Unboxing Bluttest von Loewi

Bist du optimal mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen versorgt? Wenn du das sicher willst, und kein Problem mit Blut hast, habe ich einen Vorschlag für dich: Den Bluttest von Loewi, um personalisierte Nahrungsergänzung zu erhalten.

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Nicht immer merkt man, ob einem ein Mikronährstoff – und vor allem welcher – fehlt. Vitamin D, Vitamin B, Eisen oder Magnesium? Um sicher zu gehen kann man mit der Gießkanne die komplette Bandbreite zuführen. Das war und ist auch meine Strategie (ich trinke seit über einem Jahr täglich den Power Cocktail & Restorate). Damit habe ich mich immer optimal versorgt gefühlt.

Dann wurde ich via LinkedIn auf die neu gegründete Firma Loewi hingewiesen. “Personalisierte Nahrungsergänzung” soll die Gießkanne ersetzen und mir täglich genau die notwendige Dosis an Mikronährstoffen liefern, die ich brauche. Dazu muss Loewi natürlich vorher wissen, was genau mir fehlt und woran ich einen gesteigerten Bedarf habe. Und da kommt mein Blut ins Spiel.

Unboxing Bluttest von Loewi

Loewie (https://loewi.com/) ist eine Ausgründung der TU München, die sich um personalisierte Gesundheitsförderung kümmert. Für 199€ kann man sich einen Bluttest, zur genauen Bedarfsanalyse, nach Hause bestellen. Auf dieser Grundlage wird dann ein Pulver bzw. Granulat für die individuellen Bedürfnisse abgefüllt.

Wenige Tage nach meiner Bestellung war das Test-Kit in meinem Briefkasten. Darin enthalten war ein kleines Röhrchen, das bis zu einer Markierung mit Blut gefüllt werden soll. Zusätzlich muss etwas Blut auf eine Trockenblutkarte. Dazu liegen drei Lanzetten, also kleine Piekser, bei. Mit ihnen soll Blut aus dem Ringfinger gewonnen werden. Desinfektionstücher und Pflaster liegen ebenso wie eine ausführliche Anleitung und ein Rücksendeumschlag bei.

Prinzipiell kann man ein Blutbild auch beim Hausarzt machen lassen. Um aber – wie bei Loewi – ausführlich auf 28 Biomarker (das sind spezielle Werte bzw. Konzentrationen von wichtigen Stoffen) zu prüfen, reicht das übliche durch Ärzte erstellte Blutbild nicht aus, sondern es ist ein spezielles größeres Blutbild notwendig. Das muss dann ebenfalls selbst gezahlt werden. Rein monetär spielt es also kaum eine Rolle, ob du das Blut zu Hause oder in der Praxis fließen lässt. Loewi selbst sagt dabei auch, dass ihr Test keinen Termin beim Arzt ersetzt.

So läuft der Bluttest zu Hause ab

Dank ausführlicher Anleitung von Loewi sollte eigentlich nichts schief gehen. Man soll den Test am besten morgens, auf nüchternen Magen, machen. Zur Vorbereitung legt man den Arm ein paar Minuten in warmes Wasser und regt mit streichenden Bewegungen die Durchblutung an. Um auf Nummer sicher zu gehen, mache ich noch ein paar Hampelmänner. Dann Finger desinfizieren, Lanzette ansetzen und STICH! Natürlich kostet es kurz Überwindung sich selbst in den Finger zu stechen. Wirklich weh tut es nicht. Ich sehe rot.

Der erste Tropfen soll, wegen möglicher Verunreinigungen, nicht verwendet werden. Der zweite Tropfen kommt schon zögerlicher raus und will einfach nicht abtropfen. Also streiche ich ihn am Rand des kleinen Röhrchens ab. Etwas Blut gelangt ins Innere, der Rest ist über meine Fingerkuppe verschmiert. Es wird schwerer die Einstichstelle zu erkennen. Ich drücke und streiche weiter fleißig Blut Richtung Ringfinger, verliere aber den Glauben daran, das Röhrchen füllen zu können. Zumindest nicht, bevor ich blass werde und eine Pause machen muss. Ich lege mich flach hin und warte bis die Lebensgeister meinen Kreislauf wieder aus seinem Tief holen. Der zweite Anlauf, mit noch noch wärmerem Wasser und noch mehr Hampelmännern ändert das ebenfalls nicht wirklich. Frustriert beende ich die Aufnahme für YouTube.

Erst mit Unterstützung meiner Frau (und noch mehr Bewegung um den Kreislauf anzuregen) wird es besser. Jetzt ist zuerst die Blutkarte dran, dann wieder das Röhrchen. Die Füllmarkierung ist leider noch immer nicht erreicht. Zwangsweise hören wir auf, weil alle Lanzetten aufgebraucht sind. Ich schalte YouTube wieder an, gebe mich entspannt und mache alles fertig für den Versand. 

Warten auf das Laborergebnis

Mit ungutem Gefühl bringe ich mein Blut zur Post. Das dürfte auf keinen Fall reichen, um damit eine ordentliche Analyse zu machen. Ich hoffe darauf, dass ein*e virtuose*r Labormitarbeiter*in geschickt auch aus dieser kleinen Menge meinen Bedarf ermitteln kann. Andernfalls hätte ich 174€ in den Sand gesetzt – 199€ minus 25€ Rabatt wegen des Rabatt-Codes LW-Sascha-Feth. Meine erste Lektion ist also: Nächstes Mal gehe ich vorher Laufen oder lasse es bei meinem Kooperationsarzt machen (Loewi besteht nicht darauf, dass der Test bei ihnen bestellt wird).

7 Tage später erreicht mich eine E-Mail: Mein Laborergebnis ist da. Ein Klick auf den Link zeigt mir direkt die Information, dass ich an drei Stellen kritisch unterversorgt bin. Absurderweise bin ich damit überglücklich, denn das Labor konnte meine geringe Blutmenge auswerten.

Wie geht es nun weiter? Jetzt muss ich mir die drei Mängel genauer anschauen, um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte. Schließlich wähnte ich mich doch optimal versorgt. Anschließend hilft mir Loewi mit meinem persönlich gemixten Granulat dabei, sie zu beseitigen. Die Details dazu gibt es in einem eigenen Post!

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Muss man wirklich 10.000 Schritte am Tag gehen?

Muss man wirklich 10.000 Schritte am Tag gehen? Spoiler: Nein. Wie viel Bewegung ist dann notwendig für ein gesundes Leben?

Vor geschätzt 15 Jahren hatte McDonald’s einen Image-Wechsel-Anfall und hatte viele Salate in Programm genommen. Auf Grund des Geschmacks wäre mir das nicht im Gedächtnis geblieben, wohl aber auf Grund eines Gimmicks, dass es dazu gab: Einen Schrittzähler.
Zur damaligen Zeit noch eine Variante mit kleiner Kugel darin, die Erschütterungen gezählt hat. Ich habe ihn mir an den Hosenbund gesteckt und heimlich getragen. Eigentlich war es mir peinlich. Mit ihm kam die Anweisung, 10.000 Schritte am Tag zu gehen. Bereits am ersten Tag war ich ernüchtert, wie weit ich davon entfernt war. Also ging/joggte ich in meinem Schlafzimmer auf und ab, bis die Zahl vor war. Dabei fühlte ich mich – völlig ahnunglos von Trainingslehre – wie die sportliche Speerspitze des Landes. Schließlich ging ich 10.000 Schritte. Zehntausend!

Für eilige: Hier die Kurzzusammenfassung ansehen

Heute trägt gefühlt jeder zweite einen Fitness-Tracker, z.B. von FitBit. Die gute Nachricht für alle Fitness-Tracker besitzer: Ihr müsst keine 10.000 Schritte am Tag gehen. Das war ein Werbegag, der sich selbst überlebt hat (hier auf Stern.de nachzulesen). Damit stellt sich die Frage: Wie viel Schritte musst du denn jetzt am Tag gehen?

Lesetipp

Du musst nicht 10.000 Schritte am Tag gehen und dein Ausdauertraining muss auch nicht eine Stunde dauern.


Mehr erfahren: Der Vier-Minuten-Fatburner

Wie man zu solchen Empfehlungen gelangt

Während der Stern-Artikel dann versucht eine Ersatz-Zahl zu finden rate ich dir: Hör‘ auf Schritte zu zählen.
Zu solchen Empfehlungen gelangt man, indem man sich Testpersonen anschaut und erfasst wie häufig diese von Herz-Kreislauf-Erkrankungen betroffen sind. Außerdem fragt man von jedem Teilnehmer eine Reihe von Eigenschaften ab, wie z.B. ob sie Rauchen oder viel Sport sie machen. Gesucht ist dann ein Merkmal, dass die Erkrankungshäufigkeit stark beinflusst.
Finden kann man das z.B. in 150 Minuten forderndem Training. Der Anteil der Befragten, der weniger trainiert, hat dann deutlich häufiger mit den Erkrankungen zu kämpfen, als der Anteil der mehr trainiert. Also werden den Menschen 150 Minuten intensives Training verordnet, die es richten solle . 150 Minuten intensives Training pro Woche sind die damit die neuen 10.000 Schritte am Tag. Besser gessagt: Sie sollen es zumindest sein.

Machen wir zur Sicherheit den Test, ob wir der Swimmers Body Illusion auf den Leim gegangen sind. Sind die Leute gesund, weil sie viel trainieren, oder trainieren sie viel, weil sie gesund sind? Ich vermute, dass beide Effekte auftauchen. Sicherlich wird es aber auch Leute geben, die ohne Bewegung viel früher oder überhaupt erst erkrankt wären. Somit sollte man also der Empfehlung folgen, oder?

Folge der Empfehlung NICHT um dein Gewissen zu beruhigen

150 Minuten intensives Traning pro Woche ist zwar nicht wenig, aber nicht in jedem Fall genug. Wer sich zwei- bis dreimal pro Woche aufs Laufband oder den Crosstrainer zwingt, ansosnten aber einen passiven und ungesunden Lebensstil pflegt, der wiegt sich in einer trügerischen Sicherheit. Vielleicht schaffen es die 150 Minuten dann nur, Passivität, schlechtes Essen und vielleicht auch Alkohol und Tabak zu kompensieren. Darüber hinaus ist dann nichts gewonnen. Viel zu häufig trifft man auf eine Mentaliät der Form: „Jetzt ich habe meinen ‚Sport‘ gemacht, jetzt kann ich mir doch XYZ gönnen„. Leider meinen mir „gönnen“ zu oft etwas ungesundes. Dazu kommt, das hier Ausdauer- und Krafttraining in einen Topf geworfen werden.

Was solltest du also tun? Bewege dich täglich, trainiere mehrmals pro Woche deine Kraft und Beweglichkeit sowie deine Ausdauer. Pfeif auf die Anzahl der Schritte und höre auch nicht auf, nur weil eine Zahl auf deinem Fitness-Tracker erreicht ist. wenn du dich dann denn noch für ein erreichtes Ziel belohnen willst, dann tue das nicht mit ungesundem Essen sondern mit etwas wohltuenden wie einer Massage.

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