Testbericht: HelloFresh

Kochboxen haben mit der Pandemie einen riesigen Aufschwung erlebt. Am bekanntestes ist dabei Hello Fresh. Wir haben die Familienbox ausprobiert. Wie haben die Gerichte geschmeckt, wie viel Last hat es uns genommen und sind auch die Kinder begeistert? Die Antworten hier im Testbericht zu HelloFresh.

Pünktlich zu Beginn der Corona-Krise verschlug es meine Frau und mich Ende März 2020 ins Home Office. Seitdem stellt sich nun auch jeden Mittag die Frage: Was essen? (siehe auch: Mittagessen) Da es aktuell auch keinen Spaß macht einkaufen zu gehen, haben wir uns schnell wieder an Hello Fresh erinnert. Das hatten wir bereits 2013/2014 schon für mehrere Monate getestet. Damals noch ohne Kinder. Die Erinnerung daran war zwiespältig. Teilweise waren uns die Gerichte zu aufwändig und nicht immer nach unserem Geschmack. Ganz zu schweigen davon, das man regelmäßig die Kühlakkus zurücksenden musste. Dennoch trug nun, fast 7 Jahre später,  die Essensfrage derart unangenehm zur mentalen Last bei, dass wir einen zweiten Anlauf wagen wollten.

Hello Fresh im Test – zum zweiten mal

Also setzten wir uns vor den Computer und recherchierten. Die Familienbox schien uns ganz sympathisch. Die Gerichte sind dann ja hoffentlich weniger aufwändig, so dass es gut in den Familienalltag passen sollten. Wir haben dann nur noch kurz überlegt, ob wir uns direkt auf die vegetarische Auswahl einengen sollten, haben uns aber erst mal dagegen entschieden. Weiterhin haben wir uns für drei Gerichte pro Woche für vier Personen entschieden. Also haben wir auf die erste Box gewartet, und wurden direkt begeistert. Aber eines nach dem anderen. Wenn ich gleich die eine typische Woche beschreibe sei dazu gesagt, dass die konkreten Tage natürlich davon abhängen, wann ihr bestellt. Es kann sich also entsprechend um ein paar Tage verschieben.

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Samstags wird die Kochbox geliefert

Genau zu wissen, das einmal pro Woche eine Kochbox geliefert wird, ist fast gleichbedeutend zu einem fixen Termin im Kalender. Große spontane Ausflüge sind dann keine gute Idee. Andernfalls wird im Paket nach ein paar Stunden am Ablageort die Kühlkette unterbrochen. 2013 war das noch extrem nervig. In einem Lockdown mit Kontaktbeschränkungen kein Problem. Sollte doch mal wieder irgendwann ein Ausflug oder Kurzurlaub anstehen, so lässt sich die  Box auch mal bequem pausieren.

Die Rezepte passen immer zu einer Tüte
Die Rezepte von Hello Fresh passen immer zu einer Tüte


Die Lebensmittel sind in der Box in nummerierten Tüten sortiert. Die kann man einfach so zur Seite stellen und später als Ganzes zur passenden Rezeptkarte greifen. Praktisch: Die Tüten sind biologisch aubbaubar, so dass der Bioabfall direkt darin landen kann. Alles, was kühlgehalten werden muss liegt in einer separaten Tüte mit Kühlakkus. Anders als früher muss man die Akkus nicht mehr zurücksenden. Es sind mit wassergefüllte Plastiktüten, die man einfach ausleert und die gelbe Tüte wirft. Auf das Thema Plastik kommen wir aber gleich nochmal zurück.

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Am Wochenende ohne Einkaufen Kochen

Die wöchentlichen drei Gerichte verteilen wir meistens auf Samstag und Sonntag. Seltener auch mal noch auf den Montag. Sehr oft musste vorher Samstags noch spontan eingekauft werden, damit wir Sonntags nicht hungern. Dieser Einkauf ist nun nicht mehr notwendig und das bringt uns eine zusätzliche Erleichterung.
Die Gerichte kommen uns tatsächlich etwas weniger aufwändig vor als noch früher. In der Regel sprechen wir von 20 bis 40 Minuten. Das hängt vor allem davon ab, wie viel Gemüse oder Kartoffeln geschält und geschnitten werden muss. Sehr oft denke ich darüber nach, ob es denn schon erschwingliche automatische Kartoffelschäler für den Privatgebrauch gibt. Wirklich jedesmal denke ich allerdings darüber nach, wie sehr es mich nervt Kräuter zu zupfen und zu hacken. Hier würde ich lieber auf fertige Tiefkühlkräuter zurück greifen. Die Kräuter sind ebenfalls oft noch in Plastikfolie verpackt. Insgesamt ist Hello Fresh mit Plastik nicht verschwenderisch, aber auch nicht wirklich sparsam. Dennoch hat die Marke es geschafft, dass ich eher ein grünes Image von ihr habe. Da die einzelnen Zutaten genau abgemessen sind, muss nichts weggeworfen werden. Vielleicht mit der Ausnahme von Zwiebeln. Hier sind – für unseren Geschmack – immer viel zu viele in den Rezepten.


Insgesamt kann ich den Zutaten eine sehr gute Qualität bescheinigen. Fast immer übersteht auch alles unbeschadet den Transport und nur selten gibt es Tomatenmatsch. Die Rezepte sind auch wirklich gut verständlich, so dass auch Laien (wie ich) kein Problem mit der Zubereitung haben. Hier gibt sich Hello Fresh viel Mühe und das merkt man auch. Geschmacklich war es aber noch immer alles gut bis sehr gut und die Portionsgröße passt auch gut für uns (zumindest so lange wir keine hungrigen Teenager haben). Aktuell essen unsere Kinder ihre Portion selten ganz auf, so dass eine Person für den nächsten Mittag versorgt ist.

Ein gesundes Essen für Familie?

Dazu muss man sagen: Jein (gesund) und nochmal Jein (Familie). Die Rezepte enthalten viel Sahne, gerne auch mal Speck oder es wird paniert. Auf der Lebensmittelampel reicht das vermutlich meistens für ein A oder B, aber es ist noch Luft nach oben. Wichtig ist bei der Gesundheitsfrage vor allem: Was wäre die Alternative? Wenn Hello Fresh Fertiggerichte und Fast Food ablöst, dann macht man gesundheitlich einen riesigen Sprung nach oben.


Ebenso springen unsere Kinder nicht vor Begeisterung auf und ab, und wir müssen noch gut Zureden, damit sie das Gemüse probieren. Leider definiert sich hier „Familienbox“ mehr über die Anzahl der Gerichte, als über den Inhalt. Manchmal kommt es auch vor, dass die Kinder gewisse Gerichte komplett boykottieren. Dann haben meine Frau und ich automatisch ein Mittagsessen für den Folgetag. Ein bisschen geholfen hat es uns, die Kinder in die Auswahl der Gerichte einzubinden. 

Dienstags werden die neuen Gericht ausgesucht

Per E-Mail werden wir jeden Montag daran erinnert, die Gerichte für die neue Woche noch bis Dienstagabend auszusuchen. Dann öffnet sich eine Webseite, auf der man die nächste Box individuell zusammenstellen kann. Per App geht es wohl auch, aber das haben wir noch nicht probiert. Die Auswahl ist immer recht groß, und wir finden auch meistens mehr als nur drei Gerichte, auf die wir Appetit bekommen. Wir meint dabei vor allem meine Frau und mich. Die Kinder suchen eher in der Form aus „Ich will das hier, aber dann ohne die Karotte!“. Deal. Die Gerichte sind auch immer gekennzeichnet, ob sie vegetarisch, vegan, low carb, glutenfrei, usw. sind. Also auch auch bei speziellen Interessen ist die Auswahl immer gut.
Genauso einfach ist es, mal spontan ein viertes Gericht auszuwählen. Außerdem gibt es immernoch besonders schnelle, weil schon fertige, Gerichte wie z.B. eine Quiche oder Suppe sowie verschiedene Nachtische. Meistens verzichten wir aber darauf. Momentan kommt es häufiger zu spontanen Änderungen seitens Hello Fresh. Wenn der Lieferant keine Paprika liefern kann, liegen Tomaten als Ersatz bei (inkl. Erklärung, welche Rezeptschritte sind ändern). Auch bei sonstigen Unwidrigkeiten, wie z.B. Feiertage, wird man benachrichtigt, dass es zu Verzögerungen kommen kann. Das ist natürlich im Details immer unschön. Gleichzeitig geht Hello Fresh sehr transparent damit um, was sie sympathisch macht.

Fazit: Ist Hello Fresh empfehlenswert?

Ja. Zunächst sind 60€ pro Box kein Schnäppchen. Macht man sich aber bewusst, dass hier drei Gerichte für vier Personen mit sehr guten Zutaten enthalten sind, geht der Preis voll in Ordnung. Vor allem haben wir an drei Tagen eine spürbare Erleichterung, da wir keine Kochbücher wälzen oder gar Einkaufen gehen müssen. Wir werden Hello Fresh daher noch länger treu bleiben. In der Familie haben wir die Kochboxen daher auch schon weiterempfohlen, was immer zu zufriedenen Hobbyköchen geführt hat. Eine grundlegende Offenheit für Gemüse sollte aber bei allen in der Familie vorliegen. 
Wenn du nun selbst Hello Fresh ausprobieren willst, so kannst du das über den folgenden Partnerlink tun:


Viele Freude beim Kochen!

Leichte Woche bei Little Lunch: Rabatt auf die Suppen

Mein Lieblingssuppen-Anbieter Little Lunch hat gerade ein tolles Angebot für eine leichte Woche:

Leichte Woche bei Little Lunch. Rabatt auf Suppen. Inklusive Ernährungsplan.

Es gibt 18% Rabatt auf eine Box mit 6 Suppen, zwei Soßen und einer Gemüsebrühe.

Den Ernährungsplan werde ich selbst zwar nicht probieren, aber die Suppen sind für mich immer wieder ein tolles Mittagessen. Die Auswahl ist groß, sie sind schnell zubereitet und machen satt.

Testbericht: Einen Monat lang nur yFood als Mittagessen

Ein Kochmuffel möchte sich am Arbeitsplatz gesund ernähren. Wieso ich die Lösung für dieses Problem in Trinknahrung gefunden habe und was meine Erfahrungen aus einem Monat lang nur yFood als Mittagessen waren.

Seit 15 Jahren bin ich kein Student mehr, sondern habe einen Job und somit eine klassische Mittagspause. In dieser Zeit habe ich unzählige Optionen für mein Mittagessen durchprobiert und war nie zufrieden. Nun bin ich seit 7 Wochen experimentell auf die vollwertigen Trinkmahlzeiten von yFood umgestiegen. Was taugt der Trink am Arbeitsplatz an Stelle von Fast-Food oder schlechtem Kantinenessen? Meine Erfahrungen aus einem Monat lang nur yFood als Mittagessen.

Bitte beachtet folgende Hinweise zu meiner Empfehlung über yFood: http://sascha-feth.de/yfood/

Von Low-Fat über Suppe und Apps zur Flüssignahrung

Der Kantine habe ich bereits früh das erste mal den Rücken gekehrt. Geschmack, Preis-Leistungsverhältnis und Nährwert haben für mich nicht gestimmt. Als ich mit dem Fitness-Training anfing, habe ich mich Low-Fat verschrieben und mir mein Mittagessen mitgebracht oder im Supermarkt nebenan gekauft. Es hat sich leider immer nach Verzicht angefühlt, weshalb ich es nur 1-2 Jahre durchgehalten habe. Genervt von ungesunden belegten Brötchen habe ich von den Little-Lunch-Suppen (www.littlelunch.de) erfahren. Ein Vierteljahr ging das gut, dann hat mich das täglich anfallende Altglas genervt.

Es folgte eine Phase, in der mir die App „Freeltics Nutrition“ mein Mittagessen zusammengestellt hat. Nun koche ich leider nicht gerne, und das fast tägliche Einkaufen der Zutaten war mir auch bald zu viel. So bin täglich in den Supermarkt getrottet, um mir eine fertige Salatschale mit Thunfisch zu kaufen.

Durch „Die Höhle der Löwen“ bin ich schließlich auf yFood aufmerksam geworden. Der Hersteller sieht sich als Anbieter von „Nutrition for a new Generation“ und schreibt (vorsichtshalber und/oder selbstbewusst) auf die Flasche „This is Food“. Ein Trink enthält 500 Kalorien und vor allem alle Mikro- und Makronährstoffe, die ein durchschnittlicher Erwachsener braucht. Insbesondere ist es damit kein Diät-Trink und auch kein Eiweiß-Shake, der er enthält sowohl Fett als auch Kohlenhydrate.

Das Selbstexperiment: Einen Monat lang nur yFood als Mittagessen

Nachdem das Probierpaket bei mir eingetroffen ist, habe ich zunächst nur vereinzelt davon getrunken. Über Weihnachten und Neujahr habe ich dann den Beschluss gefasst, ab sofort (mindestens) einen Monat lang nur yFood als Mittagessen zurückzugreifen. Ich wollte sehen, wie lange ich das durchhalte und vor allem, ob es mich satt hält.

yFood-Probierpaket mit vier Trinks und den Riegeln
yFood-Probierpaket mit vier Trinks und den Riegeln

Nun sind 6 Wochen vergangen und es ist kein Ende in Sicht. Für mich sind die Flaschen das ideale „Essen“ am Arbeitsplatz. Aber der Reihe nach!

Morgens packe ich mir eine Flasche (500 ml) und einen Riegel von yFood in die Tasche. Einen Vorrat habe ich immer im Haus. Mittlerweile kann man yFood schon in vielen Supermärkten oder Drogerien kaufen. Dort sind aber zum einen nicht immer alle Geschmacksrichtungen vorrätig, zum anderen werden teilweise nur die kleinen Flaschen (330ml) verkauft. Davon bräuchte ich dann zwei um satt zu werden. Gekühlt werden muss es nicht, wobei es kühl etwas besser schmeckt.

Bei den Geschmacksrichtungen habe ich mich auf Schokolade und Banane eingeschossen, mit gelegentlichen Ausflügen zu limitierten Sondersorten (wie. z.B. aktuell Salted Caramel). Es gibt noch Vanille und Fresh Berry. Letzteres ist okay; Vanille mag ich jedoch generell nicht gerne. Es überrascht mich selbst, dass mir im wesentlichen zwei Sorten ausreichen, ohne dass sie mir überdrüssig werden. 

Vegane Sorten und das Pulver sorgen für Abwechslung

Die veganen Geschmacksrichtungen Schoko und Vanille habe ich auch getestet. Vanille ist – wie zu erwarten – nichts für mich, während Schokolade gut schmeckt. Da auf den veganen Flaschen Pfand ist, schleppe ich die leeren Flaschen also wieder mit nach Hause. Das würde mich auf täglicher Basis wieder stören, aber gelegentlich mische in einen veganen Trink in den Wochenplan. Die Flaschen einfach direkt wegwerfen zu können ist ein gewisser Komfort. Ein Müll-förderlicher Komfort leider.

yFood als Pulver zum selbst-anrühren
Die Großpackung Pulver, das man sich selbst mit Wasser anrührt

Dann gibt es da ja aber noch die Vorratspackungen mit Pulver zum Selbstanrühren. Ein Portionslöffel aus der großen Packung wird mit Wasser angerührt. Natürlich schleppt man dann abends den leeren Shaker mit nach Hause, dafür fällt aber kein Müll an. Mein Vorsatz ist, künftig öfter auf diese Lösung statt der Wegwerf-Flaschen zurückzugreifen.

Macht es nun satt? Jein. Die 500ml-Flasche hält bei mir mindestens drei Stunden. Trinke ich yFood zum Frühstück hält es teilweise fast vier Stunden. An Trainingstagen (vor allem bei Läufen am Morgen) benötige ich noch etwas zusätzliches (z.B. eine Brezel aus der Bäckerei). An solchen Tagen habe ich sonst nach einem einigermaßen vernünftigen Mittagessen noch süßes Backwerk in mich hineingestopft. Somit ist es in jedem Fall ein Fortschritt. Das ich nichts zu beißen habe, hat mich an keinem Tag gestört.

Seit 01. Januar gab es genau zwei Mittagessen, die nicht aus yFood bestanden: Einmal habe ich mir Dean & David gegönnt, einmal bin ich mit kranker Tochter zu Hause geblieben.

Nun ist es eigentlich keine gute Gewohnheit, sich für das Essen nicht vom Arbeitsplatz zu bewegen. yFood lädt dazu ein. Mein Kompromiss: Ich nutze die gesparte Zeit nicht für mehr Arbeit, sondern gehe mit einem Hörbuch oder Podcast spazieren.

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yFood als Frühstück und Nachmittagssnack 

Die für mich mit Abstand beste Sorte ist „Cold Brew Coffee“. Sie enthält Koffein und ist an ca. zwei Tagen pro Woche mein Frühstück. Das hält dann auch ohne Probleme bis zum Mittagessen. Selten gibt es das Frühstück dann auch auf der Autofahrt. Öffnet man die Flasche noch vor Fahrtantritt vorsichtig, so gibt es unterwegs auch keine Kleckerei oder Krümel. Der Monk in mir ist glücklich.

YFood im Gym als Snack nach dem Training oder in der Sauna
yFood als perfekter Sauna-Snack

Für den Nachmittagssnack (zwischen 15 und 16 Uhr) greife ich auf die Riegel von yFood zurück. Die gibt es in den Sorten „Crispie Brownie“ und „White Chocolate“, die mir beide schmecken (250 Kalorien, wieder im ausgewogenen Nährstoffmix). Alternativ habe ich hier auch schon  zur 330ml-Flasche des Trinks gegriffen. Auch bei anderen Gelegenheiten kam mir yFood gelegen, wie z.B. als Mittagessen auf langen Autofahrten (statt 15€ an der Rastätte für ein Mittagessen zu zahlen), oder an Sauna-Tagen.

Mein Fazit zum Testbericht

Mir geht es aktiv gut mit meinem neuen Mittagessen! Mein Gewicht ist in Balance, ich esse weniger Junk-Food und habe Zeit für andere Dinge (wie etwa Spaziergänge). Etwas Geld spare ich tatsächlich auch noch. Somit steht für mich außer Frage, dass ich Experiment jetzt zum Normalzustand erkläre. Um anfallenden Müll zu reduzieren habe ich den Vorsatz, künftig öfter auf das Pulver im Shaker zurückzugreifen.

Wenn es nun für dich selbst testen möchtest, findest du hier das Probierpaket.  Hast du noch Fragen zu dem Thema hast? Dann zögere bitte nicht, sie mir zu stellen!

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Alternative zu yFood gesucht?

Probiere auch die All-in-1-Shakes von Fitline:

ProShape All-in-1 Mousse au Chocolat

ProShape All-in-1 Waldfrucht

ProShape All-in-1 Cappucino

Testbericht: Protein aus Insekten

Sind Insektion die Proteinquelle der Zukunft? Isaac Nutrition sagt ja! Hier mein Testbericht zum Proteinpulver aus Würmern.

Es ist bestimmt schon 25 Jahre her, als die Tequila-Lutscher aufkamen. In ihnen waren verschiedene Insekten, zu denen man sich vorarbeiten musste. Meine Mutter hat meinem Betteln nachgegeben und mir einen besorgt. Ich habe kurz vor der kleinen Heuschrecke darin gekniffen.

In den Folgejahren hörte man nur wenig über Insekten als Nahrungsmittel. Meistens in Reportagen über abgehobene Sterne-Restaurants, Überlebenstrainings oder Naturvölker. Seit kurzem kocht das Thema sprichwörtlich wieder hoch. Sind Insekten die Nahrungsquelle der Zukunft?
Vor allem aus ökologischen Gesichtspunkten scheint die heutige Massentierhaltung kein zukunftsfähiges Modell zu sein. Also umstellen auf vegetarische Alternativen oder lieber Fleisch aus dem 3D-Drucker? Oder vielleicht doch lieber: …. Insekten! Protein aus Insekten?

Warten auf das Probierpaket

Nun stolpere ich auf Instagram über Isaac und ihren Claim: „Refuel with Insect Protein“. Also bestelle ich mir ein Probierpaket und überbrücke die Wartezeit damit, mich an den Gedanken zu gewöhnen, mir nach dem Training einen Würmersaft anzurühren. Isaac verspricht, dass der Rückgriff auf Insektenprotein viele Vorteile bietet:

  • Das Aminosäureprofil aus Insekten ist hochwertig und vollständig
  • Weitere Vitamine und Mineralstoffe erhöhen den Nährwert
  • Laktosefrei und dafür ballaststoffreich
  • Die Aufzucht von Insekten ist hygienisch und benötigt kein Antibiotika
  • … verbraucht 2.500x weniger Wasser,
  • … beansprucht 200x weniger Land
  • … und stößt 100x weniger CO2 aus, als es die gleiche Proteinmenge aus der Rinderzucht täte

Klingt ja so, als würden die Buffalo-Würmer aus den Niederlanden heute schon alle Probleme lösen, welche die Massentierhaltung sonst vielleicht niemals in den Griff bekommt. Die Spannung auf das Probierpaket steigt.
Bei Sportlern ist momentan das Whey-Protein der Renner. Leider wird es aus Milch gewonnen, und bringt damit viele Nachteile der Großtierhaltung mit sich. Sollte mir das Insektenprotein schmecken, wäre ich bereit zu Gunsten der besseren Umweltbilanz (sowie aus Gewissensgründen) umzusteigen.

Post ist da!

Einige Tage später ist mein Probierpaket da. Neben 12 Portionsbeuteln gibt es einen Shaker aus Weizengras. Das Thema Nachhaltigkeit hört für Isaac also nicht beim Proteinpulver auf. Es gibt die Geschmacksrichtungen Kakao, Vanille und Kokos. In einem Beutel befinden sich jeweils 30g Pulver, die in 350ml Wasser oder pflanzliche Milch eingerührt werden wollen. Davon sind 23g Protein und 3g Fett. Top!Bei 29,00€ für das Probierpaket kommt man auf ca. 2,40€ pro Portion. Ein vergleichbares Whey-Produkt kommt auf den halben Preis. Das ist dann wohl der Aufschlag für die Rettung der Welt und das Gewissen. Noch ist dieser Markt eine absolute Nische, gut möglich also, dass sich der Preis nach unten bewegt, sobald er wächst. (Außerdem ist im Probierpaket auch der Shaker für 13,00€ irgendwie verrechnet.)


Die drei Geschmacksrichtungen im Isaac-Probierpaket: Kakao, Vanille und Kokos

Der erste Schluck


Knapp bemessen: Shaker aus Weizengras

Pflanzliche Milch habe ich leider nicht im Haus, also wird die erste Portion mit Wasser angerührt. Leider ist der Shaker relativ knapp bemessen für 350ml, so dass sich das Pulver stark türmt und man vorsichtig sein muss, nichts zu verschütten. Auch löst sich dadurch nicht alles Pulver ordentlich auf, sondern ein Teil bleibt im Deckel hängen. Die nächste Portion kommt daher in den großen elektrischen Shake-Mixer. Nach all der Spannung in der Wartezeit, bin ich nun nervös und zögere beim ersten Schuck (sowie auch beim zweiten und dritten). Ich bilde mir ein, ein Kratzen im Hals zu spüren, wie von kleinen Insektenbeinen. Nun mal Einbildung beiseite: Dafür, dass es in Wasser angerührt ist, schmeckt es ganz annehmlich. Nicht sehr gut, aber man kann es trinken. Das Kratzen kommt von nicht vollständig aufgelöstem Pulver. Pfeift man teilweise auf die Ökologie und verwendet Milch wird es etwas geschmackvoller. Geht man auf pflanzliche Milch, steigt der Portionspreis natürlich weiter an. Hier muss jeder für sich entscheiden und Geschmack gegen Portionspreis und Umweltverträglichkeit abwägen.


Mein Fazit: Langfristig werde ich mir eine Dose mit Kakao- oder Kokos-Geschmack (36€ für 650g bei Amazon) ins Regal neben die Whey-Dose stellen (die gibt es nämlich auch mit Kaffee-Geschmack). Das verbessert mein Gewissen künftig an jedem zweiten Tag und mit ca. 1,70€ pro Portion ist diese Lösung preislich „nur“ noch ca. 40-50% teurer als die Whey-Variante.
Habt ihr Fragen zu dem Thema? Traut ihr einen Schluck Insektenprotein zu oder überwiegt noch der Ekel? Schreibt mir!

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