizzettel, egal ob digital oder auf Papier, und schreibe auf, was du benötigst. Wenn die nächste Dienstreise ansteht, ziehst du diesen Zettel – oder noch besser eine Kopie dieses Zettels – hervor und streichst durch, was eingepackt ist. Jedes Mal, wenn ich etwas vergessen habe, habe ich die Liste fürs nächste Mal erweitert. Seitdem habe ich nie wieder Gürtel, Visitenkarten, Kontaktdaten oder den Schlüssel für den Dienstwagen vergessen. So startet die Dienstreise mit einem klaren Kopf und ohne das Habe-ich-auch-wirklich-an-alles-gedacht-Grübeln.

    Wenn du meine Checkliste gerne als Vorlage hättest, dann schreibe mir gerne eine formlose E-Mail.

    Übrigens: Für private Reisen habe ich auch solche Checklisten. Für unser Gepäck, das für die Kinder und auch für alle Kontrollblicke vor der Abfahrt.

    Tipp 2: Dienstreisen inhaltlich vorbereiten

    Dieser Tipp war mir fast zu selbstverständlich, um ihn hier aufzuschreiben. Gleichzeitig ist er enorm wichtig. Die rein organisatorische Reisevorbereitung wird ja durch die Checkliste aus Tipp 1 erledigt. Das eigentliche Dienstgeschäft braucht ebenfalls eine sorgfältige Vorbereitung. Was ist dein Ziel? Welche Erwartungen haben die Besuchten? Wie ist der individuelle Wissensstand? Welche gemeinsame Fachsprache sprecht ihr? Wozu möchtest du auffordern? Welche Verhandlungspositionen sind flexibel, welche unverrückbar?

    Wenn du einen Vortrag oder Präsentation hältst, sind das unverzichtbare Überlegungen. Sorge auf den ersten Folien für Identifikation. Warum lohnt sich deine Präsentation? Zu welchem Problem wirst du einen Beitrag leisten? Das Problem und die Lösung müssen aus der Sicht und mit sprachlichen Elementen der Kunden formuliert sein. Ansonsten gilt: Fachidiot schlägt Kunde tot. Sorge am Ende der Präsentation für die richtige Handlungsaufforderung. Auf einer Tagung willst du vielleicht nur einen aktuellen Kenntnisstand oder einen sonstigen Überblick geben. In den meisten Fällen möchtest du aber vermutlich, dass die Zuhörerschaft danach ins Handeln kommt. Erkläre die nächsten Schritte und baue somit Hürden ab.

    All das ist aber nur möglich, wenn du dich auf deine Zuhörerschaft vorbereitest hast. Du kennst ihre Probleme, Wünsche, Denkansätze und Sprache. Ja, das kostet Zeit. Für dieses Investment wirst du aber belohnt. Bonus-Tipp: LinkedIn macht dir diese Vorbereitung leichter. Du kannst Artikel aus der Branche lesen, vor allem aber Kommentare unter Beiträgen deiner Konkurrenten. Hier hagelt es oft Kritik, die du proaktiv aufgreifen kannst. Die Profile der einzelnen Personen, die du besuchst, sind zusätzlich eine wertvolle Information für deinen Small Talk. Statt übers Wetter kannst du über Gemeinsamkeiten oder interessante Aspekte aus dem Lebenslauf der anderen Person sprechen.

    Tipp 3: Dienstreisen nachbereiten

    Du bist mit Zielen und Erwartungen in den Termin gegangen. Manche haben sich vielleicht bestätigt, mache wurden widerlegt. Vor allem aus falschen Annahmen wachsen wertvolle Erkenntnisse. Wie oft hatte ich während des Gesprächs Gedanken der Form “Interessant, daran hatte ich nie gedacht”.

    Was passiert meistens mit solchen Gedanken? Du hast sie, das Gespräch geht weiter und die vergisst sie fürs Erste auch wieder. Mit etwas Glück kommen sie zu dir zurück, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Hier hilft nur Aufschreiben. Direkt dann, wenn der Gedanke kommt. Auch wenn du kein klassisches Protokoll führt, oder es jemand anderes tut, schreibe dir IMMER deine Gedanken, Erkenntnisse und Follow-ups direkt auf. Verlasse dich nicht auf fremde Protokolle oder dein Gedächtnis, denn die sind meistens schlecht (hierzu passt dieser Blogbeitrag). Nach der Dienstreise darf deine persönliche Mitschrift nicht im Archiv verschwinden. Arbeite sie durch, um nächste Schritte und Ideen zu extrahieren. Zu einer Ideenliste habe ich dir schon öfter geraten. Gehe deine Ideenliste am besten einmal pro Woche in Ruhe durch und mache es dir bequem dabei. So reifen die Ideen zu Produkten oder Dienstleistungen.

    Bonus-Tipp: Auch wenn du eine eigene Mitschrift mit Follow-ups und Ideen angefertigt hast, solltest du dir nochmal abschließend ein bis zwei Minuten Zeit für Fazit nehmen. Am besten direkt, wenn du am Dienstwagen angekommen bist, im Zug sitzt oder sonst irgendwie – für dich – kurz durchatmen kannst. Oft gibt es dann noch den einen Gedanken, der jetzt noch im Kopf rumschwirrt. Oft auf höherer Abstraktionsebene, als die konkreten Ideen in deiner Mitschrift. Vielleicht ist dieser Gedanke noch schwer in Worte zu fassen. Probiere es trotzdem und gib ihm im Anschluss mindestens die gleiche Aufmerksamkeit wie dem Rest in deiner Nachbereitung.

    Viel Erfolg für deine nächste Dienstreise!

    Zur Erinnerung: Wenn du die Checkliste aus Tipp 1 möchtest, dann schreibe mir kurz eine formlose E-Mail: